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Long Covid erhöht Herzrisiko: 18% mehr Rhythmusstörungen bei Frauen

15.06.2026 - 15:11:38 | boerse-global.de

Hausärzte erhalten neue Abrechnungspauschale für stabile Hypertonie-Patienten, während Kliniken komplexe Fälle übernehmen.

Bluthochdruck-Versorgung: Neue Pauschale und Spezialkliniken ab Juli 2026
Long - Hände eines Arztes, der medizinische Diagramme oder ein Tablet mit Patientendaten überprüft, im Hintergrund verschwommene medizinische Instrumente. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Während neue Abrechnungsregeln die Langzeitbetreuung stabiler Fälle vereinfachen, konzentrieren sich Zentren auf komplexe Krankheitsbilder und therapieresistente Verläufe.

Neue Pauschale für Hausärzte

Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg führt zum 1. Juli 2026 eine neue Versorgungspauschale ein. Die Gebührenordnungsposition (GOP) 03100 richtet sich an stabile chronisch kranke Patienten zwischen 18 und 74 Jahren. Sie erfasst neben Bluthochdruck auch Begleiterkrankungen wie Schilddrüsenstörungen oder Gicht.

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Die Pauschale wird halbjährlich abgerechnet und ersetzt die bisherigen Ziffern GOP 03220 bis 03222. Das Ziel: Abrechnungsprozesse für Patienten mit kontinuierlichem Medikamentenbedarf straffen. Für die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) gelten seit Jahresbeginn zudem verschärfte Transparenzregeln.

Spezialisierte Angebote für seltene Formen

Das Klinikum Passau bietet neue Strukturen für Patienten mit pulmonaler Hypertonie – einer seltenen Form des Bluthochdrucks. Dr. Johannes Gebauer koordiniert an der Lungenklinik die fächerübergreifende Diagnostik und Therapie für die Gruppen 1 und 4.

Unterstützt wird dieser Trend durch die erste Leitlinie zum kardiorenal-metabolischen Syndrom. Die American Heart Association und das American College of Cardiology haben sie veröffentlicht. Die Leitlinie adressiert das Zusammenspiel von Übergewicht, Stoffwechselstörungen sowie Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ziel ist es, systemische Risiken früh zu erkennen.

Neue Erkenntnisse zu Therapieresistenz

Patienten, deren Blutdruck trotz drei oder mehr Medikamenten nicht sinkt, rücken in den Fokus der Forschung. Die kardiologische Präventions-Ambulanz des Universitätsklinikums des Saarlandes untersucht unter Leitung von Priv.-Doz. Dr. Insa Emrich und Dr. Saarraaken Kulenthiran neue Behandlungsoptionen.

Parallel liefert die schwedische Registerstudie MIRACLE-S neue Daten zu externen Risikofaktoren. Sie untersuchte rund 1,2 Millionen Personen und zeigt einen Zusammenhang zwischen Long Covid und kardiovaskulären Risiken. Selbst nach milden oder moderaten Infektionen steigt das Risiko für Herzrhythmusstörungen. Bei Frauen lag die kumulative Inzidenz bei 18 Prozent, bei Männern bei 21 Prozent – jeweils deutlich höher als in den Kontrollgruppen.

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Technik und Aufklärung vor Ort

Aktuelle Entwicklungen bei Langzeit-Blutdruckmessgeräten präsentieren Hersteller wie boso, ERKA und Heine Mitte Juni 2026 auf einer Fachausstellung in Berlin. Diese Technologien bilden die Grundlage für präzisere Behandlungen.

Die Patientenaufklärung bleibt eine zentrale Säule. Das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln informiert in Vorträgen über die Gefahren von unbehandeltem Bluthochdruck. Oberarzt Tiberiu Langhaus stellt im Juni 2026 aktuelle Behandlungsstrategien und Präventionsmöglichkeiten vor.

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