Krafttraining: 90 Minuten pro Woche senken Sterblichkeit um 13%
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 12:08 Uhr, Redaktion boerse-global.de
000 Teilnehmern belegt: Wer regelmĂ€Ăig Gewichte stemmt, lebt lĂ€nger. Das Training schĂŒtzt besonders vor neurologischen Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen.
Weltrekord im Grappler-Pull-up
Am 12. Juli stellte Lance Pecht einen neuen MaĂstab im funktionalen Kraftsport auf. Der 43-jĂ€hrige Ex-Basketballer aus den USA schaffte 31 Grappler-Pull-ups in einer Minute â und ĂŒbertraf damit den Rekord des Schweizers Elias Benz (29 Wiederholungen). Die spezielle Klimmzug-Variante fordert extreme Griffkraft und Koordination. Die offizielle BestĂ€tigung durch Guinness World Records steht noch aus.
Parallel dazu rÀumten deutsche Athleten ab. Die Gruppe Funtastix aus Eichenzell-Welkers holte sich bei der European Gym for Life Challenge in Pistoia (Italien) Gold. Rund 60 Gruppen traten an. NÀchster Meilenstein: das Bundesfinale am 5. Dezember in Rodalben.
So steigerst du deine Kraft effektiv
Eine Athletiktrainerin eines Frauen-Bundesligisten betonte am 11. Juli: Isometrische Ăbungen sind der SchlĂŒssel zu Schnellkraft und StabilitĂ€t. Bei hochintensiven Belastungen wie Sprints mĂŒssen die Pausen vollstĂ€ndig eingehalten werden â sonst leidet die maximale Geschwindigkeit.
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Zur Verletzungsprophylaxe empfehlen Fachleute exzentrische Ăbungen und Perturbationstraining. Die Methoden stĂ€rken Sehnen und BĂ€nder und trainieren die muskulĂ€re Reaktion auf unvorhergesehene Reize.
90 Minuten pro Woche verlÀngern das Leben
Die groĂe Untersuchung mit 150.000 Teilnehmern ĂŒber 30 Jahre liefert klare Zahlen: 90 bis 120 Minuten Krafttraining pro Woche senken die GesamtmortalitĂ€t um 13 Prozent. Bei neurologischen Erkrankungen sinkt das Risiko um 27 Prozent, bei Herz-Kreislauf-TodesfĂ€llen um 19 Prozent. Kombiniert mit moderatem Ausdauertraining steigt der Effekt auf 45 Prozent.
Auf zellulĂ€rer Ebene spielt das Enzym NOX4 eine SchlĂŒsselrolle. Eine australische Studie in Science Advances zeigt: Mit zunehmendem Alter und Bewegungsmangel sinkt der NOX4-Spiegel â die Zellreparatur verlangsamt sich. Im Tierversuch mit MĂ€usen lieĂ sich der Spiegel durch mehrwöchiges Training wieder auf jugendliches Niveau heben. Zudem deuten die Daten auf positive Effekte von Sulforaphan hin â einem Inhaltsstoff aus Brokkoli.
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Kreatin als Immun-Booster?
Eine UCLA-Studie im Journal iScience untersuchte Kreatin jenseits des Muskelaufbaus. Die Versuche an MĂ€usen zeigen: Kreatin versorgt dendritische Zellen mit Energie und verbessert so die Immunantwort gegen Tumore. Die tĂ€gliche Gabe verlangsamte das Tumorwachstum. Ob Kreatin kĂŒnftig Immuntherapien oder Krebsimpfstoffe beim Menschen ergĂ€nzen kann, mĂŒssen klinische Studien erst zeigen.
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