Krafttraining, Stunden

Krafttraining: Zwei Stunden pro Woche senken Herzinfarkt-Risiko um 44%

Veröffentlicht: 27.06.2026 um 14:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Neue Forschung zeigt: Zweimal wöchentliches Krafttraining reduziert Herzinfarkt-Risiko um 44 Prozent. Auch HIIT stÀrkt das Immunsystem.

Studien belegen: Krafttraining senkt Herzinfarkt-Risiko drastisch
Eine Gruppe von Frauen trainiert in einem modernen Fitnessstudio mit Gewichten und WiderstandsbĂ€ndern, Fokus auf Krafttraining. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Zwei Stunden pro Woche – und das Herz dankt

Eine großangelegte Studie mit rund 117.000 Frauen zeigt erstaunliche Ergebnisse. Wer zweimal pro Woche Krafttraining macht, senkt sein Herzinfarkt-Risiko um 44 Prozent. Das Risiko fĂŒr eine koronare Herzkrankheit (KHK) sinkt um 20 Prozent.

Die am 25. Juni im Journal of the American College of Cardiology veröffentlichte Untersuchung hat noch mehr zu bieten: Jede zusĂ€tzliche Trainingsstunde senkt das KHK-Risiko um weitere fĂŒnf Prozent. Beim Herzinfarkt sind es sogar 14 Prozent weniger Risiko pro Stunde.

Die Kombination aus Krafttraining und 150 Minuten Ausdauersport pro Woche? Reduziert das Herzinfarkt-Risiko um 45 Prozent. Besonders niedrig war das Risiko bei Frauen, die zusÀtzlich weniger als zwei Stunden tÀglich fernsahen.

20 Minuten HIIT – und das Immunsystem feuert

Forscher der UniversitĂ€t Duisburg-Essen und des Westdeutschen Tumorzentrums haben eine erstaunliche Sofortwirkung von Sport nachgewiesen. Eine einzige 20-minĂŒtige HIIT-Einheit (hochintensives Intervalltraining) katapultiert die Zahl der natĂŒrlichen Killerzellen (NK-Zellen) im Blut nach oben.

Die am 26. Juni in Cancer Medicine veröffentlichte Studie zeigt: Bei Krebspatienten stieg die NK-Zell-Konzentration um 50 Prozent, bei gesunden Probanden um 38 Prozent. Auch die angeborenen lymphoiden Zellen (cILCs) legten zu – um 21 Prozent bei Erkrankten und um 55 Prozent bei Gesunden.

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Der Haken: Die Effekte sind vorĂŒbergehend. Nach etwa einer Stunde normalisieren sich die Werte wieder. Die Forscher betonen: Je höher die IntensitĂ€t, desto stĂ€rker die Mobilisierung der Abwehrzellen.

Muskelaufbau bei Frauen: Mit Zyklus-Mythen aufrÀumen

Ende Juni 2026 sorgten neue sportwissenschaftliche Erkenntnisse fĂŒr Klarheit. Entgegen weitverbreiteter Annahmen: Der Menstruationszyklus hat keinen signifikanten Einfluss auf Kraftleistung oder Muskelzuwachs (Hypertrophie).

Anpassungen des Trainingsplans sind nur bei individuellen Symptomen sinnvoll. FĂŒr effektiven Muskelaufbau zĂ€hlen andere Faktoren: progressive Überlastung, BestĂ€ndigkeit, ausreichende Erholung und proteinreiche ErnĂ€hrung.

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Experten empfehlen Krafttraining auch als ErgĂ€nzung fĂŒr Ausdauersportler. Gezielte Übungen fĂŒr Radfahrer stabilisieren die LeistungsfĂ€higkeit. Klassiker wie Burpees trainieren gleichzeitig Kondition und alle großen Muskelgruppen.

FĂŒnf Minuten Gehen gegen den BĂŒro-Blues

Nicht immer muss es das volle Workout sein. Eine im Juni im British Journal of Sports Medicine veröffentlichte Studie mit ĂŒber 11.400 Teilnehmern zeigt: Bereits fĂŒnf Minuten Gehen nach jeder Stunde Schreibtischarbeit wirken Wunder.

Auf einer Skala von eins bis fĂŒnf sank das ErschöpfungsgefĂŒhl um 1,41 Punkte. Gleichzeitig verbesserte sich die Stimmung der Probanden. Die Autoren sehen darin die beste Balance zwischen praktischer Umsetzbarkeit im Arbeitsalltag und gesundheitlicher EffektivitĂ€t – auch wenn die Teilnehmergruppe nicht als vollstĂ€ndig reprĂ€sentativ gilt.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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