Codex Micro: OpenAI bringt erste Hardware-Tastatur für KI-Agenten
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 02:24 Uhr, Redaktion boerse-global.de
OpenAI hat erstmals ein eigenes Hardware-Produkt auf den Markt gebracht. Die Codex Micro ist eine Minitastatur zur Steuerung autonomer KI-Agenten.
Am Dienstag startete der Verkauf der Codex Micro, einem kompakten Eingabegerät, das in Zusammenarbeit mit dem Designstudio Work Louder entstand. Die auf 230 US-Dollar (etwa 210 Euro) taxierte Tastatur richtet sich an professionelle Nutzer der Codex-Plattform und ist als limitierte Sonderedition konzipiert.
Physische Kontrolle für KI-Workflows
Das Herzstück des Geräts sind 13 mechanische Schalter, die wahlweise mit klickendem oder leisem Anschlag erhältlich sind. Hinzu kommen ein Drehregler, ein Joystick und ein Touch-Sensor. Die Verbindung zum Rechner erfolgt per Bluetooth oder USB-C, die Konfiguration läuft über die ChatGPT-Desktop-Anwendung.
Besonders ins Auge fällt das visuelle Feedback-System: Sechs matte Tasten mit RGB-LEDs zeigen den Status der KI-Prozesse an. Weiß signalisiert Bereitschaft, Blau bedeutet aktives Nachdenken, Grün steht für abgeschlossene Aufgaben. Bei Eingreifbedarf leuchten die Tasten bernsteinfarben oder orange, Rot zeigt einen Ausführungsfehler an.
Die physischen Bedienelemente sind direkt mit Softwarefunktionen verknüpft. Der Drehregler steuert die Denktiefe der KI, der Joystick navigiert durch komplexe Arbeitsabläufe. Eigene Tasten sind für Sprachbefehle, neue Chats und das Annehmen oder Ablehnen von KI-Vorschlägen reserviert. 32 austauschbare Tastenkappen erlauben individuelle Anpassungen.
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Limitierte Auflage und Auslieferung
OpenAI und Work Louder betonen den exklusiven Charakter der Zusammenarbeit. Die Bestellungen starteten am 15. Juli, die Verfügbarkeit ist auf den vorhandenen Bestand beschränkt. Erste Auslieferungen sollen noch im Juli beginnen, möglicherweise ab dem 24. Juli.
Das Gehäuse aus CNC-gefrästem Aluminium und Polycarbonat mit durchscheinender Hülle setzt die Beleuchtungseffekte gekonnt in Szene. Entwickelt wurde das Gerät für Entwickler, die regelmäßig mehrere KI-Agenten parallel betreiben und eine physische Kontrollinstanz benötigen.
Größere Pläne und rechtliche Hürden
Die Codex Micro ist nur der Auftakt einer ambitionierten Hardware-Strategie. Bereits einen Tag vor dem Launch wurden Berichte bekannt, wonach OpenAI an einem bildschirmlosen Smart-Speaker arbeitet – einem menschenähnlichen KI-Begleiter. An dem Projekt sollen ehemalige Apple-Ingenieure und Designer Jony Ive beteiligt sein. Eine Vorstellung wird für Ende 2026 erwartet, der breite Marktstart für 2027.
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Diese Expansion in die Hardware-Welt erfolgt vor dem Hintergrund eines Rechtsstreits mit Apple. Der iPhone-Konzern verklagt OpenAI wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen. Im Kern geht es um die Abwerbung ehemaliger Apple-Mitarbeiter und die mutmaßliche Nutzung geschützter Technologien. Trotz der juristischen Auseinandersetzung treibt OpenAI seine Pläne voran, KI-Modelle in eigene physische Geräte zu integrieren.
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