Fermentierte, Lebensmittel

Fermentierte Lebensmittel: Bis zu 39% weniger Sterblichkeit

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 19:03 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studien untersuchen Kreatin gegen Tumore und MSM bei Gelenkschmerzen. Zoll warnt vor illegalen Importen von Abnehmspritzen.

Kreatin gegen Krebs? Neue Forschung zu Nahrungsergänzungsmitteln
Nahaufnahme verschiedener Nahrungsergänzungsmittel in Kapseln und Pulvern, mit wissenschaftlichen Dokumenten im unscharfen Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Neue Studien aus dem Jahr 2026 untersuchen das Potenzial bekannter Fitnesspräparate, während Zollbehörden vor einer Welle illegaler Importe warnen. Gleichzeitig rücken fermentierte Lebensmittel als natürliche Alternative zu Medikamenten in den Fokus.

Kreatin gegen Krebs? Forschung liefert erste Hinweise

Forscher der UCLA haben eine überraschende Entdeckung gemacht. Ihre im Fachjournal iScience veröffentlichte Studie zeigt, dass Kreatin – bekannt als Fitnesspräparat – die Energieversorgung dendritischer Zellen verbessert. Diese Immunzellen sind entscheidend für die Aktivierung von T-Zellen, die Tumore bekämpfen.

Im Tierversuch verlangsamte die Gabe von Kreatin das Wachstum von Melanomen bei Mäusen. Der Grund: Die ATP-Speicher in den Immunzellen wurden erhöht. Klinische Studien am Menschen stehen aber noch aus. Fachleute raten Krebspatienten derzeit von einer eigenständigen Anwendung ab.

Schwefelverbindungen: MSM gegen Gelenkschmerzen

Eine weitere Substanz aus dem Sportbereich rückt in den Fokus: Methylsulfonylmethan (MSM). Die organische Schwefelverbindung soll Gelenkschmerzen lindern, Entzündungen reduzieren und die Muskelregeneration beschleunigen.

Wissenschaftliche Analysen zeigen: Eine Dosierung von bis zu sechs Gramm pro Tag gilt als sicher. Nebenwirkungen treten selten auf. MSM wird zudem ein positiver Effekt auf die Hautgesundheit und sogar potenziell krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben.

Sauerkraut statt Ozempic? Fermentierte Lebensmittel im Trend

Im Bereich des Gewichtsmanagements diskutieren Forscher zunehmend über natürliche Alternativen zu pharmazeutischen GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Ozempic. Ein wissenschaftlicher Review im Journal of Food Science aus dem Jahr 2025 untersuchte das Potenzial fermentierter Lebensmittel.

Sauerkraut, Kimchi und Joghurt können die körpereigene Produktion des Hormons GLP-1 stimulieren. Dieses Hormon ist maßgeblich an der Appetitregulierung beteiligt.

Anzeige

Die Wissenschaft zeigt: Fermentierte Lebensmittel können die Gesamtmortalität um bis zu 39% senken und die körpereigene GLP-1-Produktion anregen – eine natürliche Alternative zu Ozempic. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Report, welche 3 Lebensmittel entscheidend sind und wie Sie Ihre Ernährung Schritt für Schritt umstellen. Jetzt Report anfordern

US-Gesundheitsminister Kennedy berichtete von signifikanten Gewichtsverlusten durch eine entsprechende Ernährungsumstellung. Eine große Beobachtungsstudie deutet zudem darauf hin, dass der regelmäßige Verzehr fermentierter Lebensmittel die Gesamtmortalität um bis zu 39 Prozent senken könnte.

Das Bundeszentrum für Ernährung bremst die Euphorie jedoch: Die derzeitige Evidenz sei unzureichend, um fermentierte Lebensmittel als vollwertigen Medikamentenersatz einzustufen.

Die Industrie verzeichnet derweil steigende Nachfrage. Das Unternehmen Hengstenberg meldet für 2026 zunehmende Verkäufe von Sauerkraut. Parallel dazu häufen sich die Meldungen über Nebenwirkungen bei medikamentösen Abnehmhilfen. Die Anrufe bei Giftnotrufen stiegen von 1.500 im Jahr 2021 auf rund 8.000 im Jahr 2023.

Zoll warnt vor illegalen Importen

Angesichts der steigenden Nachfrage schlagen Behörden Alarm. Das Hauptzollamt Karlsruhe zog in seiner Bilanz für 2025 rund 1.400 Produkte aus dem Verkehr. Insgesamt wurden 1.700 Sendungen überprüft.

Häufig handelte es sich um Potenzmittel oder Abnehmspritzen aus Drittländern, die fälschlicherweise als Lebensmittel deklariert waren. Die Zollbehörden beobachten eine leicht steigende Tendenz und setzen verstärkt auf Präventionsmaßnahmen.

Seriöse Anbieter reagieren mit umfassenden Zertifizierungsprogrammen. So lässt etwa der Anbieter Moleqlar seit 2023 sämtliche Chargen von Produkten wie Alpha-Liponsäure oder Ashwagandha in unabhängigen, nach ISO/IEC 17025 akkreditierten Laboren prüfen. Die Kölner Liste dient zudem der Doping-Prävention im Leistungssport.

Prävention statt Pillen: Zuckersteuer und Früherkennung

Anzeige

Immer mehr Menschen suchen nach natürlichen Alternativen zu Abnehmspritzen – doch nicht jedes Mittel ist sicher. Der Zoll warnt vor illegalen Importen. Unser Report zeigt Ihnen, wie Sie mit fermentierten Lebensmitteln sicher abnehmen und welche Nahrungsergänzungsmittel geprüft sind. Sicheren Abnehmplan jetzt anfordern

Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) schlägt Alarm: Über 20 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Fettleber, bis zu eine Million leiden an Leberzirrhose. Die Experten fordern eine stärkere Integration der Leberdiagnostik in den regulären Gesundheits-Check-up.

Zur Unterstützung der Prävention ist für 2028 die Einführung einer Zuckersteuer geplant. Schätzungen zufolge könnten durch diese Maßnahme jährlich rund 170 Millionen Euro eingespart werden. Ziel ist es, chronischen Erkrankungen wie Adipositas und Leberentzündungen frühzeitig entgegenzuwirken und die Abhängigkeit von Medikamenten zu verringern.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69761405 |