US-Justizminister, Trump-Urteil

US-Justizminister nach Trump-Urteil: Lassen uns nicht einschĂŒchtern

Veröffentlicht: 04.06.2024 um 17:35 Uhr, dpa.de

US-Justizminister Merrick Garland hat Angriffe auf das Justizsystem nach dem Schuldspruch gegen Ex-PrÀsident Donald Trump im sogenannten Schweigegeld-Prozess aufs SchÀrfste verurteilt.

"Ich werde mich nicht einschĂŒchtern lassen, und das Justizministerium wird sich nicht einschĂŒchtern lassen. Wir werden unsere Arbeit frei von politischer Einflussnahme fortsetzen, und wir werden nicht davor zurĂŒckschrecken, die Demokratie zu verteidigen", sagte Garland am Dienstag vor einem Kongressausschuss.

Trump war am vergangenen Donnerstag in dem Prozess um die Verschleierung von Schweigegeld-Zahlungen an eine Pornodarstellerin in New York in allen 34 Anklagepunkten von den Geschworenen fĂŒr schuldig gesprochen worden. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten, dass ein ehemaliger US-PrĂ€sident wegen einer Straftat verurteilt wurde.

Der 77-jĂ€hrige Republikaner wird aller Voraussicht nach bei der PrĂ€sidentenwahl im November gegen den Demokraten und derzeitigen Amtsinhaber Joe Biden (81) antreten. Trump nannte das Urteil eine "Schande" und das Verfahren "manipuliert". Er stellt sich immer wieder als Opfer einer "Hexenjagd" dar. Trump und seine AnhĂ€nger Ă€ußern sich regelmĂ€ĂŸig verĂ€chtlich ĂŒber die Justiz und demokratische Institutionen.

Garland nannte "falsche Behauptungen, dass ein Geschworenenurteil in einem von einem örtlichen Bezirksstaatsanwalt angestrengten Prozess irgendwie vom Justizministerium gesteuert" sei eine "Verschwörungstheorie". Es handle sich um einen Angriff auf gerichtliche Verfahren. Über Strafverfolgungsbehörden und die Bundespolizei FBI wĂŒrden "Ă€ußert gefĂ€hrliche Unwahrheiten" verbreitet, so der Minister.

Das FBI hatte vor knapp zwei Jahren in der AffÀre um die Mitnahme geheimer Regierungsdokumente Trumps Anwesen in Florida durchsucht. Daraufhin wurde die Bundespolizei von AnhÀngern Trumps angegangen - der Republikaner forderte, der Bundespolizei die Mittel zu streichen.

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