Achtsamkeit bei Rückenschmerzen: Studie zeigt schwächere Wirkung
04.07.2026 - 01:21:14 | boerse-global.de
Aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2026 zeigen: Die Methoden helfen, aber nicht immer wie erhofft.
Achtsamkeit bei Rückenschmerzen: Wirkung bleibt hinter Erwartungen zurück
Chronische Rückenschmerzen lassen sich nicht immer mit Medikamenten allein behandeln. Eine im Fachjournal JAMA Internal Medicine veröffentlichte Studie untersuchte die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR). Die Methode linderte zwar die Schmerzen – aber schwächer als erwartet.
Trotzdem bleibt MBSR relevant. Die gesetzlichen Krankenkassen fördern solche Programme zur Stressbewältigung und Schmerzprävention.
Auch Akupressur findet breite Anwendung. In der TCM werden spezifische Druckpunkte stimuliert – etwa He Gu (LI4) zwischen Daumen und Zeigefinger oder Zu San Li (ST36) unterhalb der Kniescheibe. Fachleute warnen: Der Punkt LI4 ist während der Schwangerschaft tabu.
TCM bei Verdauungsbeschwerden: Von Ingwerwasser bis Mikrobiom
Die TCM behandelt traditionell Funktionsstörungen des Verdauungstrakts. Bei sommerlichen Lebensmittelvergiftungen empfehlen TCM-Mediziner Ingwerwasser oder die Stimulation des Punktes Nei Guan (P6) am Handgelenk gegen Übelkeit. Bei schwerer Dehydrierung ist ein Arztbesuch Pflicht.
Beim Reizdarmsyndrom rücken die Darm-Hirn-Achse und psychologische Faktoren in den Fokus. Neben der Low-FODMAP-Diät helfen offenbar auch mentale Techniken wie Dankbarkeitstagebücher.
Die aktuelle Studie zeigt: Achtsamkeit allein lindert Rückenschmerzen schwächer als erhofft. Doch in Kombination mit gezielter Akupressur – etwa auf die Punkte He Gu und Zu San Li – entfalten beide Methoden ihre volle Wirkung. Holen Sie sich jetzt die wichtigsten TCM-Tricks für zu Hause. Jetzt kostenlosen TCM-Ratgeber sichern
Das Mikrobiom spielt eine Schlüsselrolle bei der Umwandlung von Naturstoffen. Nur ein Teil der Bevölkerung besitzt die nötigen Darmbakterien, um aus Ellagitanninen (etwa in Walnüssen und Granatäpfeln) das entzündungshemmende Urolithin A zu bilden. Supplemente sollen hier die Mitochondrienfunktion und Muskelkraft verbessern.
Neue Präparate und Präventionsstrategien
Die pharmakologische Forschung bringt neue TCM-Präparate hervor. Die Shengge Bushen Kapsel (SGBSC) mit Extrakten aus Pseudostellaria heterophylla, Pueraria lobata und Epimedium brevicornu ist bereits in Erstattungsverzeichnisse aufgenommen. Sie reguliert die HPA-Achse und beeinflusst Neurotransmitter wie Serotonin.
Parallel dazu bauen die Krankenkassen ihre Präventionsangebote aus. Die AOK Bayern betreute zum 1. Januar 2026 über 4,5 Millionen Versicherte und finanziert erweiterte Vorsorgeleistungen – von professioneller Zahnreinigung bis zur Krebsfrüherkennung.
Besonders effektiv: die Kombination aus Stuhltests (FIT) alle zwei Jahre und Darmspiegelungen im Zehn-Jahres-Rhythmus. Simulationsmodelle des Deutschen Krebsforschungszentrums zeigen: Diese Strategie könnte bis zu 75 Prozent der Darmkrebserkrankungen verhindern.
Chronische Rückenschmerzen trotz Medikamenten? Viele Patienten setzen auf MBSR und TCM – doch die Eigenverantwortung birgt Risiken. Unser Ratgeber zeigt, wie Sie Akupressur sicher anwenden und welche Punkte tabu sind (z. B. LI4 in der Schwangerschaft). TCM-Sicherheits-Checkliste jetzt anfordern
Eigenverantwortung mit Risiken
Fermentierte Lebensmittel wie Kombucha boomen. Verbraucherschützer warnen jedoch vor Hygieneproblemen bei der Selbstherstellung – mögliche Folgen sind allergische Reaktionen oder seltene Komplikationen wie eine Azidose. Zudem enthält das Getränk zwischen 0,1 und 2 Prozent Alkohol sowie erhebliche Zuckermengen. Die behaupteten gesundheitlichen Vorteile sind wissenschaftlich noch nicht abschließend belegt.
