BrainHealth-Studie, Krafttraining

BrainHealth-Studie: Krafttraining wird bei 160 Älteren untersucht

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 09:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Monotasking verringerte Selbstunterbrechungen; Bewegung, Schlaf und Atemübungen ergänzen die Ansätze für geistige Fitness.

Konzentration und Gehirngesundheit: Routinen, Atmung und Training
Ein minimalistischer Raum mit einem leeren Teegeschirr und einer Sanduhr in natürlichem, weichem Morgenlicht. Illustration mit AI erstellt.

Methoden zur Steigerung der Aufmerksamkeit sowie gezielte Trainingsansätze zur Erhaltung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit gewinnen in Fachbeiträgen und der Forschung zunehmend an Bedeutung. Um die Konzentration im Alltag zu stabilisieren und kognitiven Abbauprozessen im Alter entgegenzuwirken, greifen Experten auf eine Kombination aus Verhaltensanpassungen, gezielter Atmung und physischem Training zurück.

Konzentrationstechniken und Routinen gegen die Ablenkung

Ein zentrales Thema bei der Optimierung der mentalen Leistungsfähigkeit ist der Umgang mit Unterbrechungen. Wie ein 14-tägiger Selbstversuch zum sogenannten Monotasking mit sechs festen Regeln zeigte, gingen die täglichen Selbstunterbrechungen von meist 20 bis 30 in der ersten Woche auf 10 bis 20 in der zweiten Woche zurück.

Die externen Störungen lagen in der ersten Woche bei 4 bis 9 und in der zweiten Woche bei 3 bis 8 pro Tag. Während konzentrierte Arbeitseinheiten in der ersten Woche selten über 20 Minuten hinausgingen, erreichten sie in der zweiten Woche an vier Tagen über 40 Minuten.

Die Zahl der erledigten Aufgaben blieb dabei unverändert, wobei die Unterbrechungen überwiegend von der Testperson selbst ausgingen. Ein eingesetzter Parkzettel zeigte, dass sich etwa 50 Prozent der notierten Punkte am selben Abend erledigen ließen, rund 25 Prozent sich von selbst klärten und rund 25 Prozent nie wichtig waren.

Für die Unterstützung der mentalen Erholung und Fokussierung empfehlen Gesundheitseinrichtungen wie die BHT CLINIC für Erwachsene sieben bis acht Stunden ununterbrochenen Schlaf sowie den Verzicht auf Bildschirme mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen.

Zudem können tägliche Atem- und Achtsamkeitsübungen von 10 bis 15 Minuten Angstsymptome lindern. Spezifische Atemtechniken wie die 4-7-8-Methode – vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden halten und acht Sekunden ausatmen – tragen nachweislich zur Senkung der Herzfrequenz bei.

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Neuroathletik, Achtsamkeit und Bewegung im Fokus

Neben mentalen Strategien rücken Trainingsmethoden in den Mittelpunkt, die Wahrnehmung und Bewegung verknüpfen. Die Neuroathletik-Forschung zeigt, dass visuelle Reize, ungewohnte Bewegungssequenzen und kognitive Doppelaufgaben die Aktivierungsmuster in präfrontalen Cortexarealen messbar verändern.

Ähnliche Ansätze kombinieren Yoga mit koordinativen Aufgaben wie dem Jonglieren, was neurowissenschaftlichen Befunden zufolge Areale für Aufmerksamkeit, Lernen und Koordination stimuliert.

Auch strukturierte Yoga-Routinen zielen auf Konzentration und Stimmung ab. Empfohlen werden hierbei tägliche Einheiten von 15 bis 20 Minuten mit Haltungen wie der Berghaltung, der Baumhaltung oder dem herabschauenden Hund, begleitet von einem Atemmuster mit vier Zählzeiten bei der Einatmung und sechs bei der Ausatmung.

Ergänzend dazu beschreiben Fachbeiträge Methoden wie die Boxatmung oder Mikropausen von 60 Sekunden, bei denen sich erste Effekte nach zwei bis vier Wochen regelmäßiger Praxis einstellen können.

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Körperliches Training und Regeneration für das Gehirn

Körperliche Fitness gilt als wesentliche Säule zum Erhalt der Gehirngesundheit im Alter. Der deutsche Golfprofi Bernhard Langer verweist darauf, dass ab einem Alter von 50 Jahren ein angepasstes Trainingskonzept notwendig sei, um die körperliche Leistungsfähigkeit zu wahren.

Wissenschaftliche Einrichtungen wie die Universität Wien und die Comenius-Universität Bratislava untersuchen in ihrer Studie „BrainHealth“ an 160 Personen im Alter von 65 bis 85 Jahren, inwiefern Krafttraining – zweimal wöchentlich über vier Monate hinweg, teils kombiniert mit Nahrungsergänzungen wie Kreatin, Omega-3 oder Phosphatidylserin – Biomarker für eine frühe Gehirnalterung beeinflussen kann.

Begleitend betonen Fachleute die Bedeutung ausreichender Erholung: Mindestens 150 Minuten moderates Training pro Woche, Regenerationszeiten von 48 bis 72 Stunden für beanspruchte Muskelgruppen sowie eine angemessene Proteinzufuhr unterstützen den Erhalt von Kraft und kognitiver Resilienz nachhaltig.

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de | wissenschaft | 70311504 |