Bewegung, Schritte

Bewegung: 8.000 Schritte halbieren das tÀgliche Sterberisiko

Veröffentlicht: 03.07.2026 um 11:20 Uhr, Redaktion boerse-global.de

FrĂŒhe Blutdruckmessung und tĂ€gliche Bewegung senken das Risiko fĂŒr Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich.

Blutdruck messen am Morgen: Einfache Routine rettet Leben
Nahaufnahme der HĂ€nde einer Person, die eine Blutdruckmanschette an ihrem Arm anlegt, mit einem digitalen Monitor im Vordergrund. Symbolisiert Gesundheitsvorsorge. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die einfache Routine dauert nur zwei Minuten – und könnte Leben retten.

Besonders gefĂ€hrdet sind Menschen ĂŒber 50 sowie Personen mit Diabetes, hohem Cholesterin oder familiĂ€rer Vorbelastung. Dr. Ta Quang Thanh betont: Eine konsequente Kontrolle senkt das Risiko fĂŒr Hirninfarkte signifikant.

Einmal im Leben sollten Patienten zudem den Lipoprotein(a)-Wert bestimmen lassen, rĂ€t PrĂ€ventionsmediziner Dr. Jan Hennigs. So lassen sich versteckte Risikofaktoren fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen frĂŒhzeitig erkennen.

Bewegung als Lebensversicherung

Bereits 8.000 Schritte am Tag halbieren das Sterberisiko im Vergleich zu 4.000 Schritten. Das zeigt eine US-Studie mit fast 5.000 Teilnehmern aus dem ersten Halbjahr 2026. Entscheidend ist die RegelmĂ€ĂŸigkeit – nicht das Tempo.

Noch besser: Schon 15 Minuten tÀgliche Bewegung steigern das mentale Wohlbefinden mehr als lÀngere Urlaubspausen. Das legt eine Untersuchung des King's College London nahe.

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Neben dem tĂ€glichen Spaziergang können gezielte, kurze Übungen einen entscheidenden Unterschied fĂŒr Ihre Gesundheit machen. Wie Sie mit nur 3 Minuten Aufwand tĂ€glich Muskeln aufbauen und Beschwerden effektiv vorbeugen, zeigt dieser Ratgeber von Prof. Dr. med. Wessinghage. 17 sofort umsetzbare WunderĂŒbungen kostenlos anfordern

Überraschender Risikofaktor: Die ZĂ€hne

Wer aus KostengrĂŒnden den Zahnarzt meidet, erhöht sein Risiko fĂŒr Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine US-Studie aus dem Jahr 2026 zeigt: Bis zu vier Prozent dieser Erkrankungen ließen sich durch bessere zahnmedizinische Versorgung vermeiden.

Noch konkreter wird es bei der Zahnseide: Wer sie regelmĂ€ĂŸig nutzt, senkt das Risiko fĂŒr einen ischĂ€mischen Schlaganfall um 22 Prozent. Bei kardioembolischen SchlaganfĂ€llen sind es sogar 44 Prozent – belegt durch 25 Jahre Langzeitdaten.

In Deutschland leiden rund 14 Millionen Menschen an schwerer Parodontitis. Die KassenzahnÀrztliche Bundesvereinigung (KZBV) drÀngt auf eine konsequente Behandlung. Doch die Zahl der Neubehandlungen sinkt trotz neuer Richtlinien.

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Ein gesunder Lebensstil ist die beste Vorsorge gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck. Der PrĂ€ventivmediziner Prof. Dr. med. Kurscheid erklĂ€rt in seinem Spezialreport, wie Sie Ihren Blutdruck auf natĂŒrliche Weise regulieren und Risiken minimieren. 7 Tipps fĂŒr einen gesunden Blutdruck gratis herunterladen

Neue Diagnostik: FrĂŒh erkennen, besser behandeln

Forschende der UniversitĂ€t Duisburg-Essen und des Uniklinikums DĂŒsseldorf haben ein Verfahren entwickelt, das GefĂ€ĂŸschĂ€den frĂŒher erkennt. Die NIRS-CO?-Methode nutzt Nahinfrarotspektroskopie und gilt als prĂ€ziser als bisherige Standards. Besonders Diabetiker könnten profitieren.

Doch Technik allein reicht nicht. Intensivmediziner Uwe Janssens von der DIVI fordert ein Pflichtfach Gesundheitskompetenz ab der Grundschule. Ziel: Bewusstsein fĂŒr die „Big Five“-Risikofaktoren schĂ€rfen – Übergewicht, Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und Cholesterin.

Wer diese Faktoren kontrolliert, senkt sein Risiko fĂŒr schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse um 30 bis 40 Prozent. Der Gewinn: im Schnitt mehr als zehn gesunde Lebensjahre.

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