OLED-Monitore, Gigabyte

OLED-Monitore: Gigabyte unterbietet 400-Euro-Marke

22.05.2026 - 23:49:50 | boerse-global.de

Günstige OLED-Displays von Gigabyte und MSI drücken die Preise, während LG Ultrawide-Monitore binnen Minuten ausverkauft sind.

OLED-Monitore: Gigabyte unterbietet 400-Euro-Marke - Foto: ĂĽber boerse-global.de
OLED-Monitore: Gigabyte unterbietet 400-Euro-Marke - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Während Premium-4K- und Ultrawide-Modelle weiterhin hohe Preise erzielen, drängen neue Mittelklasse-Optionen mit OLED-Technik auf den Markt. Die Preise fallen – und die Nachfrage steigt.

Gigabyte bringt OLED fĂĽr unter 400 Euro

Ein echter Preisknaller gelang Gigabyte mit dem GO27Q24G. Der 27-Zoll-Monitor mit QHD-Auflösung (2560x1440 Pixel) nutzt ein WOLED-Panel von LG Display und kostet auf Plattformen wie Amazon umgerechnet rund 370 Euro. Die Ausstattung kann sich sehen lassen: 240 Hertz Bildwiederholrate, eine Reaktionszeit von 0,03 Millisekunden und eine Spitzenhelligkeit von bis zu 1300 Nits im HDR-Modus. Die Farbraumabdeckung liegt bei 99 Prozent des DCI-P3-Standards.

Mit diesem Preis dringt OLED-Technik in eine Region vor, die bisher hochwertigen IPS- oder VA-Panels vorbehalten war. Der Abstand zur absoluten Spitzenklasse schrumpft rasant.

MSI und BenQ zielen auf die Mitte

MSI hat parallel den MPG 322UR QD-OLED X24 vorgestellt. Der 32-Zoll-4K-Monitor startet im Mai 2026 zu einem Preis von umgerechnet rund 810 Euro. Auch er bietet 240 Hertz, DisplayPort 2.1a und 98 Watt Power-Delivery über USB-C. Das Gerät richtet sich sowohl an Gamer als auch an Kreativschaffende. Bemerkenswert: MSI gewährt drei Jahre Garantie inklusive Schutz vor OLED-Einbrennern – ein klares Signal, dass die Hersteller das Thema Langlebigkeit ernst nehmen.

In Indien launchte BenQ am 19. Mai den MOBIUZ EX321UZ. Der 31,5-Zöller setzt auf ein vierte Generation Tandem-OLED-Panel und kostet umgerechnet rund 1.430 Euro. Auch hier: 240 Hertz, umfangreiche Farbkalibrierung und 90 Watt USB-C.

Die Botschaft ist klar: Der „Sweet Spot" für 4K- und QHD-OLED-Monitore liegt deutlich niedriger als noch vor einem Jahr.

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LG Ultrawide: Ausverkauft in vier Minuten

Während die Mittelklasse boomed, herrscht an der Spitze weiterhin Goldgräberstimmung. LGs UltraGear OLED evo GX9 – ein 39-Zoll-Ultrawide-Monitor mit 5K2K-Auflösung – war in Südkorea innerhalb von vier Minuten ausverkauft. Eine zweite Charge folgte kurz darauf und war nach zwölf Minuten vergriffen. Der Preis liegt umgerechnet bei rund 1.400 Euro.

Das Display bietet ein 21:9-Format, eine native Bildwiederholrate von 165 Hertz und einen speziellen Dual-Mode, der bis zu 330 Hertz ermöglicht. Die Auslieferung beginnt am 1. Juni, eine dritte Verkaufschance ist für Mitte Juni geplant.

Samsung setzt auf 6K – aber ohne OLED

Eine interessante Gegenposition bezieht Samsung mit dem Odyssey G8 (G80HS). Der Hersteller bezeichnet ihn als ersten 6K-Gaming-Monitor der Welt. Allerdings setzt das 32-Zoll-Gerät auf ein Fast-IPS-Panel, nicht auf OLED. Mit 165 Hertz und DisplayPort 2.1 zielt Samsung auf Enthusiasten, die höchste Pixeldichte über maximale Kontrastwerte stellen. Die Strategie: Samsung bedient mit OLED- und IPS-Modellen unterschiedliche Spieler-Typen.

Produktionsrekorde: 95 Prozent Ausbeute bei Samsung Display

Der Preisverfall bei OLED-Monitoren hat einen handfesten technischen Grund. Samsung Display hat bei seinen Gen-8.6-OLED-Produktionslinien einen MEilenstein erreicht: Die Fertigungsausbeute liegt bei einzelnen Prozessen bei 95 Prozent, die Gesamtausbeute ĂĽbersteigt 90 Prozent. Das senkt die Herstellungskosten massiv.

Die Massenproduktion soll im Juni 2026 anlaufen, erste Panel-Lieferungen an Hersteller werden etwa zwei Monate später erwartet. Für den Rest des Jahres rechnet die Industrie mit rund 2 Millionen produzierten Einheiten. Die neuen Panels nutzen Tandem-OLED-Strukturen und Hybrid-Verkapselung – Techniken, die Helligkeit und Lebensdauer verbessern und das Einbrennen erschweren.

Allerdings droht ein Engpass: Die globale Knappheit bei DRAM- und NAND-Speicherchips, ausgelöst durch den KI-Boom, könnte einige OLED-Geräte vom Jahresende 2026 ins Frühjahr 2027 verschieben.

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Software hält Schritt: macOS 26.5 und Photoshop 27.7

Damit die neuen Displays ihr Potenzial entfalten können, müssen auch die Betriebssysteme mitspielen. Apple veröffentlichte am 21. Mai macOS 26.5. Der Patch behebt Kernel-Abstürze auf M5-MacBooks, verbessert die Stabilität von Content-Filtern und bringt über 50 Sicherheits-Updates.

Parallel dazu erschien Adobe Photoshop 27.7 – mit lokaler KI-Verarbeitung auf dem Gerät, die auf M1 Pro und neueren Chips läuft. Und BBEdit 16 bietet ab dem 21. Mai unter anderem Textsuche in Bildern.

All das schafft ein Ă–kosystem, das die hohe Farbtreue moderner OLED-Monitore auch produktiv nutzen kann.

Ausblick: 1000 Hertz und OLED-MacBooks

Die Entwicklung bleibt rasant. LG hat bereits den UltraGear 25G590B angekündigt – den ersten nativen 1000-Hertz-Monitor der Welt. Das 24,5-Zoll-Full-HD-Display setzt auf IPS-Technik und zielt auf den E-Sport-Sektor. Ein völlig anderer Ansatz als OLED, aber für Wettkampf-Gamer hochrelevant.

Für die OLED-Welt steht der nächste große Schritt bevor: die Umstellung der MacBook-Pro-Reihe auf OLED. Mit dem Anlauf der Gen-8.6-Produktion im Juni rückt dieser Zeitpunkt näher. Sollten die Chip-Engpässe nicht zuschlagen, könnte Apple noch 2026 liefern – andernfalls Anfang 2027. Begleitet würde der Wechsel von macOS 27, das bereits fortschrittliche KI-Workflows und eine für Touch-Eingabe optimierte Oberfläche andeutet.

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