Google Sheets: Gemini füllt Spalten mit 94% Genauigkeit
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 23:44 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Sowohl Google als auch Microsoft haben ihre Tabellenkalkulationsprogramme mit neuen KI-Funktionen ausgestattet, die Anwendern stundenlange manuelle Arbeit ersparen sollen.
Gemini erobert Google Sheets
Seit Anfang Juli 2026 rollt Google die Funktion „Fill with Gemini" für Workspace-Abonnenten der Business- und Enterprise-Tarife aus. Das Tool befüllt ganze Spalten per Drag-and-Drop oder auf Basis von Textbefehlen. Die interne Erfolgsquote liegt bei einfachen Datenabfragen bei beeindruckenden 94 Prozent – sinkt jedoch bei komplexen Aggregationen auf rund 33 Prozent. Google empfiehlt daher eine 60-sekündige Stichprobe zur Überprüfung der Ergebnisse.
Die Zeitersparnis ist enorm: Rund 89 Prozent der Nutzer berichten von mindestens einer Stunde weniger Arbeit pro Woche. Parallel testet Google im Alpha-Stadium „Sheets Canvas" sowie einen KI-Agenten für mehrstufige Aktionen. Der Zugang kostet 28 Euro pro Nutzer und Monat.
Auch OpenAI hat seine ChatGPT-Integration für Microsoft Excel und Google Sheets erweitert. Nutzer können nun per natürlicher Sprache komplexe Tabellen erstellen, aktualisieren und interpretieren.
Altbekannte Grenzen und neue Workarounds
Trotz aller KI-Euphorie kämpfen Profis weiterhin mit hartnäckigen Einschränkungen in Excel. Seit der Version 2010 lässt sich die bedingte Formatierung nicht automatisch über mehrere Tabellenblätter hinweg anwenden. Als Ausweg bleiben Makros, der „Format übertragen"-Pinsel oder manuelles Kopieren.
Mit „Fill with Gemini“ sparen Sie ab sofort über eine Stunde pro Woche – bei 94% Genauigkeit. Unser Guide zeigt Ihnen die 60-Sekunden-Stichprobe, Makro-Alternativen und den Umstieg auf Python & Co. Jetzt kostenlosen Guide anfordern
Eine interessante Alternative bietet die Open-Source-Szene: Der terminalbasierte Excel-Viewer „xleak", programmiert in Rust, erreichte Ende Mai Version 0.2.6. Das Tool unterstützt Formate wie .xlsx und .ods, bietet Volltextsuche und Formelanzeige – ein Segen für Kommandozeilen-Fans.
Zertifizierung als Karrierebooster
Die Nachfrage nach echten Excel-Experten bleibt hoch. Erst Anfang Juli suchte das Union College Dozenten für Microsoft-Excel-365-Zertifizierungen auf Associate-Niveau (MO-210) und Experten-Niveau (MO-211). Voraussetzung: umfangreiche Praxiserfahrung und eigene Zertifikate.
Doch der Trend geht über reine Tabellenkalkulation hinaus. Immer mehr Unternehmen ersetzen Excel-zentrierte Prozesse durch Workflows mit Python, Power Query, SQL und Robotic Process Automation (RPA). Besonders in Schwellenländern wie Simbabwe setzen Organisationen darauf, manuelle Fehler in der Finanzberichterstattung zu reduzieren.
Windows-Update bringt Turbo für Datenarbeiter
Komplexe Aggregationen in Google Sheets? Die KI-Genauigkeit sinkt auf 33%. Unser Guide liefert konkrete Workarounds: von bedingter Formatierung über Blätter hinweg bis zu Power Query und RPA als Excel-Ersatz. Workaround-Guide jetzt sichern
Pünktlich zum heutigen Dienstag veröffentlichte Microsoft die monatlichen Kumulativ-Updates KB5101650 und KB5099414. Sie schließen 571 Sicherheitslücken und bringen Leistungsverbesserungen für den Datei-Explorer.
Noch wichtiger für Tabellen-Profis: Die Windows-Suche wird im Rahmen der Initiative „Windows K2" grundlegend überarbeitet. Die Neuerung priorisiert lokale Dateien und Anwendungen, während Werbeinhalte aus den Webergebnissen verschwinden. Die Suchfunktion erkennt künftig Tippfehler und findet Dateien bereits mit zwei Zeichen. Für Power-User bedeutet das: schnellerer Zugriff auf lokale Datensätze und ein aufgeräumterer Arbeitsalltag.
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