LieferengpĂ€sse: Ăber 500 Medikamente betroffen, Cefurox bis Juni knapp
21.06.2026 - 06:23:06 | boerse-global.de
MĂŒnchner Mediziner haben Empfehlungen fĂŒr ein minimalistisches PackmaĂ bei Haus- und Heimbesuchen erarbeitet. Ihr Ziel: unnötiges GepĂ€ck vermeiden, sich auf essenzielle Instrumente und Medikamente beschrĂ€nken. Ein geringeres Gewicht und eine ĂŒbersichtliche Organisation sollen die Effizienz im mobilen Einsatz steigern.
Die Ăberlegungen gewinnen besonders in Phasen hoher Belastung an Relevanz. In ZĂŒrich etwa bieten Ărzte an Hitzetagen kostenlose Hausbesuche fĂŒr Senioren an. Eine leicht transportable, aber funktionale AusrĂŒstung ist hier Grundvoraussetzung fĂŒr die flĂ€chendeckende Betreuung.
Was in die Reiseapotheke gehört
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Auch fĂŒr den Privatbereich gibt es klare Empfehlungen. Pharma Deutschland rĂ€t zu einer strukturierten Reiseapotheke mit Wirkstoffen gegen Schmerzen, Fieber und Magen-Darm-Beschwerden. Sonnenschutz, Insektenschutz, Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial und Antiallergika komplettieren die Liste.
Ein zentraler Punkt: Medikamente mĂŒssen vor Hitze und Feuchtigkeit geschĂŒtzt werden. Sonst leidet die Wirksamkeit. Experten raten zudem, stets einen ausreichenden Vorrat individuell benötigter PrĂ€parate einzuplanen.
GroĂe HĂŒrden im Alltag
Die beste Therapie nĂŒtzt wenig, wenn die Anwendung scheitert. Eine Studie in der Fachzeitschrift Frontiers of Public Health untersuchte die AdhĂ€renz bei 102 Patienten ĂŒber 70 Jahren, die mindestens fĂŒnf Medikamente einnehmen. Das Ergebnis: Bis zu 40 Prozent berichteten von Schwierigkeiten.
Besonders problematisch sind Augentropfen und das Ăffnen von Verpackungen. Auch PrĂ€paratewechsel fĂŒhrten bei fast einem Drittel der Teilnehmer zu Problemen.
LieferengpÀsse bleiben angespannt
Die Versorgungslage wird durch anhaltende EngpĂ€sse erschwert. Das Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) registrierte zuletzt ĂŒber 500 EngpĂ€sse. Betroffen sind Basismedikamente wie Ezetimib/Simvastatin und verschiedene Antibiotika.
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FĂŒr Cefurox und Cefaclor wird eine angespannte Lage bis Ende Juni prognostiziert. Bei Atorvastatin rechnen Experten mit EinschrĂ€nkungen bis Jahresende. Hauptursachen: KapazitĂ€tsengpĂ€sse in der Produktion und gestörte Lieferketten.
Neue Regeln fĂŒr die Praxis
Zum 1. Juli 2026 treten Ănderungen bei der Abrechnung in Kraft. Ein Beschluss des Bewertungsausschusses zur Versorgungspauschale bringt neue Bestimmungen. Die gelten als komplex â doch eine strukturierte Umsetzung kann den administrativen Zusatzaufwand gering halten. Langfristig könnten so Ressourcen in der ambulanten Versorgung effizienter genutzt werden.
