Chronische, Schmerzen

Chronische Schmerzen: Neues Cannabis-Medikament Exilby ab August

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 08:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de

EU-Projekt in Oldenburg optimiert Behandlungswege bei chronischen Schmerzen. Cannabis-PrÀparat Exilby kommt auf den Markt.

Fibromyalgie: Neue EU-Studie und Cannabis-Medikament Exilby
Abstrakte Darstellung von Vernetzung und Schmerzlinderung mit leuchtenden Linien und einer sanften, Ă€therischen Hand. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Statt reiner Medikamentengabe setzen Kliniken im Nordwesten auf vernetzte, ganzheitliche Modelle.

EU-Projekt in Oldenburg startet

Seit dem 13. Juli 2026 lĂ€uft ein neues EU-Projekt in Oldenburg. Es will die oft jahrelangen Behandlungswege bei Fibromyalgie verkĂŒrzen. Ziel: Eine bessere Koordination der Fachdisziplinen und mehr LebensqualitĂ€t fĂŒr Betroffene.

Auch die OsteMed Klinik in Bremervörde fĂ€hrt einen anderen Kurs. Dort arbeiten Ärzte verschiedener Fachrichtungen eng zusammen. Der Grund: Chronische Schmerzen sind komplex. Sie haben sowohl physische als auch psychische Ursachen – und lassen sich selten von einer Fachrichtung allein behandeln.

Cannabis-Medikament kommt auf den Markt

Ende August 2026 startet die MarkteinfĂŒhrung von Exilby in Deutschland und Österreich. Es ist das erste cannabisbasierte Medikament (THC/CBD), das speziell gegen chronische Schmerzen zugelassen wurde. Parallel lĂ€uft eine Phase-3-Studie in den USA mit 810 Patienten, um die Wirksamkeit weiter zu untermauern.

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Technik gegen Nervenschmerzen

Neben Medikamenten gewinnen gerĂ€tegestĂŒtzte Verfahren an Bedeutung. Das System ZenoWell Luna Plus nutzt transkutane Vagusnervstimulation (taVNS) – kombiniert mit KI-gestĂŒtztem Coaching. Erste Studien deuten auf entzĂŒndungshemmende Effekte hin. Das könnte vor allem Patienten mit chronischen Schmerzsyndromen helfen.

HĂŒrden bei Rente und Diagnose

Trotz medizinischer Fortschritte bleibt die rechtliche Anerkennung schwierig. Ein Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen (L 8 R 219/24) zeigt: Chronische Schmerzen mĂŒssen im Vollbeweis stehen. Subjektive Angaben reichen nicht. Im konkreten Fall wurde die Klage abgewiesen – eine leichte TĂ€tigkeit von sechs Stunden tĂ€glich galt als zumutbar.

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Die Forschung liefert derweil neue ErklĂ€rungen fĂŒr verwandte Erkrankungen wie ME/CFS. Hirnautopsien aus den Niederlanden (Ergebnisse von 2025) zeigten bei Betroffenen eine stark reduzierte Anzahl an CRH-Neuronen im Hypothalamus. Das deutet auf eine dauerhafte Störung der HPA-Achse hin – der Hormonachse zwischen Hypothalamus, Hypophyse und Nebennierenrinde. Die Ergebnisse sind noch vorlĂ€ufig, könnten aber langfristig zu einer besseren Diagnostik beitragen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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