Marathontraining: Krafttraining senkt Sterberisiko um 45 Prozent
14.06.2026 - 00:10:43 | boerse-global.de
Aktuelle Studien und Sportmediziner zeigen: Ohne gezieltes Krafttraining steigt das Verletzungsrisiko massiv.
Das Problem: Ausdauer wÀchst schneller als die Gelenke
Das Herz-Kreislauf-System gewöhnt sich rasch an höhere Belastungen. Sehnen, BĂ€nder und Gelenke brauchen deutlich lĂ€nger. Die Folge: Wer sein Laufvolumen schnell verdoppelt, klagt oft ĂŒber Schmerzen an der Achillessehne, am Schienbein oder an den HĂŒftbeugern.
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Sportmediziner beobachten: 30 bis 50 Prozent der MarathonlĂ€ufer leiden im höheren Alter unter ĂberlastungsschĂ€den. Das Risiko steigt bereits ab einem wöchentlichen Pensum von 50 Kilometern. Empfohlen werden mindestens zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche â fĂŒr muskulĂ€re StabilitĂ€t und stĂ€rkeres Bindegewebe.
HĂ€ufige Fehler im Krafttraining
Viele LĂ€ufer trainieren falsch. Reines Maschinentraining oder hochintensive Formate wie Hyrox verfehlen laut Experten den Zweck. Sie fördern zwar die allgemeine Fitness, unterstĂŒtzen aber nicht die spezifischen BewegungsablĂ€ufe beim Laufen.
Besser: funktionelle StabilitĂ€t und Kraftausdauer. Entscheidend ist die Konstanz ĂŒber einen langen Zeitraum. Statt teurer Carbon-Schuhe braucht es vor allem Geduld und eine strukturierte Steuerung.
Was eine Langzeitstudie belegt
Das British Journal of Sports Medicine veröffentlichte eine Studie mit 147.000 Erwachsenen (Durchschnittsalter: 54 Jahre), beobachtet von 1992 bis 2022. Die Ergebnisse:
- 90 bis 119 Minuten Krafttraining pro Woche senken das Sterberisiko um 13 Prozent
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: minus 19 Prozent
- Neurologische Risiken: minus 27 Prozent
Den gröĂten Effekt erzielten Teilnehmer, die Kraft- und Ausdauertraining kombinierten: Das Sterberisiko sank um bis zu 45 Prozent.
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So planst du deine Marathonvorbereitung
Experten empfehlen einen Vorbereitungszeitraum von 12 bis 16 Wochen â bei vorhandener Basis. AnfĂ€nger sollten bis zu einem Jahr einplanen. Goldene Regel: die 10-Prozent-Regel. Weder das wöchentliche Gesamtpensum noch die lĂ€ngste Laufeinheit sollten um mehr als zehn Prozent pro Woche steigen.
KĂŒrzere WettkĂ€mpfe im Vorfeld senken das Verletzungsrisiko fĂŒr die volle Distanz. FĂŒr Veranstaltungen wie den Campuslauf in LĂŒbeck im Juni oder den LĂŒbeck-Marathon am 18. Oktober 2026 raten Organisatoren und Mediziner zu einer Ă€rztlichen Untersuchung vorab. Besonders bei ambitionierten Zielen â etwa einer Zeit unter 60 Minuten auf zehn Kilometern â ist der Mix aus lockeren LĂ€ufen, QualitĂ€tseinheiten und Krafttraining essenziell.
