MIND-Diät: Neue Studie belegt 35-Prozent-Schutz vor Alzheimer
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 15:13 Uhr, Redaktion boerse-global.de
In Österreich liegt die Quote sogar bei 92 Prozent. Ein internationales Expertengremium unter österreichischer Leitung hat nun einen Handlungsrahmen entwickelt, der als neuer Standard für Prävention dienen soll.
Der sogenannte HEAL-Standard (Healthy Eating & Active Living) wurde Mitte Juli 2026 veröffentlicht. Er definiert Mindestanforderungen für Bildung, Politik und Gesundheitswesen – mit Fokus auf Ernährung und Bewegung.
64 Experten, 101 Vorgaben, ein Fahrplan
Die Ergebnisse erschienen in den Fachjournalen Frontiers in Nutrition und Frontiers in Public Health. 64 Wissenschaftler arbeiteten daran, 101 Einzelvorgaben und einen 10-Punkte-Fahrplan zu erstellen. Ziel: Gesunde Ernährung und körperliche Aktivität stärker in staatlichen Programmen verankern.
Die Dringlichkeit untermauern aktuelle Krebszahlen. 2024 gab es weltweit knapp 21 Millionen Neuerkrankungen und 9,8 Millionen Todesfälle. Prognosen zufolge könnten die Neuerkrankungen bis 2050 auf rund 34 Millionen steigen. Lungenkrebs bleibt mit 1,9 Millionen Opfern jährlich die häufigste Krebstodesursache.
Klassische Präventionsfaktoren bleiben zentral: kein Tabak, wenig Alkohol, normales Körpergewicht.
Fettleber und Zuckerkonsum: Deutschland steht vor Problemen
In Deutschland fordern Fachgesellschaften wie die DGVS mehr Diagnostik bei Routine-Check-ups. Über 20 Millionen Menschen haben eine Fettleber, bis zu eine Million eine Leberzirrhose. Die Leber-Elastographie als spezialisiertes Screening könnte helfen.
Ein wesentlicher Treiber: Zuckerkonsum. Mit 61 bis 78 Gramm pro Tag liegt Deutschland deutlich über der WHO-Empfehlung von maximal 50 Gramm. Eine für 2028 geplante Zuckersteuer könnte die Krankenkassen um bis zu 170 Millionen Euro jährlich entlasten.
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MIND-Diät senkt Alzheimer-Risiko um 35 Prozent
Auch die Altersmedizin liefert neue Erkenntnisse. Eine Langzeitstudie der Universität Ljubljana vom Juli 2026 zeigt: Die MIND-Diät kann das Alzheimer-Risiko um bis zu 35 Prozent senken. Zudem reduziert die Kombination von Calcium und Vitamin D das Risiko für Hüftfrakturen bei älteren Erwachsenen um 16 Prozent. Vitamin D allein zeigt dagegen keinen signifikanten Effekt.
Österreich baut Primärversorgung massiv aus
Gesundheitsministerin Schumann skizzierte im Juli 2026 Pläne, die Zahl der Primärversorgungseinrichtungen von 116 auf 300 bis 2030 zu erhöhen. Ein fertig entwickeltes Screening-Programm für Prostatakrebs bei Männern zwischen 50 und 70 Jahren wartet zudem auf Umsetzung. Es könnte die Zahl notwendiger Biopsien um über 50 Prozent senken.
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EU plant Altersgrenze für soziale Medien
Eine Expertenkommission der EU empfiehlt eine einheitliche Altersgrenze von 13 Jahren für die Nutzung sozialer Medien und KI-Systeme. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen stellte für nach dem Sommer 2026 einen Gesetzentwurf in Aussicht. Vorgesehen ist ein Stufenmodell für die Bildschirmzeit von Kindern und Jugendlichen.
Deutschland passt Corona-Impfempfehlungen an
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine jährliche COVID-19-Auffrischung nun primär für Menschen ab 75 Jahren – sofern keine spezifischen Vorerkrankungen vorliegen. Grund: Die Basisimmunität der erwachsenen Bevölkerung liegt bei über 95 Prozent.
Zudem startete Mitte Juli 2026 eine bundesweite Kampagne zur Stärkung der gemeinsamen Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient. Studien zeigen: Wer stärker eingebunden wird, landet seltener in der Notaufnahme.
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