Kreatin gegen Krebs: UCLA-Studie zeigt Potenzial bei Tumorabwehr
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 04:22 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Forschung entdeckt zunehmend sein Potenzial in der Onkologie und bei neurodegenerativen Erkrankungen. Aktuelle Studien deuten auf eine Rolle bei der Energieversorgung von Immunzellen und der UnterstĂŒtzung kognitiver Funktionen im Alter hin.
Immunzellen im Kampf gegen Tumore
Eine Studie der University of California, Los Angeles (UCLA) liefert Hinweise, dass Kreatin die Tumorabwehr verbessern kann. Die am 10. Juli in der Fachzeitschrift iScience veröffentlichte Arbeit konzentriert sich auf dendritische Zellen â sie aktivieren als Boten T-Zellen gegen Tumore.
In Versuchen mit MÀusen, die an Melanomen erkrankt waren, verlangsamten tÀgliche Kreatin-Injektionen das Tumorwachstum signifikant. Die Substanz stabilisierte als Energiepuffer den ATP-Spiegel in den Immunzellen. So konnten die dendritischen Zellen T-Zellen effektiver gegen die Krebszellen mobilisieren. Erste Tests an menschlichen Zellen zeigten ebenfalls eine verstÀrkte Aktivierung.
Die Erkenntnisse könnten besonders fĂŒr die Immuntherapie relevant sein. Derzeit sprechen nur 20 bis 40 Prozent der Patienten auf gĂ€ngige Behandlungen an. Kreatin gilt als potenzielle ErgĂ€nzung â etwa zur Optimierung von Zellimpfstoffen. Systematische klinische Studien am Menschen stehen aber noch aus.
Fit im Kopf mit Kreatin?
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Auch die Wirkung auf das Gehirn rĂŒckt in den Fokus. Eine Pilotstudie des University of Kansas Medical Center untersuchte den Einsatz bei Alzheimer-Patienten. An der achtwöchigen Studie nahmen 20 Probanden zwischen 60 und 90 Jahren teil.
Die Ergebnisse belegen: Eine tĂ€gliche Supplementierung ist fĂŒr diese Altersgruppe sicher und gut vertrĂ€glich. In kognitiven Tests erzielten die Teilnehmer durchschnittlich drei Punkte mehr. Besonders beim ArbeitsgedĂ€chtnis und der fluiden Kognition zeigten sich Verbesserungen. Allerdings fehlte eine Kontrollgruppe â die Autoren betonen die Notwendigkeit weiterer, umfangreicherer Untersuchungen.
Vorsicht bei Ăberdosierung
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Kreatin-Monohydrat gilt gemeinhin als sicher. Dennoch warnen Fachleute vor unkontrollierter Ăberdosierung. Mögliche Nebenwirkungen: DarmentzĂŒndungen oder VerĂ€nderungen der Nierenmarker.
WĂ€hrend die positiven Effekte auf die Muskulatur gut dokumentiert sind, fehlt fĂŒr spezifische medizinische Anwendungen die systematische klinische Erprobung. Experten raten, Supplementierungen ĂŒber den sportlichen Bereich hinaus nur in Absprache mit medizinischem Fachpersonal durchzufĂŒhren.
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