Krafttraining: 90–120 Minuten pro Woche senken Sterberisiko um 13%
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 09:08 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Neue Studien zeigen: Bereits 90 bis 120 Minuten Krafttraining pro Woche senken das Sterberisiko signifikant – und in Kombination mit Ausdauersport sogar um 45 Prozent.
Die optimale Dosis fĂĽr ein langes Leben
Eine Langzeitanalyse im British Journal of Sports Medicine wertete Daten von rund 150.000 Menschen über 30 Jahre aus. Das Ergebnis: Wer wöchentlich 90 bis 120 Minuten Krafttraining macht, senkt seine Gesamtmortalität um 13 Prozent. Die kardiovaskuläre Sterblichkeit sinkt um 19 Prozent, die neurologische – darunter Demenzerkrankungen – sogar um 27 Prozent.
Doch mehr ist nicht besser: Über zwei Stunden Krafttraining pro Woche bringt keinen zusätzlichen Nutzen für die Lebenserwartung. Die größte Wirkung erzielt eine Kombination: Krafttraining plus 150 Minuten aerober Aktivität, wie sie die WHO empfiehlt. Dann sinkt das Sterberisiko um rund 45 Prozent.
Warum Bewegung das Gehirn schĂĽtzt
Die Forschung zu „Super Movern“ liefert spannende Einblicke. Das sind Menschen über 80 Jahre, die die Gehgeschwindigkeit eines 50-Jährigen haben. Eine Studie in Neurology zeigt: Ihr Risiko für kognitive Beeinträchtigungen ist um 50 Prozent geringer.
Interessant: Autopsien belegen, dass diese Personen oft ähnliche Hirnschäden aufweisen wie Gleichaltrige – sie entwickeln nur seltener Symptome. Schon winzige Bewegungseinheiten im Alltag helfen. Sogenannte VILPA-Einheiten (Vigorous Intermittent Lifestyle Physical Activity) von durchschnittlich 4,4 Minuten intensiver Aktivität pro Tag senkten das Sterberisiko über sieben Jahre um bis zu 30 Prozent.
Wer sein Sterberisiko effektiv senken will, profitiert von den aktuellen Studienergebnissen: 90-120 Minuten Krafttraining pro Woche reduzieren das allgemeine Sterberisiko um 13%, das Demenzrisiko sogar um 27%. Dieser kostenlose Guide liefert Ihnen den exakten Trainingsplan und die optimale Kombination mit Ausdauersport. Jetzt kostenlosen Trainings-Guide anfordern
Der zelluläre Mechanismus hinter dem Muskelaufbau
Warum bauen wir mit zunehmendem Alter Muskeln ab? Forscher identifizierten das Enzym NOX4 als zentralen Faktor. Es wird bei Muskelkontraktionen produziert und aktiviert zelluläre Reparaturprozesse. Mit dem Alter sinkt der NOX4-Spiegel – die Regeneration verlangsamt sich.
Tierversuche zeigen: Mehrwöchiges Laufbandtraining kann den NOX4-Spiegel wieder auf das Niveau junger Organismen anheben. Ein weiterer interessanter Fund: Sulforaphan, ein Inhaltsstoff von Brokkoli, kann Muskelmasse und Stoffwechselwerte positiv beeinflussen.
Praktische Tipps fĂĽrs Training
Für maximale Effizienz empfehlen Experten verschiedene Techniken. Isometrische Übungen, exzentrisches Training und Perturbationstraining dienen der Verletzungsprävention und Leistungssteigerung. Auch Hilfsmittel wie Gewichtswesten oder Okklusionsbänder, die den Blutfluss zu bestimmten Muskelgruppen drosseln, können das Muskelwachstum beschleunigen.
Haben Sie Angst vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Demenz? Eine aktuelle Langzeitstudie mit 147.000 Teilnehmern zeigt: Wer wöchentlich 90-120 Minuten Krafttraining macht, senkt sein Risiko für Herztod um 19% und für Demenztod um 27%. In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie Ihr Training sicher und effektiv gestalten – auch bei Vorerkrankungen. Sicher trainieren – Guide jetzt sichern
Gute Nachricht für Fastende: Studien der Charité zeigen, dass moderates Kraft- oder Ausdauertraining sogar während Fastenperioden möglich ist und zu Kraftzuwächsen führt. Die Bewegung schützt den Muskel vor Abbau.
Und Kreatin? Eine UCLA-Studie aus dem Jahr 2026 in iScience deutet darauf hin, dass das Supplement nicht nur die muskuläre Energieversorgung verbessert, sondern auch das Immunsystem im Kampf gegen Tumore unterstützen könnte. Klinische Studien am Menschen stehen allerdings noch aus.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
