Krafttraining: 90 Minuten pro Woche senken Sterberisiko um 13%
05.06.2026 - 00:39:26 | boerse-global.de
Wer regelmĂ€Ăig Gewichte stemmt, lebt nachweislich lĂ€nger.
Das optimale Trainingsfenster
Eine Langzeitstudie im British Journal of Sports Medicine begleitete 147.374 Teilnehmer ĂŒber 30 Jahre. Das Ergebnis: 90 bis 119 Minuten Krafttraining pro Woche senken das allgemeine Sterberisiko um 13 Prozent. Besonders stark profitieren Herz und Kreislauf â hier sinkt das Risiko um 19 Prozent. Bei neurologischen Erkrankungen sind es sogar 27 Prozent.
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Wer mehr als 120 Minuten trainiert, erzielt keinen zusÀtzlichen Nutzen. Die beste Wirkung bringt die Kombination aus Kraft- und intensivem Ausdauertraining: Hier liegt die Risikoreduktion bei bis zu 58 Prozent.
Griffkraft als Gesundheitsmarker
Eine weitere Studie in JAMA Network Open untersuchte gezielt Frauen im hohen Alter. Bei den 5.400 Teilnehmerinnen â Durchschnittsalter knapp 79 Jahre â senkte eine höhere Griffkraft das Sterberisiko um 12 Prozent. Dieser Effekt tritt unabhĂ€ngig von anderen AktivitĂ€ten oder der tĂ€glichen Sitzdauer auf. Die Forscher sehen Muskelkraft als eigenstĂ€ndigen Marker fĂŒr gesundes Altern.
Osteoporose: Die stille Gefahr
Besonders Frauen nach den Wechseljahren sind betroffen. Der sinkende Ăstrogenspiegel forciert den Knochenabbau. Eine Studie in Menopause vom 12. Mai 2026 zeigt die Dramatik: Osteoporose am Oberschenkelknochen erhöht das frĂŒhzeitige Sterberisiko um bis zu 47 Prozent.
Die LIFTMOR-Studie belegt: Hochintensives Krafttraining verbessert die Knochendichte selbst bei postmenopausalen Frauen. Eine Untersuchung aus Oregon zeigte, dass Gewichtswesten in Kombination mit SprungĂŒbungen die Knochenmasse im Oberschenkel um 1,54 Prozent steigern.
Was Experten empfehlen
Harvard Health Publishing veröffentlichte am 3. Juni 2026 einen Ratgeber zur kardiorespiratorischen Fitness â dem wichtigsten PrĂ€diktor fĂŒr Lebenserwartung. Die Empfehlung: mindestens 7.000 Schritte tĂ€glich, kombiniert mit Kraft-, Ausdauer- und Balance-Ăbungen zweimal pro Woche. Dazu eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D, Kalzium und EiweiĂ.
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KI hilft bei der Diagnose
Ein neues System aus npj Digital Medicine (4. Juni 2026) segmentiert RĂŒckenmuskeln in MRT-Aufnahmen per KĂŒnstlicher Intelligenz. Das Verfahren sagt osteoporotische Wirbelkörperfrakturen prĂ€ziser voraus als herkömmliche Modelle.
Medikamente wie GLP-1-Agonisten senken in Langzeitbeobachtungen das Risiko fĂŒr Kniegelenkersatz um fast fĂŒnf Prozentpunkte. Doch Fachleute betonen: Bewegung bleibt die wirksamste PrĂ€vention. Krafttraining ab 40 dient nicht der Ăsthetik â es schĂŒtzt vor InstabilitĂ€t, chronischen Schmerzen und dem Verlust der MobilitĂ€t im Alter.
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