Calcium und Vitamin D: Kombiniert senken sie Hüftfrakturen um 16%
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 10:41 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Rund 66.000 Menschen beteiligten sich an der Online-Wahl der Organisation Foodwatch. 39,2 Prozent der Stimmen entfielen auf das Produkt.
Damit setzte sich LaVita gegen andere nominierte Lebensmittel durch. Ein Backpulver für Heißluftfritteusen erhielt 21,9 Prozent der Stimmen, ein Matcha-Mango-Joghurt kam auf 20,8 Prozent.
Kritik an Preis und Zusammensetzung
Im Zentrum der Kritik steht das Verhältnis von Inhalt und Preis. Das Konzentrat besteht zu rund 70 Prozent aus Fruchtsaftkonzentrat und ist mit 26 isolierten Vitaminen angereichert. Der Verkaufspreis: 50 Euro pro 0,5-Liter-Flasche. Das entspricht einem Literpreis von 100 Euro.
Verbraucherschützer bemängeln zudem die Werbestrategie. Das Produkt werde als natürliche Gesundheitslösung dargestellt, obwohl die Vitamine teilweise hoch dosiert und isoliert zugesetzt seien.
Der Hersteller wies die Vorwürfe zurück. Die Bezeichnung als Mikronährstoffkonzentrat sei branchenüblich, der Portionspreis liege bei etwa einem Euro. Allerdings kündigte das Unternehmen an, die Bewerbung als „Saubertrank“ einzustellen. Auch den Slogan „Fit fürs Leben“ will man rechtlich prüfen lassen.
Calcium und Vitamin D: Belegter Nutzen
Die kombinierte Einnahme von Calcium und Vitamin D senkt das Risiko für Hüftfrakturen um 16 Prozent – das belegt eine aktuelle kanadische Metaanalyse. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Bedarf decken und dabei überteuerte Mischpräparate vermeiden. Kostenlosen Studien-Report anfordern
Parallel zur Marketing-Debatte liefert die Wissenschaft positive Nachrichten. Eine im Juli veröffentlichte kanadische Metaanalyse untersucht die Wirkung von Calcium und Vitamin D auf die Knochengesundheit.
Die kombinierte Einnahme senkt das Risiko für Hüftfrakturen um 16 Prozent. Das Risiko für andere Frakturen reduziert sich um 9 Prozent. Die Expertin Thomasius bewertet diese Ergebnisse als bedeutend für die öffentliche Gesundheitsvorsorge.
Die Studie zeigt auch ökonomische Effekte. Schätzungen für Deutschland zufolge könnte bereits eine Reduktion der Hüftfrakturen um 0,3 Prozent jährliche Einsparungen zwischen 7,8 und 9,6 Millionen Euro bewirken.
Ruf nach strengeren Regeln
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Die aktuellen Entwicklungen verstärken die Forderungen nach einer strengeren Lebensmittelüberwachung. Während die Wirksamkeit einzelner Wirkstoffe wie Calcium und Vitamin D belegt ist, stehen hochpreisige Mischpräparate mit zahlreichen Inhaltsstoffen in der Kritik.
Verbraucherschützer fordern eine stärkere Regulierung, um eine „Gesundheits-Abzocke“ zu verhindern. Werbeaussagen müssten stets auf einer belastbaren wissenschaftlichen Grundlage stehen. Die Diskussion um den „Goldenen Windbeutel“ zeigt: Konsumenten reagieren zunehmend sensibel auf Preis-Leistungs-Verhältnis und Transparenz bei der Deklaration.
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