E-Zigaretten: Studie belegt vierfach erhöhtes Lungenkrebs-Risiko
Veröffentlicht: 29.06.2026 um 19:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Eine aktuelle australische Übersichtsarbeit zeigt: Nikotinhaltige Vapes können wahrscheinlich Lungen- und Mundkrebs verursachen. Gleichzeitig plant die Politik drastische Steuererhöhungen für Wasserpfeifentabak.
Krebserregende Stoffe im Dampf
Die im Juni 2026 veröffentlichte Studie identifizierte in den Aerosolen der Geräte verschiedene krebserregende Substanzen. Dazu zählen flüchtige organische Verbindungen und Metalle. Besonders alarmierend: Wer sowohl herkömmliche Zigaretten als auch E-Zigaretten konsumiert, hat ein vierfach erhöhtes Risiko für Lungenkrebs.
Experten fordern daher frühzeitige Präventionsmaßnahmen. Der sogenannte Dual Use sei besonders gefährlich – und in der Praxis weit verbreitet.
Gefahren jenseits des Nikotins
Doch nicht nur das Nikotin macht Probleme. Weitere Untersuchungen vom Juni 2026 zeigen: Die Aerosole enthalten Metalle, Nanopartikel und Aromastoffe wie Diacetyl und Zimtaldehyd. Diese Stoffe lösen oxidativen Stress, Entzündungen und mitochondriale Dysfunktionen aus.
Die Folgen reichen von Lungenschäden über Herz-Kreislauf-Probleme bis hin zu möglichen neurologischen Entwicklungsschäden. Forscher kritisieren: Eine reine Nikotin-Regulierung greift viel zu kurz.
Shisha-Tabak wird drastisch teurer
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Parallel zu den Gesundheitswarnungen kommt eine Steuerwelle auf Wasserpfeifen-Fans zu. Der Plan: Schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer von derzeit 56 Euro pro Kilogramm auf 188,46 Euro bis 2030. Schon im Januar 2027 soll sich der Betrag fast verdoppeln.
Branchenverbände rechnen mit Preisen von bis zu 300 Euro pro Kilogramm – aktuell liegt der Preis bei rund 139 Euro. Die Folge: eine weitere Zunahme des Schwarzmarkts. Bereits zwischen 2022 und 2024 entfielen rund 80 Prozent des Marktes auf illegale Produkte. In Deutschland gibt es etwa 1,5 Millionen Shisha-Konsumenten.
Rauchen bleibt der größte vermeidbare Risikofaktor
Weltweit sterben jährlich 7,7 Millionen Menschen an den Folgen des aktiven Rauchens, weitere 1,3 Millionen an Passivrauchen. In Deutschland sind es 131.000 bis 145.000 Todesfälle pro Jahr. Raucher haben ein um 65 Prozent höheres Herzinfarktrisiko. Besonders erschreckend: Rund 80 Prozent der Herzinfarkte bei Menschen unter 45 Jahren gehen auf das Rauchen zurück.
Die gute Nachricht: Wer aufhört, profitiert schnell. Bereits zwei bis fünf Jahre nach dem Rauchstopp nähert sich das Risiko wieder dem von Nichtrauchern an.
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Auch die Zähne geben Hinweise
Eine aktuelle Kohortenstudie mit über 90.000 Teilnehmern zeigt zudem: Regelmäßige Zahnarztbesuche senken systemische Risiken. Entzündungen im Mundraum wie Parodontitis werden mit Herzinfarkten und Demenz in Verbindung gebracht. Schätzungen zufolge ließen sich zwei bis vier Prozent dieser Erkrankungen vermeiden, wenn der Zugang zur Zahnmedizin nicht an finanziellen Hürden scheitern würde.
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