Atemtechniken: Wissenschaft belegt Wirkung gegen Suchtdruck
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 20:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Nachfrage nach Programmen für mentale Gesundheit wächst – und mit ihr die Vielfalt der Angebote. Klassische Entspannungstechniken verschmelzen zunehmend mit kulturellen Formaten oder wissenschaftlich fundierten Ansätzen. Ein Überblick über aktuelle Trends in deutschen Städten.
Atem trifft Bewegung: Yoga mit Fokus auf Breathwork
Ein klarer Schwerpunkt liegt auf der Kombination von Yoga und gezielter Atemführung. In Karlsruhe etwa bietet eine „Breathe & Flow“-Klasse eine Vinyasa-Praxis, die explizit die Atmung in den Mittelpunkt stellt. Mit maximal acht Teilnehmern setzt das Format auf intensive Betreuung.
Auch Brandenburg setzt auf diesen Ansatz: Die Urania Barnim e. V. startet am 4. August 2026 in Bernau einen siebenteiligen Kurs für Yoga und Atemschulung. Stephanie Lehmann vermittelt dort Techniken, die über die reine Körperarbeit hinausgehen. Ergänzend sorgen Qigong und Meditation in der Dorfkirche Börnicke für mentale Regeneration.
Achtsamkeit im Museum: Kunst und Yoga verschmelzen
Neue Wege geht der Kunstpalast Düsseldorf: Beim Projekt „Visual Arts Yoga“ verbinden sich klassische Yogaelemente mit Kunstführungen. Die 90-minütigen Sitzungen finden direkt in der Dauerausstellung statt – entwickelt von Simone Hoffmann in Zusammenarbeit mit Valeara. Maximal 16 Teilnehmer können die Verbindung von Kunstbetrachtung und Bewegung erleben.
München zeigt, wie Bewegung und Kultur auf großer Bühne zusammenfinden: Bei der Tanzwerkstatt Europa vom 4. bis 14. August 2026 vermitteln internationale Dozenten in rund 30 Workshops verschiedene Bewegungsformen. Das Ziel: mentale und physische Balance durch Tanz und Körperarbeit.
Wissenschaftliche Studien belegen: Kontrollierte Atemübungen können das Verlangen nach Alkohol, Nikotin oder Drogen spürbar abschwächen. Holen Sie sich die wirksamsten Techniken als Schritt-für-Schritt-Anleitung für zuhause. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Was die Wissenschaft sagt: Atemtechniken gegen Suchtdruck
Die Wirkung kontrollierter Atmung ist längst kein Esoterik-Thema mehr. Eine aktuelle Studie untersucht Atemübungen zur Abschwächung von Suchtverlangen bei Alkohol-, Nikotin- oder Drogenabhängigkeit. Im Fokus stehen unter anderem:
- Herzratenvariabilität-Biofeedback (HRVB)
- Resonanzatmung
- Spezifische yogische Atemtechniken
- Dreiteilige Atmung und die sogenannte Rauchbewegung
Die Forschenden betonen jedoch: Diese Techniken ergänzen eine professionelle Suchttherapie, ersetzen sie aber nicht. Präzisere Aussagen zur Wirksamkeit erfordern weitere Studien.
Vom Büro bis in den Park: Angebote für den Alltag
Rückfälle trotz Therapie sind keine Seltenheit – doch Sie können aktiv gegensteuern. Mit der richtigen Atemtechnik reduzieren Sie Ihr Suchtverlangen messbar und stärken Ihre Selbstkontrolle. 5 Atemübungen jetzt sichern
In den Metropolen ist die Infrastruktur inzwischen dicht. München zählt Standorte wie das Jivamukti, die Patrick Broome Studios oder Konzepte wie HERSPACE und das Studio One. Kostenlose Formate wie „Fit im Park“ machen den Einstieg niederschwellig.
Dresden integriert Entspannung direkt in den Arbeitsalltag: Vom 3. bis 7. August 2026 bietet der KulturHof unter der Leitung von Freya Hadwich kurze Yoga-Einheiten am Mittag an. Ohne spezielle Ausrüstung und mit Fokus auf Entlastung während der Arbeitszeit – ein Format, das zeigt, wie flexibel mentale Gesundheit heute gedacht wird.
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