Chronische Schmerzen: TAPE-Methode ersetzt Gelenkoperation
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 20:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Viele Betroffene haben einen jahrelangen Leidensweg hinter sich. Neue Verfahren wie die transarterielle periartikuläre Embolisation (TAPE) und verbesserte Nachsorgekonzepte sollen die Versorgung nun nachhaltig verbessern.
Minimalinvasive Alternative zum Gelenkersatz
Die TAPE-Methode gewinnt als Alternative zur klassischen Operation bei Arthrose an Bedeutung. Das Verfahren kam bereits bei über 200 Eingriffen zum Einsatz. Experten des RoMed-Klinikums Rosenheim – darunter Prof. Dr. Gunnar Tepe, Dr. Martin Primbs und Prof. Dr. Christian Zeckey – stellen die Methode am 22. Juli 2026 bei einer Informationsveranstaltung vor.
Parallel dazu treibt die Forschung neue Injektionslösungen voran. Ein Team entwickelte ein Hydrogel auf Hyaluronsäure-Basis, versetzt mit jodhaltigem Kontrastmittel. Das macht das Gel über Wochen per Röntgen oder CT sichtbar – die Therapie lässt sich in Echtzeit überwachen. In Tierversuchen verlangsamte sich der Knorpelabbau. Klinische Studien am Menschen sind in Vorbereitung.
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Schneller genesen nach Gelenkersatz
Ist ein Gelenkersatz unumgänglich, setzen Kliniken auf spezialisierte Behandlungspfade. Das Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum in Berlin nutzt ein „Enhanced-Recovery-Konzept“ für Knie- und Hüftoperationen. Chefarzt Dr. Heiko Spank setzt auf eine mehrwöchige Vorbereitung (Prehabilitation), minimalinvasive Eingriffe und frühe Mobilisation – bereits am Tag nach der OP. Die vollständige Genesung dauert rund drei Monate.
Auch die minimalinvasive Gelenkchirurgie (Arthroskopie) wird kontinuierlich ausgebaut. Über Möglichkeiten bei Knorpelschäden informiert Oberarzt Carlos Rueda Martinez Anfang Januar 2027 in Bad Kreuznach.
Beratung und Prävention in der Fläche
Um die Versorgungslage zu verbessern, setzen Akteure auf grenzüberschreitende Projekte. Das EU-Vorhaben „xPEDition“ der Universitätsmedizin Oldenburg und der Universität Groningen klärt in der Ems-Dollart-Region auf. Ziel: die durchschnittlich sieben Jahre langen Leidenswege durch bessere Information verkürzen.
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Neue Anlaufstellen entstehen:
- Ab dem 15. Juli 2026 bietet das Marienhospital Gelsenkirchen mittwochs eine kostenlose Lotsen- und Beratungsstelle.
- Die Deutsche Rheuma-Liga überarbeitete ihre Ratgeber zu Arthrose, Rheumatoider Arthritis und Gelenkschutz.
- In Regensburg informierte die OTH Anfang Juli über Bluthochdruckprävention und Sturzsicherheit.
Patrizia Frank referiert im August 2026 in Rüsselsheim-Bauschheim über Bewegung für ältere Menschen. International bietet das Programm „Gente de Fibra“ in Brasilien multidisziplinäre Unterstützung – Anmeldungen sind bis zum 24. Juli 2026 möglich.
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