Zuckersteuer, Cent

Zuckersteuer: 26–32 Cent pro Liter für zuckerhaltige Getränke

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 07:48 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die geplante Zuckersteuer auf Erfrischungsgetränke soll ab 2027 rund 650 Millionen Euro jährlich in die Krankenkassen spülen.

Zuckersteuer 2027: Bundesregierung plant Abgabe auf Limonaden
Ein Glas mit einem zuckerhaltigen Erfrischungsgetränk und Eiswürfeln, im Hintergrund unscharfe Supermarktregale. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte die Neuregelung für 2027 an. Die erwarteten Einnahmen: rund 650 Millionen Euro jährlich.

Anders als eine bloße Abgabe wird die Zuckersteuer als echte Steuer ausgestaltet. Das Geld fließt direkt in die gesetzliche Krankenversicherung – und damit zurück an die Versicherten.

Gestaffelte Sätze nach Zuckergehalt

Die Höhe der Steuer richtet sich nach dem Zuckeranteil. Das gestaffelte Modell soll Hersteller zum Umdenken bewegen.

  • 5 bis 8 Gramm Zucker pro 100 ml: 26 Cent Steuer pro Liter
  • Über 8 Gramm Zucker pro 100 ml: 32 Cent Steuer pro Liter

Für Verbraucher wird das spürbar. Eine handelsübliche Cola mit 10,6 Gramm Zucker pro 100 Milliliter verteuert sich um rund 60 Cent pro 1,5-Liter-Flasche. Die genaue Ausgestaltung klären Gesundheits- und Finanzministerium derzeit auf Basis der Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit.

Anzeige

Die geplante Zuckersteuer verdeutlicht, wie kritisch versteckte Süße für unsere Gesundheit ist, da sie oft unbemerkt zu erhöhtem Blutzucker und Trägheit führt. In diesem kostenlosen Ratgeber erfahren Sie, welche 10 Zuckerfallen im Supermarkt Sie unbedingt kennen sollten. Gratis-Ratgeber: Gesund genießen ohne Zuckerfallen

Getränkeindustrie schlägt Alarm

Die Branche reagiert mit deutlicher Kritik. Besonders Unternehmen aus Nordwestdeutschland wie Berentzen und Vilsa warnen vor den Folgen. Sie sehen sich gezwungen, die Steuer an die Kunden weiterzugeben. Die geplante Einführung 2027 komme zudem mit zu kurzer Vorlaufzeit.

Auch vermeintlich harmlose Produkte sind betroffen. Biermischgetränke der Marke Jever Fun liegen knapp über der Fünf-Gramm-Marke und fallen damit unter die erste Steuerstufe. Während sich Hersteller wie Valensina oder MEG noch bedeckt halten, fürchtet die Branche insgesamt eine Mehrbelastung, die über die reine Steuer hinausgeht.

Doppelter Nutzen fürs Gesundheitssystem

Die Regierung verfolgt mit der Zuckersteuer zwei Ziele: eine gesundheitspolitische Lenkungswirkung und die Stabilisierung der Krankenkassenfinanzen. Die erwarteten 650 Millionen Euro jährlich fließen direkt in die gesetzliche Krankenversicherung. Prävention und Behandlungskosten sollen so miteinander verzahnt werden.

Anzeige

Ein bewussterer Umgang mit Erfrischungsgetränken ist ein wichtiger Schritt, um langfristig mehr Energie zu gewinnen und die Verdauung zu entlasten. Wie Sie ganz einfach und ohne Verzicht den Ausstieg aus dem Zuckerkreislauf schaffen, zeigt Ihnen dieser kompakte Leitfaden. Mehr Energie und bessere Verdauung – jetzt kostenlos informieren

In den kommenden Monaten will die Bundesregierung die rechtlichen Rahmenbedingungen finalisieren. Der Start ist für Januar 2027 geplant. Die Hoffnung: Die Steuer liefert nicht nur Einnahmen, sondern schafft auch Anreize für die Industrie, Rezepturen langfristig gesünder zu gestalten.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wirtschaft | 69785127 |