BVB-PrÀvention, Verletzungen

BVB-PrÀvention: Verletzungen seit Kovacs Amtsantritt um 60 Prozent gesunken

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 12:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mehrere Nationalspieler fallen verletzt aus; Borussia Dortmund meldet laut Medienberichten rund 60 Prozent weniger Verletzungen.

Muskelverletzungen im Fußball: Spielplan und PrĂ€vention im Fokus
Ein leerer, professionell gepflegter Fußballplatz in der AbenddĂ€mmerung mit Fokus auf die Textur des Rasens. Illustration mit AI erstellt.

Die physische Belastung im modernen Profifußball rĂŒckt angesichts einer auffĂ€lligen HĂ€ufung von Muskelverletzungen verstĂ€rkt in den Fokus wissenschaftlicher und sportmedizinischer Debatten. Berichte ĂŒber akute muskulĂ€re Probleme bei Spitzenathleten wĂ€hrend der LĂ€nderspielperiode im Herbst 2026 verdeutlichen die Herausforderungen, die der verdichtete Spielplan fĂŒr die Kaderplanung der Vereine und Nationalmannschaften mit sich bringt.

Akute AusfÀlle wÀhrend der internationalen Wettbewerbe

In der ersten HĂ€lfte der LĂ€nderspielperiode 2026/27 verzeichneten mehrere NationalverbĂ€nde den Ausfall von LeistungstrĂ€gern. Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) betraf dies Jamal Musiala, der sich beim AufwĂ€rmen vor der Nations-League-Begegnung gegen die Niederlande einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zuzog.

Im selben Spiel musste Kai Havertz nach rund 30 Minuten aufgrund einer Muskelzerrung ausgewechselt werden. Beide Spieler reisten vorzeitig zu ihren Vereinen ab und standen fĂŒr die weiteren Partien gegen Griechenland und Serbien nicht zur VerfĂŒgung. Bundestrainer JĂŒrgen Klopp reagierte mit der Nachnominierung von Florian Wirtz und Jonathan Burkardt.

Parallel dazu meldete der französische Verband (FFF) eine Verletzung von Kylian MbappĂ©. Der Angreifer von Real Madrid verletzte sich im Spiel gegen die TĂŒrkei am linken Knie, nachdem er kurz zuvor den FĂŒhrungstreffer erzielt hatte.

WĂ€hrend der französische Verband zunĂ€chst von einer Sehnenverletzung sprach, diagnostizierte die medizinische Abteilung von Real Madrid nach weiterfĂŒhrenden Untersuchungen eine Kapselverletzung im Knie.

Trainer ZinĂ©dine Zidane betonte, dass der Spieler das Knie beim Torschuss ĂŒberstreckt habe und man kein Risiko eingehen werde. FĂŒr MbappĂ© ist dies bereits die siebte Verletzung seit seinem Wechsel nach Madrid im Sommer 2024. Laut statistischen Erhebungen lag seine Einsatzquote bis zu diesem Zeitpunkt bei 88,8 Prozent.

Der Einfluss des reformierten Rahmenterminplans

Ein wesentlicher Faktor fĂŒr die aktuelle Situation wird in der Anpassung des internationalen Kalenders gesehen. In der laufenden Saison gibt es im Herbst erstmals ein Fenster mit vier Spielen innerhalb von elf Tagen, anstatt der zuvor ĂŒblichen zwei Fenster mit je zwei Partien.

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Muskelfaserriss, Muskelzerrung, Kapselverletzung — die Ausfallliste nach der LĂ€nderspielperiode ist lang, und ein einzelner Auslöser lĂ€sst sich laut Sportwissenschaft nicht festmachen. Ein Bundesligist zeigt, dass es auch anders geht: Seit Februar 2025 sank die Zahl der VerletzungsfĂ€lle dort laut Medienberichten um rund 60 Prozent — ĂŒber 50 Pflichtspiele pro Saison eingeschlossen. Der SchlĂŒssel liegt in regelmĂ€ĂŸigen Blut- und Speicheltests, Handkraft- und Herzfrequenzmessungen, die eine individuelle Belastungssteuerung erst möglich machen. Wie Sie dieses Monitoring Schritt fĂŒr Schritt selbst aufbauen, zeigt unser kostenloser Praxisleitfaden. Praxisleitfaden Monitoring-Aufbau jetzt anfordern

Ob dieser neue Kalender systematisch fĂŒr die Zunahme der Verletzungen verantwortlich ist, lĂ€sst sich derzeit noch nicht abschließend belegen, da eine umfassende Auswertung noch aussteht. Dennoch ist die Liste der AusfĂ€lle lang: Neben Musiala, Havertz und MbappĂ© fielen unter anderem auch Michael Gregoritsch mit einer Knöchelverletzung und Kenan Y?ld?z mit einem Fußbruch aus.

Auch auf Vereinsebene ist die Belastung hoch. Der FC Bayern MĂŒnchen muss nach der LĂ€nderspielperiode ein Programm von acht Pflichtspielen innerhalb von 25 Tagen absolvieren.

Statistiken zeigen zudem eine hohe Grundbelastung in der Bundesliga: Seit Beginn der Saison 2025/26 verzeichnete Bayern MĂŒnchen 22 Muskelverletzungen, Borussia Mönchengladbach 20 und der 1. FC Köln 19.

PrÀventionsansÀtze und Belastungssteuerung

Angesichts dieser Zahlen gewinnen wissenschaftliche ErklĂ€rungsmodelle an Bedeutung. Wolfgang Potthast von der Deutschen Sporthochschule Köln identifiziert die Belastungssteuerung, individuelle körperliche Voraussetzungen, die ErnĂ€hrung sowie muskulĂ€re Dysbalancen als entscheidende Faktoren. Eine einzelne, isolierte Ursache fĂŒr die HĂ€ufung lasse sich hingegen nicht feststellen.

Ein Gegenmodell zur allgemeinen Entwicklung zeigt sich bei Borussia Dortmund. Seit dem Amtsantritt von Trainer Niko Kovac im Februar 2025 sank die Zahl der Verletzungen beim BVB laut Medienberichten um rund 60 Prozent. Der Verein setzt auf eine intensivierte Athletik-Abteilung und ein engmaschiges Monitoring.

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Belastungssteuerung, individuelle körperliche Voraussetzungen, ErnĂ€hrung, muskulĂ€re Dysbalancen — die Sportwissenschaft nennt mehrere Faktoren fĂŒr die HĂ€ufung von Muskelverletzungen, eine einzelne Ursache gilt als nicht belegt. Genau hier setzt ein strukturiertes Monitoring an: Blut- und Speicheltests liefern Hormon-, Eisen- und EntzĂŒndungswerte, Handkraft und Herzfrequenz ergĂ€nzen das Bild, und erst die Kombination macht sichtbar, welcher Spieler heute welche IntensitĂ€t vertrĂ€gt. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen, welche Werte Sie erheben, wie Sie muskulĂ€re Dysbalancen frĂŒh erkennen und wie Sie daraus konkrete Trainingsanpassungen ableiten. Leitfaden Belastungssteuerung jetzt sichern

Zum Einsatz kommen regelmĂ€ĂŸige Blut- und Speicheltests zur Bestimmung von Hormon-, Eisen- und EntzĂŒndungswerten sowie Herzfrequenzmessungen und Handkrafttests. Diese Daten ermöglichen eine individualisierte Steuerung der TrainingsintensitĂ€t, um Überlastungen und Infektionen frĂŒhzeitig zu erkennen.

WĂ€hrend strukturelle Verletzungen wie Kreuzbandrisse dadurch nur bedingt beeinflussbar bleiben, konnte insbesondere die Quote der Muskelverletzungen trotz einer Belastung von ĂŒber 50 Pflichtspielen pro Saison signifikant gesenkt werden.

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