Apple, Betrugsgeschäfte

Apple blockierte 2025 Betrugsgeschäfte im Wert von 2,2 Milliarden Dollar

21.05.2026 - 05:43:22 | boerse-global.de

Apple verhinderte 2025 Betrug im Wert von 2,2 Milliarden Dollar, lockert aber die Reparaturpolitik für neuere iPhones.

Apple blockierte 2025 Betrugsgeschäfte im Wert von 2,2 Milliarden Dollar - Foto: über boerse-global.de
Apple blockierte 2025 Betrugsgeschäfte im Wert von 2,2 Milliarden Dollar - Foto: über boerse-global.de

Kriminelle nutzen zunehmend KI für ihre Angriffe, während Apple mit drastischen Schutzmechanismen reagiert. Allein 2025 verhinderte der Konzern betrügerische Transaktionen im Wert von über 2,2 Milliarden US-Dollar.

Doch die „digitale Festung“ hat ihren Preis: Millionen von Geräten wurden durch strikte Kontrollen faktisch unbrauchbar. Neue Reparatur-Assistenten und System-Updates sollen das ändern.

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Massive Abwehrschlacht im App Store

Die Dimensionen der Betrugsbekämpfung sind gigantisch. Apple blockierte im Jahr 2025 mehr als 1,1 Milliarden betrügerische Account-Erstellungen. Rund 40,4 Millionen bestehende Kundenkonten wurden deaktiviert, über 193.000 Entwicklerkonten geschlossen.

Die organisierte Kriminalität versucht massiv, den digitalen Handel zu unterwandern. Etwa 5,4 Millionen gestohlene Kreditkarten konnten im App Store nicht genutzt werden. Zudem blockierte Apple 195 Millionen manipulierte Rezensionen, die betrügerische Apps in den Bestenlisten nach oben spülen sollten. Über sechs Jahre summiert sich der verhinderte Betrugsschaden auf mehr als 11,2 Milliarden US-Dollar.

Besonders im Fokus: sogenannte „Bait-and-Switch-Apps“. Diese Anwendungen ändern nach einer harmlosen Prüfung ihre Funktion – um Nutzer in Abofallen zu locken oder Daten zu stehlen. Rund 59.000 solcher Apps entfernte Apple im vergangenen Jahr. Zur Erkennung setzt das Unternehmen verstärkt auf KI-Modelle.

Der Konflikt zwischen Diebstahlschutz und Reparierbarkeit

Die Aktivierungssperre macht gestohlene Geräte für Unbefugte wertlos. In der Vergangenheit führte das jedoch dazu, dass Millionen legal erworbener Gebrauchtgeräte unbrauchbar blieben. Auch die „Teile-Paarung“, bei der Hardware-Komponenten fest mit dem Hauptprozessor verknüpft werden, erschwerte Reparaturen massiv.

Doch hier zeichnet sich eine Trendwende ab. Das iPhone 15 und iPhone 16 erhalten nun eine Reparierbarkeitsbewertung von 7 von 10 Punkten – frühere Modelle erreichten teils nur 4 Punkte. Grund ist der neue Reparatur-Assistent.

Dieser Software-Dienst erlaubt die Kalibrierung gebrauchter Originalteile, ohne dass Sicherheitsfeatures wie FaceID oder TouchID ausfallen. Apple reagiert damit auf den wachsenden Druck, die Lebensdauer von Geräten zu erhöhen und Elektroschrott zu reduzieren. Für ältere Modelle wie iPhone 12, 13 und 14 bleibt die Situation komplex: Die Reparatur mit Originalteilen ist einfacher geworden, Einschränkungen bei Drittanbieter-Komponenten bestehen jedoch fort.

Rekordschäden durch KI-gestützte Angriffe

Die Dringlichkeit dieser Maßnahmen zeigt der weltweite Schaden durch Smartphone-Angriffe: rund 442 Milliarden Euro im laufenden Jahr 2026. Rund 86 Prozent aller Phishing-Kampagnen nutzen mittlerweile KI – etwa durch „Voice Cloning“ für täuschend echte Betrugsanrufe.

Besonders besorgniserregend: Banking-Trojaner-Infektionen stiegen im ersten Quartal 2026 um 196 Prozent auf rund 1,24 Millionen Fälle. Sicherheitsexperten entdeckten mit „PromptSpy“ den ersten Android-Schädling mit integriertem KI-Modell. Die App-Serie „CallPhantom“ wurde in 28 Anwendungen identifiziert und verzeichnete über 7 Millionen Installationen.

Auch Telefonbetrug hat sich professionalisiert. Kriminelle nutzen Phishing-Kits, die Anmeldedaten in Echtzeit abfangen können. Diese Kits steuern gefälschte Webseiten dynamisch und umgehen sogar Mehrfaktor-Authentisierung – indem sie Opfer während fingierter Support-Gespräche zur Eingabe von Codes auf präparierten Seiten bewegen.

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Das Wettrüsten zwischen Sicherheitsforschern und Hackern

Der Wettstreit erreicht auch die Hardware-Ebene. Dem Sicherheits-Startup Calif gelang es, die Speicherintegritätsprüfung von Apples M5-Chip zu umgehen. Mit Hilfe der KI „Mythos Preview“ von Anthropic entwickelten die Forscher in nur fünf Tagen einen Exploit, der die volle Kontrolle über betroffene Computer ermöglicht.

Der Hersteller wurde informiert, Apple reagierte mit iOS 26.5 und MacOS-Updates. Diese schließen über 60 Sicherheitslücken, darunter die kritische Schwachstelle CVE-2026-28950.

Parallel dazu rüsten Behörden auf. In Wien gelang die Festnahme eines Verdächtigen, der mit einem SMS-Blaster bis zu 100.000 Phishing-Nachrichten pro Stunde versendet haben soll. Experten raten dringend zu phishing-resistenten Methoden wie hardwarebasierten Passkeys und zum Verzicht auf öffentliche WLAN-Netzwerke für sensible Transaktionen.

Zwischen Regulierung und technischer Autonomie

Für die kommenden Monate wird eine weitere Verschärfung der regulatorischen Rahmenbedingungen erwartet, insbesondere in der EU. iOS 26.5 zeigt bereits exklusive Features für EU-Nutzer: Das Bluetooth-Pairing für Drittanbieter wird vereinfacht, die Verschlüsselung von RCS-Nachrichten im Austausch mit Android-Geräten befindet sich in der Beta-Phase.

Die Herausforderung für Apple: Hohe Sicherheitsstandards, die jährlich Milliardenschäden verhindern, mit mehr Nutzerfreiheit und Reparierbarkeit zu vereinbaren. Der Erfolg des neuen Reparatur-Assistenten könnte als Blaupause für die gesamte Branche dienen. Gleichzeitig bleibt das Risiko durch hochautomatisierte KI-Angriffe bestehen – kontinuierliche Updates und erhöhte Wachsamkeit der Nutzer sind unerlässlich. Weitere Details zu KI-basierten Sicherheitsfeatures werden für die Entwicklerkonferenz WWDC Anfang Juni erwartet.

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