Endometriose, Studie

Endometriose: Studie belegt erhöhtes Krebsrisiko bei Patientinnen

Veröffentlicht: 02.07.2026 um 19:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Fast 13.200 betroffene Frauen in Sachsen-Anhalt 2024 gemeldet. Experten fĂŒhren den Anstieg auf verbesserte Erkennungsmethoden zurĂŒck.

Endometriose-FĂ€lle in Sachsen-Anhalt: Bessere Diagnosen als Ursache
Eine abstrakte, leuchtende Darstellung weiblicher Fortpflanzungsorgane, durchzogen von Datenmustern, symbolisiert medizinische Diagnostik und Forschung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

200 gestiegen. Das zeigt der aktuelle Barmer-Arztreport. Hinter dem Anstieg steckt vor allem eine bessere Erkennung der Krankheit.

Bessere Diagnosen statt mehr Erkrankungen

Fast 13.200 betroffene Frauen meldete das Bundesland fĂŒr 2024. „Die Zunahme hĂ€ngt maßgeblich mit einer besseren Erkennung zusammen“, erklĂ€rte Birgit Dziuk von der Barmer. Die GynĂ€kologin Dr. Irina Pfeifer bestĂ€tigt: Das gestiegene Bewusstsein fĂŒr Endometriose fĂŒhre dazu, dass Symptome frĂŒher und prĂ€ziser zugeordnet werden.

Endometriose zĂ€hlt zu den hĂ€ufigsten gynĂ€kologischen Erkrankungen. SchĂ€tzungsweise zehn Prozent der Frauen im gebĂ€rfĂ€higen Alter sind betroffen. Dabei wachsen gewebeĂ€hnliche Zellen der GebĂ€rmutterschleimhaut außerhalb der GebĂ€rmutterhöhle. Die Folgen: chronische Schmerzen und oft eingeschrĂ€nkte Fruchtbarkeit.

Krebsrisiko im Fokus der Forschung

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Neben Hormonen, dem Immunsystem und genetischen Faktoren untersuchen Forscher auch langfristige Gesundheitsrisiken. Eine schwedische Registerstudie der Gruppe um Moberg aus dem Jahr 2026 zeigt: Patientinnen mit Endometriose haben ein erhöhtes Risiko fĂŒr Ovarial- und Mammakarzinome. Besonders im Jahr der Erstdiagnose fiel die statistische AuffĂ€lligkeit auf.

Klinik lÀdt zur Informationsveranstaltung

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Angesichts der steigenden Fallzahlen wĂ€chst der Beratungsbedarf. Das Delme Klinikum Delmenhorst reagiert mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 9. Juli 2026. ChefĂ€rztin Dr. Katharina LĂŒdemann will ĂŒber aktuelle Diagnosemethoden und Therapiemöglichkeiten sprechen.

Die verbesserten Diagnosezahlen in Sachsen-Anhalt deuten auf eine bessere Erfassung hin. Doch die Erforschung der Ursachen bleibt ein zentrales Feld der GynÀkologie.

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