DocSpace, KI-Assistent

DocSpace 3.7: KI-Assistent schreibt jetzt ganze Dokumente

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 01:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der Open-Source-Anbieter OnlyOffice integriert KI in seine Suite und bleibt trotz Konkurrenz eigenständig.

OnlyOffice: KI-Update und Unabhängigkeit von Microsoft und Google
Stilisiertes, leuchtendes digitales 'O'-Symbol ĂĽber einem Laptop mit Dokumenteneditor im Dark Mode, dahinter verschwommene globale Stadtsilhouette. Illustration mit AI erstellt ĂĽbermittelt durch boerse-global.de

Das Unternehmen mit Wurzeln in Riga hat sich seit seiner Gründung 2009 konsequent gegen Übernahmen gewehrt. Stattdessen setzt der Open-Source-Entwickler auf ein dezentrales Team in 24 Ländern mit acht Regionalbüros – von London über Dallas bis Shanghai. Zum 16. Geburtstag am Donnerstag folgte nun der nächste Schritt: eine umfassende KI-Integration.

KI-Assistent schreibt jetzt ganze Dokumente

Die zeitgleich veröffentlichten Versionen DocSpace 3.7 und Docs 9.4 erlauben es Nutzern, DOCX-Dateien, PDF-Formulare und PPTX-Präsentationen direkt über einen KI-Chat zu generieren. Das Besondere: Die Plattform unterstützt eine breite Palette von KI-Anbietern – darunter OpenAI, Mistral, Anthropic, DeepSeek und Google Gemini. Unternehmen können also ihren bevorzugten Dienst wählen, statt an einen Anbieter gebunden zu sein.

DocSpace 3.7 bringt zudem ein verbessertes Formularmanagement mit. Daten lassen sich jetzt in externe Datenbanken exportieren, ein eigener PDF-Formular-Editor ist ebenfalls an Bord. Aus Sicherheitsgründen können Administratoren externe Links unterbinden und zeitliche oder nutzerbezogene Begrenzungen für Einladungslinks festlegen.

Dark Mode und neue Funktionen fĂĽr Tabellenfreunde

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Die Kern-Editoren in Version 9.4 erhalten einen „Dark Document Mode" für Tabellenkalkulationen sowie einen eigenen Reiter für Diagrammgestaltung. Auch horizontale Linien sind neu. Die Software bleibt flexibel: Cloud, On-Premises oder Hybrid – alles ist möglich.

Für Unternehmen, die auf Plattformen wie Odoo, Moodle, ownCloud oder Confluence setzen, bietet die Suite direkte Integrationen. Sicherheitstechnisch setzt der Hersteller auf JSON Web Tokens (JWT), HTTPS und Audit-Logs – Voraussetzung für die Einhaltung der DSGVO.

Wachstum durch internationale Talente

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CEO Lev Bannov, der von der Türkei aus führt, hat das Netzwerk auf 438 Community-Übersetzer ausgebaut, die 45 Sprachversionen betreuen. Ein 2024 gestartetes Praktikumsprogramm zeigt Wirkung: Über 30 Absolventen aus acht Ländern – darunter Algerien, Brasilien, Indien, Nepal und Griechenland – haben das Team verstärkt. Die Reichweite des Unternehmens erstreckt sich nun auf 32 Länder.

Die Entwicklung bleibt rasant. Erst am Vortag waren die Versionen DocSpace 3.5 und 3.6 sowie Docs 9.2 thematisiert worden. Der Wettbewerb im Markt für Open-Source-Bürosoftware ist hart: Erst am 8. Juli veröffentlichte Konkurrent Collabora Office seine Desktop-Version 26.04 – ebenfalls als Alternative zu Microsoft Office positioniert.

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