OpenAI-Hardware: 5,9-Milliarden-Deal mit Apple-Designer Jony Ive
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 09:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Das KI-Unternehmen OpenAI wagt den Sprung in die Hardware: Ein portabler Lautsprecher ohne Display soll als persönlicher KI-Begleiter dienen.
Der Sprachassistent der neuen Generation unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Smart Speakern. Statt starrer Box setzt OpenAI auf mechanische Bewegungselemente – das Gerät kann sich physisch bewegen und interagieren. Kamera, Sensoren und ein Akku sind an Bord, ein Bildschirm fehlt bewusst. Die Steuerung erfolgt ausschließlich über die GPT-Live-Sprachfunktion, die natürliche Unterhaltungen ermöglichen soll.
Vom Werkzeug zum Begleiter
Der Speaker soll nicht nur auf Befehle reagieren, sondern proaktiv agieren. Er lernt Gewohnheiten seiner Nutzer, greift auf persönliche Daten wie E-Mails zu und liefert maßgeschneiderte Unterstützung. „Das Gerät wird zur physischen Verkörperung von ChatGPT", heißt es aus Unternehmenskreisen. Smarthome-Steuerung, Musikwiedergabe und Nachrichtenübermittlung gehören ebenfalls zum Aufgabenbereich.
Die Vorstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, der Marktstart soll 2027 erfolgen.
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Milliardeninvestition in Apple-Know-how
Hinter dem Hardware-Vorstoß steckt ein milliardenschweres Investment. OpenAI gab umgerechnet rund 5,9 Milliarden Euro für die Übernahme von io Products aus – einem Unternehmen des ehemaligen Apple-Designers Jony Ive. Dessen Kreativagentur LoveFrom ist ebenfalls an der Entwicklung beteiligt. Das Team besteht zu großen Teilen aus ehemaligen Apple-Ingenieuren und -Führungskräften.
Der Smartspeaker ist nur der Anfang: Insgesamt fünf Hardware-Produkte befinden sich in der Pipeline. Dazu zählen ein KI-Smartphone, Wearables wie Anhänger und Ohrhörer, ein stiftförmiges Gadget sowie Haushaltsroboter.
Rechtsstreit mit Apple
Parallel zur Produktentwicklung belastet ein juristischer Konflikt die Beziehungen zum einstigen Partner Apple. Der iPhone-Hersteller hat Klage eingereicht und wirft OpenAI den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen im Hardware-Bereich vor. Zudem beantragte Apple eine einstweilige Verfügung gegen das KI-Unternehmen.
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OpenAI weist die Vorwürfe zurück. Das eigene Gerät sei mit Apples aktuellen Produkten nicht vergleichbar, so die Argumentation. Der Hardware-Fahrplan bleibt trotz der rechtlichen Auseinandersetzung unverändert.
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