Griffkraft, PURE-Studie

Griffkraft: PURE-Studie mit 130.000 Probanden zeigt Herz-Schutz

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 14:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die PURE-Studie belegt: Griffkraft ist ein entscheidender Indikator für das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vorzeitigem Tod.

Griffkraft als Gesundheitsindikator: Neue Studien zu Muskeln und Langlebigkeit
Hände halten eine Reckstange, die Unterarme sind angespannt. Nahaufnahme, die Griffkraft und Muskulatur betont. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Einfache Eigengewichtsübungen wie der „Dead Hang“ stärken nicht nur den Oberkörper – sie könnten auch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.

Die großangelegte PURE-Studie, veröffentlicht im Fachmagazin The Lancet, untersuchte über 130.000 Probanden. Ergebnis: Die Griffkraft korreliert direkt mit der Sterblichkeit. Wer schwach zupackt, hat ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und frühen Tod.

So starten Sie richtig

Für den Einstieg reichen 15 Sekunden Hängen an der Stange. Steigern Sie die Dauer langsam – das stabilisiert Schultern und Rücken nachhaltig.

Muskelschwund: Die stille Gefahr

Im Alter schwindet die Muskulatur. Ärzte nennen das Sarkopenie. Die beste Waffe dagegen: eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining. Ein Orthopäde betont: Regelmäßigkeit ist entscheidend.

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Eine australische Studie aus Juli 2026 in Science Advances liefert neue Erkenntnisse. Das Enzym NOX4 spielt eine Schlüsselrolle bei der Muskelreparatur. Mit dem Alter sinkt der Spiegel – ebenso bei Inaktivität. In Tierversuchen normalisierte mehrwöchiges Lauftraining das NOX4-Niveau. Auch Sulforaphan, ein Stoff aus Brokkoli, zeigte positive Effekte auf Muskelmasse und Blutzucker.

Abnehm-Medikamente: Segen mit Nebenwirkung

Neue Präparate wie Tirzepatid und Semaglutid boomen. Doch die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin warnt: Sie reduzieren nicht nur Körperfett, sondern auch wertvolle Muskelmasse. Begleitendes Krafttraining und erhöhte Eiweißzufuhr sind daher Pflicht.

Bewegung schützt das Gehirn

Schon 3.000 Schritte täglich senken das Alzheimer-Risiko. Wie? Sie verlangsamen die Ablagerung von Tau-Proteinen im Gehirn. Eine 15-Jahres-Studie der Universität Ljubljana (2026) zeigt zudem: Die MIND-Diät reduziert das Demenzrisiko um bis zu 35 Prozent.

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Seit Mai 2026 gibt es einen EU-weit zugelassenen Bluttest mit über 90 Prozent Genauigkeit zur Früherkennung. Und Daten aus dem JAMA Network Open (Juni 2026) deuten darauf hin, dass SGLT2-Inhibitoren das Alzheimer-Risiko ebenfalls deutlich senken können.

Schokoladenduft für mehr Kraft?

Klingt ungewöhnlich, ist aber erforscht. Eine malaysische Studie in Frontiers in Physiology ließ 23 trainierte Männer vor dem Krafttraining den Duft von 90-prozentiger Zartbitterschokolade einatmen. Ergebnis: Sie steigerten ihre Wiederholungszahlen. Die Autoren bleiben vorsichtig – die Ergebnisse sind vorläufig.

Smarte Helfer fürs Training

Ein Hersteller bringt ein Springseil mit Bluetooth und integriertem Display auf den Markt. Es bietet verschiedene Trainingsmodi und übermittelt Daten direkt an eine App.

Neue Forschung: Wohlbefinden statt Gewicht

Im August 2026 startet an der Universität Gießen die EASE-Studie. Ihr Fokus liegt auf dem Wohlbefinden und der Reduktion von Stigmatisierung bei Adipositas – nicht nur auf der Gewichtsreduktion. Ein Paradigmenwechsel in der Adipositas-Forschung.

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