Copilot, Cowork

Copilot Cowork: Microsoft berechnet KI-Agenten ab sofort separat

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 09:22 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft fĂŒhrt nutzungsabhĂ€ngige KI-Agenten ein, erhöht Lizenzpreise und priorisiert eigene Modelle gegenĂŒber OpenAI.

Microsoft treibt KI-Strategie mit Copilot Cowork und neuen Preisen voran
Ein stilisiertes KI-Assistenten-Symbol, integriert mit Microsoft 365-Anwendungssymbolen, das Copilot-FunktionalitĂ€t und Nutzererfahrung darstellt. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Der Softwarekonzern treibt seine KI-Strategie radikal voran – und stellt Unternehmen die Rechnung dafĂŒr.

Microsoft verabschiedet sich vom klassischen KI-Assistenten. Stattdessen setzt der Konzern auf sogenannte „Agentic AI" – Software, die eigenstĂ€ndig komplexe Aufgaben ĂŒber mehrere Anwendungen hinweg erledigt. Der neue Copilot Cowork arbeitet selbststĂ€ndig in Outlook, Teams, Excel und PowerPoint. Seit dem 1. Juli 2026 berechnet Microsoft diese FĂ€higkeiten nutzungsabhĂ€ngig – zusĂ€tzlich zu den bestehenden LizenzgebĂŒhren pro Nutzer.

Erste Großkunden testen die neue KI-Generation

Der britische Paketdienst Evri fungiert als einer der ersten Testkunden fĂŒr die erweiterten Funktionen. Das Unternehmen setzt 6.000 Lizenzen des im Mai 2026 eingefĂŒhrten Microsoft 365 E7-Bundles ein. Dieses Paket vereint Copilot, Agent 365 und die Entra Suite. Evri hatte zuvor bereits mehrere Millionen Pfund in KI investiert, um Dutzende Prozesse zu automatisieren. Nun evaluiert der Logistiker gesteuerte KI-Agenten fĂŒr den tĂ€glichen Betrieb.

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Weitere Neuerungen folgen im August 2026: Microsoft Teams wird dann automatisch KI-Archivdateien fĂŒr berechtigte Besprechungen erstellen. Diese Dateien sollen kĂŒnftigen Copilot-Versionen und KI-Moderationstools als Grundlage dienen. Die Speicherung erfolgt ĂŒber die SharePoint-Umgebungen der Kunden.

Wenn die Informationsflut zum Problem wird

Mit der wachsenden KomplexitĂ€t der Plattform wachsen auch die Herausforderungen. Ein formelles Feedback-Programm mit 150 neurodivergenten Mitarbeitern förderte zutage: Microsoft 365 Copilot ĂŒberfordert Nutzer gelegentlich mit schierer Informationsmenge.

Die Entwicklungsteams arbeiten nun an granularen Detailkontrollen, adaptiver Personalisierung und intelligenteren Standardeinstellungen. Die Funktionen sind noch nicht veröffentlicht – doch die Initiative signalisiert einen Designwechsel hin zu „kognitiver Leichtigkeit". Ziel ist es, die Datenflut fĂŒr Anwender beherrschbar zu machen.

FĂŒr Entwickler und Datenanalysten erweitert Microsoft parallel das Ökosystem mit dem Copilot Agent Kit. Dieses Toolkit, verwaltet ĂŒber Copilot Studio, bietet Governance- und Testkomponenten. Dazu gehören ein Agent Insights Hub und automatisierte Testpipelines. Organisationen können damit maßgeschneiderte Agenten bauen, die per natĂŒrlicher Sprache auf interne Daten zugreifen.

Abschied von der OpenAI-ExklusivitÀt

Am 14. Juli 2026 wies die Microsoft-FĂŒhrung die Vertriebsteams an, eigene KI-Modelle gegenĂŒber denen von OpenAI, Google und Anthropic zu priorisieren. Die Botschaft: Ein Komplettsystem biete bessere Sicherheit und Integration als Einzellösungen verschiedener Anbieter. CEO Satya Nadella warnte Unternehmen davor, durch die Nutzung externer KI-Labore sensible GeschĂ€ftsdaten preiszugeben.

Dieser interne Kurswechsel folgt auf die Neuverhandlung der Partnerschaft mit OpenAI Anfang des Jahres. Die ExklusivitĂ€t zwischen beiden Firmen endete. Um das Argument des „vollstĂ€ndigen Systems" zu untermauern, hat Microsoft KI in die eigenen SicherheitsablĂ€ufe integriert. Das Ergebnis: ein Rekord-Patch-Tuesday im Juli 2026. Der Konzern schloss 570 SicherheitslĂŒcken – fast dreimal so viele wie im Vormonat.

Darunter befanden sich drei Zero-Day-Schwachstellen und ein kritischer Fehler in Copilot mit der Kennung CVE-2026-48561 (Schweregrad 9,6). Sicherheitsexperten betonen: KI-gestĂŒtzte Entdeckungswerkzeuge verĂ€ndern die Risikolandschaft fĂŒr Unternehmenssoftware grundlegend.

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Höhere Preise, technische Pannen

Die erweiterten Funktionen haben ihren Preis. Seit dem 1. Juli 2026 zahlen GeschĂ€ftskunden fĂŒr Business Standard monatlich 14,00 Euro statt 12,50 Euro. E3-Lizenzen stiegen von 36,00 auf 39,00 Euro. Microsoft begrĂŒndet die Anpassungen mit dem erweiterten Zugang zu Copilot Chat, verbesserten Sicherheitsfunktionen und besserem GerĂ€temanagement.

Der Rollup der jĂŒngsten Updates verlief jedoch nicht reibungslos. Microsoft blockierte ein Windows-11-Sicherheitsupdate auf bestimmten Dell-GerĂ€ten. Grund: ein Treiberkonflikt mit Intel-Prozessoren. Das Problem fĂŒhrte zu unerwarteten AbstĂŒrzen und Überhitzung bei bestimmten Laptop-Modellen. Eine Lösung wird in den kommenden Tagen erwartet. Nicht-Dell-GerĂ€te sind nicht betroffen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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