Arbeitsverwaltung, Kabinett

Arbeitsverwaltung: Kabinett beschließt Digitalisierung im Juli

08.06.2026 - 21:31:20 | boerse-global.de

Digitalminister Wildberger treibt parallel die technische Infrastruktur voran. Ein Konsortium aus T-Systems und SAP entwickelt einen Prototyp für eine zentrale digitale Anlaufstelle.

Arbeitsverwaltung: Bas treibt Digitalisierung mit neuem Gesetz voran
Arbeitsverwaltung - Eine Person interagiert mit einem Tablet in einem modernen Büro, auf dessen Wand ein blau leuchtendes digitales Interface projiziert wird. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein neuer Gesetzentwurf zur Modernisierung des SGB III macht digitale Anträge zum Regelfall. Die Pflicht zur ständigen Anwesenheit an der Briefpostadresse soll fallen. Stattdessen setzt die Behörde künftig auf Videokommunikation und elektronische Förderanträge.

Das Kabinett soll das Vorhaben im Juli 2026 beschließen. Die interne Abstimmung läuft bereits.

Bund und Länder ziehen an einem Strang

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Digitalminister Karsten Wildberger treibt parallel die technische Infrastruktur voran. Ein Konsortium aus T-Systems und SAP entwickelt einen Prototyp für eine zentrale digitale Anlaufstelle. Der Start ist für 2027 geplant.

Am 20. Mai 2026 gründeten Bas und Wildberger das Expertengremium Digitalisierung Sozialstaatsreform. Es tagt bis Ende 2027 monatlich.

In Thüringen läuft ein Pilotprojekt: Bis Ende März 2027 sollen fünf Verwaltungsleistungen komplett digital verfügbar sein. Dazu gehören die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, Wohngeld und Schwerbehindertenausweise. Die Erfahrungen dienen als Blaupause für andere Bundesländer.

Arbeitsmarkt unter Druck: 1,15 Millionen offene Stellen

Die Reform kommt zu einer Zeit sinkender Nachfrage. Laut IAB-Stellenerhebung gab es im ersten Quartal 2026 rund 1,15 Millionen offene Stellen – ein Rückgang um 105.800 zum Vorquartal.

Das Problem: Fast die Hälfte der Arbeitssuchenden hat keine spezifische Ausbildung. Doch nur 24 Prozent der offenen Stellen verlangen keinen Berufsabschluss. Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage wird größer.

KI revolutioniert die Bewerbersuche

Die private Wirtschaft reagiert mit Technologie. Eine Umfrage unter 750 Personalverantwortlichen vom Mai 2026 zeigt: Der Mangel an qualifizierten Bewerbern bleibt die größte Hürde. Doch KI-Assistenten versprechen Abhilfe.

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Neue Systeme analysieren Fähigkeiten jenseits klassischer Lebensläufe. Nutzer berichten von einer Zeitersparnis und einer Reduktion der zu prüfenden Profile um über 80 Prozent.

Steuerentlastung und Rentenreform in Sicht

Arbeitsministerin Bas fordert zudem eine Entlastung bei der Einkommensteuer. Sie soll bis Anfang 2027 wirksam werden. Parallel dazu werden die Ergebnisse einer Rentenkommission für Ende Juni 2026 erwartet. Die soziale Sicherung steht vor einem grundlegenden Umbau.

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