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Apple setzt bei iOS 27 auf Google Gemini als Siri-Hirn

05.05.2026 - 13:01:50 | boerse-global.de

Apple integriert Googles Gemini-Modelle in Siri für iOS 27. Die Partnerschaft umfasst jährlich eine Milliarde Euro und soll die KI-Strategie revolutionieren.

Apple setzt bei iOS 27 auf Google Gemini als Siri-Hirn - Foto: über boerse-global.de
Apple setzt bei iOS 27 auf Google Gemini als Siri-Hirn - Foto: über boerse-global.de

Der iPhone-Konzern plant eine radikale Neuausrichtung seiner KI-Strategie – und schließt dafür einen milliardenschweren Pakt mit dem Erzrivalen aus Mountain View.

Cupertino – Apple bereitet einen grundlegenden Umbau seiner Künstlichen Intelligenz vor. Wie aus Branchenkreisen bekannt wurde, wird das kommende iOS 27 eine komplett neu aufgebaute Siri-Assistentin erhalten – angetrieben von Googles Gemini-Modellen. Die Kehrtwende ist deutlich: Statt wie zuvor auf OpenAI-Technologie zu setzen, geht Apple nun eine mehrjährige Partnerschaft mit dem Suchmaschinenriesen ein. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Die WWDC 2026 vom 8. bis 12. Juni soll die Bühne für die „Apple Intelligence“-Offensive werden.

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Der Milliarden-Deal mit Google

Das Herzstück der Neuausrichtung: Apple ersetzt die veraltete Siri-Architektur durch eine maßgeschneiderte Version von Googles Gemini-System. Dafür zahlt der Konzern schätzungsweise eine Milliarde Euro pro Jahr an Google. Anders als die erste ChatGPT-Integration Ende 2024, die nur als Ergänzung für komplexe Anfragen diente, wird Gemini – intern als „Project Campos“ bezeichnet – zum fundamentalen Denkorgan von Siri.

Die technischen Dimensionen sind beeindruckend. Das neue Modell arbeitet mit 1,2 Billionen Parametern – ein gewaltiger Sprung gegenüber Apples bisherigem 150-Milliarden-Cloud-System. Die internen Testwerte sprechen für sich: Bei mehrstufigen, komplexen Anfragen erzielt die neue Siri eine Erfolgsquote von 92 Prozent, die alte Architektur kam gerade auf 58 Prozent.

Auch die Geschwindigkeit wurde drastisch verbessert. Die Antwortzeiten liegen nun bei unter 0,5 Sekunden – ein Quantensprung für Sprachassistenten. Zudem verfügt das System über einen 128.000 Token großen Kontextspeicher, der es Siri ermöglicht, sich über Wochen an Nutzerinteraktionen zu erinnern.

Visuelle Intelligenz für die Kamera-App

Doch iOS 27 beschränkt sich nicht auf Sprachsteuerung. Ein zentrales Feature der neuen Version ist die Integration von „Visual Intelligence“ direkt in die native Kamera-App. Nutzer können künftig in Echtzeit Objekte identifizieren, Nährwertinformationen von Lebensmitteletiketten extrahieren oder Kontaktdaten von Visitenkarten erfassen – ohne zusätzliche Drittanbieter-Apps.

Die Fotos-App erhält ebenfalls eine grundlegende Überarbeitung. Siri soll künftig komplexe Bildbearbeitungen auf Zuruf ausführen können: Bilder neu zuschneiden, Hintergründe erweitern oder störende Objekte entfernen. Die Funktionen sind tief im Betriebssystem verankert, sodass Siri wie eine vollwertige App agiert – nicht wie ein isolierter Sprachassistent.

Strategie der Modell-Offenheit

Die Partnerschaft mit Google ist für Apple ein strategischer Coup. Statt Milliarden in eigene KI-Rechenzentren zu investieren – Google gab 2025 allein über 60 Milliarden Euro dafür aus – konzentriert sich Apple auf seine Kernkompetenzen: Hardware und Nutzererfahrung.

Branchenanalysten berichten, dass Apple seine KI-Architektur bewusst „modellunabhängig“ gestaltet. Das Unternehmen kann theoretisch jederzeit den KI-Anbieter wechseln, falls Konkurrenten wie Anthropic oder Meta leistungsfähigere Systeme anbieten. Apple positioniert sich als KI-Vermittler für seine über zwei Milliarden aktiven Geräte – nicht als Entwickler.

Die finanzielle Konstruktion ist raffiniert: Während Apple für Gemini zahlt, fließen von Google weiterhin geschätzte 18 bis 20 Milliarden Euro jährlich für die Standardsuche auf dem iPhone. Ein wechselseitiges Geschäft, von dem beide profitieren.

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Datenschutz als Trumpf

Trotz der Google-Technologie will Apple seine strengen Datenschutzstandards wahren. Die Gemini-Modelle sollen auf Apples eigenen „Private Cloud Compute“-Servern laufen. Nutzerdaten werden in einer isolierten Umgebung verarbeitet – Google erhält weder Zugriff noch kann es Profile für Werbezwecke erstellen.

Wo immer möglich, verarbeitet das System Anfragen direkt auf dem Gerät. Ein 3-Milliarden-Parameter-Modell vor Ort erledigt einfache Aufgaben, während das gigantische 1,2-Billionen-Modell in der Cloud für komplexe Analysen zuständig ist. Eine Hybridlösung, die Leistung und Privatsphäre vereinen soll.

WWDC 2026: Die Bewährungsprobe

Der Druck auf Apple ist enorm. Die Siri-Überarbeitung war ursprünglich für Ende 2025 angekündigt – die Verzögerung hat die Erwartungen an die WWDC-Keynote am 8. Juni zusätzlich befeuert. Kann Apple endlich eine Siri liefern, die mit eigenständigen KI-Chatbots mithält?

Zwar arbeiten Apples eigene Entwickler weiterhin am internen KI-Projekt „Ajax“, doch für die absehbare Zukunft setzt der Konzern auf die Zweckgemeinschaft mit Google. Sollten die angekündigten Funktionen halten, was die ersten Berichte versprechen, könnte iOS 27 zur größten Software-Transformation in der iPhone-Geschichte werden – vom App-Werkzeug zum integrierten, KI-gesteuerten persönlichen Assistenten.

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