Abnehmspritzen, Studie

Abnehmspritzen: Studie zeigt Gewichtsverlust ohne LebensqualitÀt

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 04:10 Uhr, Redaktion boerse-global.de

BMJ-Studie zeigt: Ozempic & Co. reduzieren Kilos, verbessern aber kaum die LebensqualitÀt. Hohe Abbruchraten und Non-Responder belasten die Therapie.

Abnehmspritzen: LebensqualitÀt leidet trotz Gewichtsverlust
Ein ausgewogenes FrĂŒhstĂŒck mit Haferflocken, Vollkornbrot, Eiern und Avocado, das gesunde, aber potenziell kalorienreiche Lebensmittel zeigt. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Neue Studien zeigen: Medikamente wie Ozempic und Co. lassen zwar Kilos purzeln – doch die LebensqualitĂ€t bleibt oft auf der Strecke.

Das FrĂŒhstĂŒck als Stoffwechsel-Booster

Die erste Mahlzeit des Tages entscheidet ĂŒber Blutzucker und SĂ€ttigung. Ein Professor der Deutschen Sporthochschule Köln empfiehlt eine kluge Mischung: Kohlenhydrate, Proteine und Fette kombiniert. Haferflocken, Vollkornbrot, Eier, Quark und Avocado stehen auf der Empfehlungsliste.

Ein Longevity-Experte geht noch weiter: HĂŒlsenfrĂŒchte wie schwarze Bohnen oder Linsen im FrĂŒhstĂŒck stabilisieren die Blutzuckerwerte und fördern die Langlebigkeit.

Doch Vorsicht vor vermeintlich gesunden Alternativen. Smoothies klingen knackig, sind aber oft reine Kalorienfallen. Grund: hoher Fruchtzuckergehalt bei geringer SĂ€ttigung. Auch Haferbrei kann den Blutzucker in die Höhe treiben – vor allem bei ĂŒbermĂ€ĂŸigem Obstzusatz.

Abnehmspritzen: Die bittere Wahrheit

Eine aktuelle Studie im British Medical Journal (BMJ) vom Juli 2026 liefert ernĂŒchternde Daten. Wirkstoffe wie Tirzepatid, CagriSema und Semaglutid reduzieren das Gewicht zwar um 9,8 bis 14,9 Prozent. Doch die LebensqualitĂ€t der Patienten und ihr Herz-Kreislauf-Risiko verbessern sich kaum.

Hinzu kommen hÀufige Nebenwirkungen und eine erschreckend hohe Abbruchrate: 20 bis 60 Prozent der Patienten brechen die Therapie im ersten Jahr ab.

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Die aktuelle BMJ-Studie zeigt: Abnehmspritzen lassen zwar Kilos purzeln, verbessern die LebensqualitĂ€t aber kaum. Bis zu 60 Prozent brechen die Therapie ab. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen den alternativen Weg: intuitiv essen statt Kalorien zĂ€hlen – basierend auf der EASE-Studie der UniversitĂ€t Gießen. Jetzt kostenlosen Report anfordern

Das Problem der Non-Responder verschÀrft die Lage. SchÀtzungsweise 10 bis 30 Prozent der Patienten sprechen gar nicht auf die Medikamente an. Ursachen sind Anwendungsfehler, Stoffwechselstörungen oder genetische Faktoren wie die PAM-Mutation, die bei etwa 10 Prozent der Betroffenen vorkommt. AuffÀllig: Frauen reagieren tendenziell stÀrker auf die Wirkstoffe als MÀnner.

Goldener Windbeutel: Abzocke im Regal

Foodwatch hat den Negativpreis „Goldener Windbeutel“ Mitte Juli 2026 verliehen. Gewinner: das „MikronĂ€hrstoffkonzentrat“ von LaVita. Die Kritik: irrefĂŒhrende Werbeversprechen fĂŒr ein Produkt, das zu 70 Prozent aus Fruchtsaftkonzentrat besteht und pro Liter etwa 100 Euro kostet.

In einer Abstimmung mit rund 66.000 Stimmen entfielen 39,2 Prozent auf dieses PrĂ€parat. Es setzte sich gegen Mitbewerber wie ein Vitaminprodukt fĂŒr die Libido oder spezielle Joghurt-Varianten durch.

Neuer Ansatz: Intuitiv essen statt Kalorien zÀhlen

Die UniversitĂ€t Gießen plant fĂŒr August 2026 einen radikal anderen Weg. Die Pilotstudie „EASE“ (Erleben, Achtsamkeit, Stigma-Reduktion, Erkundung) verzichtet komplett auf klassisches KalorienzĂ€hlen. Stattdessen setzt sie auf intuitives Essen – mit dem Ziel einer nachhaltigen VerhaltensĂ€nderung.

Der gewichtsneutrale Ansatz könnte eine echte Alternative sein. Denn eines zeigt die Forschung klar: Die Zusammensetzung der Nahrung und das Essverhalten sind mindestens so wichtig wie die reine Kalorienzahl.

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