Melatonin, Schmerzen

Melatonin gegen Schmerzen: Studie belegt Wirksamkeit wie Ibuprofen

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 09:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studie belegt Melatonin-Wirksamkeit bei Muskelschmerzen. Cannabis-Debatte um GKV-Erstattung und neue CBD-Studie gegen NervenschÀden.

Melatonin und Cannabis: Neue Wege in der Schmerztherapie 2026
Medizinische PrĂ€parate und Cannabisextrakt auf einem Labortisch zur Darstellung moderner Schmerztherapie. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen und klinische Entwicklungen im Juli 2026 deuten auf eine zunehmende Bedeutung von hormonellen und cannabinoiden AnsÀtzen in der Schmerzmedizin hin. Im Zentrum steht dabei eine Meta-Analyse der UniversitÀt Sydney, die im Fachjournal PAIN veröffentlicht wurde und die Wirksamkeit von Melatonin bei der Behandlung bestimmter Schmerzformen neu bewertet.

Melatonin als Alternative zu klassischen Schmerzmitteln

Einer am 24. Juli 2026 veröffentlichten Untersuchung der UniversitĂ€t Sydney zufolge zeigt Melatonin bei muskuloskelettalen Schmerzen eine signifikante lindernde Wirkung. Die Analyse legt dar, dass die Wirksamkeit des Hormons in einer Ă€hnlichen GrĂ¶ĂŸenordnung liege wie die von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), zu denen unter anderem Ibuprofen zĂ€hlt.

Die Forscher sehen in Melatonin eine geeignete ergĂ€nzende Behandlungsform, weisen jedoch darauf hin, dass es die etablierte Standardtherapie nicht vollstĂ€ndig ersetzen könne. Ein wesentlicher Vorteil der Anwendung liege in der verbesserten SchlafqualitĂ€t der Patienten sowie einem deutlich geringeren Risiko fĂŒr Magen-Darm-Komplikationen im Vergleich zu herkömmlichen Schmerzmitteln. Weniger eindeutig fiel die Evidenz laut der Meta-Analyse hingegen bei postoperativen Schmerzen aus. Fachleute betonen zudem das Potenzial von Melatonin, als Zusatztherapie zur Reduktion von NSAR-Nebenwirkungen beizutragen.

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Debatte um die VerordnungsfĂ€higkeit von CannabisblĂŒten

Parallel zur Erforschung hormoneller BehandlungsansĂ€tze steht die medikamentöse Therapie mit Cannabinoiden im Fokus der gesundheitspolitischen Diskussion. Die Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V. Ă€ußerte sich am 23. Juli 2026 kritisch zu geplanten Änderungen bei der ErstattungsfĂ€higkeit von CannabisblĂŒten. Hintergrund ist ein Vorhaben, die Verordnung von CannabisblĂŒten zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einzuschrĂ€nken. KĂŒnftig sollen demnach vorrangig Fertigarzneimittel wie Sativex oder Exilby erstattungsfĂ€hig sein.

Die Vereinigung lehnt diese EinschrĂ€nkung ab und verweist dabei auf die geltende S2k-Leitlinie, welche den Einsatz von Cannabis bei Endometriose-bedingten Schmerzen ausdrĂŒcklich empfiehlt. Daten aus einer Begleiterhebung untermauern diese Position: Demnach wurden 70 % der Schmerzpatienten vor einer Cannabis-Therapie zunĂ€chst mit Opioiden behandelt. Im Vergleich dazu zeigten CannabisblĂŒten einen höheren Therapieerfolg bei gleichzeitig geringeren Nebenwirkungen.

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Klinische Studien zu CBD-basierten Lösungen bei Nervenschmerzen

Die klinische Forschung im Bereich der Cannabinoide verzeichnet ebenfalls Fortschritte. Das Unternehmen Ananda Pharma gab am 21. Juli 2026 die Verabreichung der ersten Dosis seines PrÀparats MRX1 im Rahmen der Phase-2-ACTiON-Studie bekannt. Dabei handelt es sich um eine CBD-basierte orale Lösung, die zur Behandlung der chemotherapieinduzierten peripheren Neuropathie (CIPN) eingesetzt werden soll.

Diese Form der NervenschĂ€digung betrifft schĂ€tzungsweise mindestens 67 % der Patienten, die sich einer neurotoxischen Chemotherapie unterziehen mĂŒssen. Die laufende Untersuchung ist als doppelblinde, placebokontrollierte Crossover-Studie mit 92 Teilnehmern konzipiert und wird vom National Institute for Health and Care Research (NIHR) unterstĂŒtzt. Neben dem Fokus auf CIPN verfolgt das Unternehmen mit dem Programm ENDOCAN zudem ein paralleles Phase-2-Projekt, das die Wirksamkeit von Cannabinoiden bei Endometriose-Schmerzen untersucht.

Die aktuellen Ergebnisse aus Sydney und die laufenden Studienprogramme unterstreichen den Trend, das Spektrum der Schmerztherapie durch Substanzen zu erweitern, die ĂŒber ein gĂŒnstigeres Nebenwirkungsprofil als klassische Analgetika verfĂŒgen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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