Kreatin, UCLA-Studie

Kreatin: Neue UCLA-Studie zeigt Potenzial gegen Tumorwachstum

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 14:14 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Neue Forschung bestätigt Kreatin-Wirkung im Training und zeigt Potenzial bei der Unterstützung von Immunzellen gegen Tumore.

Kreatin 2026: Neue Studien zu Muskeln und Krebsbekämpfung
Nahaufnahme eines Löffels mit weißem Kreatinpulver, mit verschwommenen Laborgeräten und Sportutensilien im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Doch neue Forschungsergebnisse aus dem Juli 2026 zeigen: Das Supplement könnte weit mehr können als nur Muskeln wachsen zu lassen.

Was Kreatin im Training wirklich bringt

Der menschliche Körper produziert täglich etwa zwei Gramm Kreatin selbst. Wer zusätzlich drei bis fünf Gramm pro Tag nimmt, kann seine Leistung bei kurzen, hochintensiven Belastungen messbar steigern. Das bestätigten im Juli die Athletiktrainer Andreas Slamanig und die Ernährungswissenschaftlerin Barbara Pirker-Praschnig.

Besonders in explosiven Sportarten und im Krafttraining zeigt das Supplement Wirkung. Doch Vorsicht vor übertriebenen Versprechen: Für eine verbesserte Konzentration oder ein besseres Gedächtnis gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Wer Kreatin als „Gehirn-Booster“ verkauft, handelt ohne Studienbasis.

Neue Hoffnung aus der Krebsforschung

Eine Studie der University of California (UCLA) sorgt aktuell für Aufsehen. Forscher um James Elsten-Brown untersuchten die Rolle von Kreatin im Immunsystem. Die Ergebnisse, veröffentlicht Mitte Juli, zeigen: Kreatin unterstützt dendritische Zellen. Diese sind entscheidend für die Aktivierung von T-Zellen, die Tumore bekämpfen.

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Im Tierversuch führten tägliche Kreatin-Injektionen bei Mäusen zu einem langsameren Wachstum von Melanomen. Dr. Selda Samakoglu von Aveta Biomics sieht darin vielversprechende Ansätze für künftige Krebstherapien. Die Einschränkung: Klinische Studien am Menschen stehen noch aus.

Vorsicht vor Wundermittel-Versprechen

Die Kreatin-Debatte ist Teil einer größeren Diskussion über Nahrungsergänzungsmittel. Während Kreatin für spezifische Trainingsziele wirkt, warnen Verbraucherschützer vor irreführenden Versprechen anderer Produkte. Erst im Juli erhielt eine Saftmarke den „Goldenen Windbeutel“ für fragwürdige Gesundheitsversprechen.

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Und auch bei Proteinen zeigt sich: Die Bevölkerung liegt mit durchschnittlich 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht bereits über den Empfehlungen. Der positive Effekt plateauiert laut Fachleuten bei etwa 1,6 Gramm pro Kilogramm. Die Botschaft ist klar: Supplementierung sollte evidenzbasiert sein – nicht marketinggetrieben.

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