Akupunktur, Metaanalyse

Akupunktur: Metaanalyse mit 71.000 Patienten zeigt Grenzen auf

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 10:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Akupunktur lindert Rückenschmerzen kurzfristig, zeigt eine aktuelle Studie. Kostenübernahme meist über Zusatzversicherungen.

Akupunktur in Basel: Kosten, Wirksamkeit und moderne Alternativen
Nahaufnahme einer Hand mit dünnen Akupunkturnadeln, im Hintergrund unscharf eine moderne Arztpraxis. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Doch viele Patienten fragen sich: Tut das weh? Was kostet es? Und hilft es wirklich?

Der Einstich: Harmloser als gedacht

Die größte Sorge vor der ersten Behandlung ist meist unbegründet. Akupunkturnadeln sind etwa zehnmal dünner als herkömmliche Spritzen. Der Einstich ist daher kaum spürbar.

Ein typisches Zeichen für eine erfolgreiche Behandlung ist das De-Qi-Gefühl. Patienten beschreiben es als Kribbeln, Ziehen oder Wärmeempfinden. Besonders empfindlich sind Hände, Füße und das Gesicht – an den meisten Körperstellen verläuft der Einstich jedoch schmerzarm.

Nach der Behandlung tritt oft ein starkes Entspannungsgefühl oder vorübergehende Müdigkeit auf. Kleine Blutergüsse an den Einstichstellen sind harmlos.

Wer zahlt? Die Kostenfrage

Die Finanzierung läuft in der Schweiz meist über Zusatzversicherungen. Voraussetzung: Der Therapeut muss zertifiziert sein – etwa durch das Erfahrungsmedizinische Register (EMR).

Der Hintergrund: Die Gesundheitskosten in der Schweiz haben die 100-Milliarden-Franken-Marke geknackt. Die Grundversicherungsprämien liegen 2026 bei durchschnittlich 393 Franken, decken aber nur rund 40 Prozent der Gesamtkosten. Komplementärmedizin wird daher oft privat oder über Zusatzpolicen bezahlt.

Was bringt Akupunktur wirklich?

Anzeige

Wer die Prinzipien der Akupunktur schätzt, kann Schmerzen auch ohne Nadeln und Praxisbesuch lindern. Dieser bebilderte PDF-Guide zeigt Ihnen den sogenannten 3-Finger-Trick, mit dem Sie Beschwerden durch gezielte Druckpunkte selbst aktiv entgegenwirken können. 101 Druckpunkte gegen Arthrose-Schmerzen kostenlos entdecken

Eine aktuelle Metaanalyse ordnet die Wirksamkeit neu ein. Die im Juni 2026 im BMJ Medicine veröffentlichte Studie von Prof. Daniel Belavý wertete über 550 Studien mit mehr als 71.000 Patienten aus.

Das Ergebnis: Akupunktur lindert Rückenschmerzen kurzfristig effektiv – ebenso wie Massagen oder Bewegung. Der Effekt hält aber meist nur 10 bis 12 Wochen. Nach einem Jahr waren keine klinisch relevanten Vorteile mehr messbar.

Die Forscher empfehlen: Passive Behandlungen wie Akupunktur helfen beim Start, für dauerhaften Erfolg braucht es Selbstmanagement und Lebensstiländerungen.

Neue Wege: Licht statt Nadeln

Anzeige

Während passive Behandlungen einen wichtigen Anstoß geben, ist dauerhafte Schmerzfreiheit oft nur durch gezielte Aktivierung der Muskulatur möglich. Prof. Dr. med. Wessinghage zeigt in seinem Ratgeber, wie Sie mit nur 3 Minuten täglichem Aufwand Ihre Gelenke stabilisieren und Beschwerden nachhaltig vorbeugen. Kostenlosen Ratgeber: 3-Minuten Wunderübungen jetzt sichern

Neben der klassischen Akupunktur gewinnen in Basel moderne Verfahren an Bedeutung. Die Photobiomodulation (Lichttherapie) aktiviert Mitochondrien und reduziert Entzündungen. Spezialisierte Einrichtungen setzen sie vor manuellen Therapien, nach dem Sport oder postoperativ ein. Studien zeigen: Bestimmte Wellenlängen steigern die Zellviabilität und unterstützen die Wundheilung.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69771931 |