Perillaöl, Gramm

Perillaöl: 4,8 Gramm täglich erhöhen Omega-3-Spiegel messbar

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 11:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Humanstudie verknüpft acht Wochen Perillaöl mit höheren ALA- und EPA-Anteilen im Blut sowie veränderten Gerinnungs- und Entzündungsmarkern.

Perillaöl-Studie zeigt Effekte auf pflanzliche Omega-3-Fettsäuren
Frische grüne Perillablätter auf einer dunklen Holzoberfläche in natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Pflanzliche Omega-3-Quellen gewinnen in der Ernährungsforschung zunehmend Aufmerksamkeit, da tierische Quellen wie Fischöl nicht für alle Ernährungsformen geeignet sind. Eine Humanstudie, über die heraldcorp.com berichtete, liefert nun neue Daten zur Wirkung von Perillaöl auf den Fettsäurehaushalt im Blut.

Die Studie zum Perillaöl

Laut einem Bericht von heraldcorp.com erhöhte die tägliche Einnahme von 4,8 Gramm Perillaöl über einen Zeitraum von acht Wochen signifikant den Anteil der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA) im Plasma und in den roten Blutkörperchen der Teilnehmenden.

Zusätzlich stieg dem Bericht zufolge auch der Anteil der langkettigen Omega-3-Fettsäure EPA im Plasma an. Perillaöl, gewonnen aus der Perilla-Pflanze, gilt neben Leinöl als eine der ALA-reichsten pflanzlichen Ölquellen.

Über die reinen Fettsäurewerte hinaus verzeichnete die Studie laut dem Bericht auch Veränderungen bei Markern für Blutgerinnung und Entzündung bei den Studienteilnehmern. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Food & Function" veröffentlicht, wie heraldcorp.com berichtete.

Warum die ALA-Umwandlung begrenzt ist

Die Bedeutung solcher Befunde erschließt sich vor dem Hintergrund grundlegender Stoffwechsel-Eigenschaften von ALA. Wie im September 2026 auf menage-toi.ch dargestellt, ist Alpha-Linolensäure eine essenzielle Fettsäure, die der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann – sie muss über die Nahrung aufgenommen werden. Hauptquellen sind demnach Leinsamen und Leinöl, Chiasamen, Walnüsse, Hanf- und Perillaöl sowie Rapsöl.

Ein zentrales Problem pflanzlicher Omega-3-Quellen liegt laut dieser Darstellung in der begrenzten körpereigenen Umwandlung: Die Konversion von ALA in die biologisch aktiveren langkettigen Fettsäuren EPA und DHA liegt Studien zufolge unter 10 Prozent, oft sogar nur bei wenigen Prozent.

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Für Erwachsene wird eine tägliche ALA-Zufuhr von 1,1 bis 1,6 Gramm empfohlen, wobei ein Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis von 4:1 bis 1:1 als Zielgröße gilt.

Gerade weil die körpereigene Umwandlung von ALA in EPA so ineffizient ist, ist der in der koreanischen Studie beobachtete Anstieg des EPA-Anteils im Plasma bemerkenswert – er deutet darauf hin, dass Perillaöl in der untersuchten Dosierung über den reinen ALA-Anstieg hinaus auch nachgelagerte Stoffwechseleffekte auslösen kann.

Omega-3 in der breiteren Ernährungspraxis

Der Stellenwert pflanzlicher Omega-3-Quellen zeigt sich auch in anderen aktuellen Ernährungsempfehlungen. Für die Phase der Wechseljahre, die laut einem Bericht von frauenfinanzseite.de vom September 2026 etwa 9 Millionen Frauen in Deutschland betrifft, werden neben ballaststoffreicher Kost und ausreichender Eiweißzufuhr gezielt gesunde Fette wie Oliven-, Raps- und Leinöl sowie Avocado, Lachs und Makrele empfohlen. In Deutschland leben laut derselben Quelle rund 8 Millionen Menschen mit Osteoporose, mehrheitlich Frauen.

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Auch im Bereich der Tiergesundheit spielt Omega-3 eine Rolle: Bei Arthrose beim Hund gilt der entzündungshemmende Effekt von Omega-3-Fettsäuren laut einem Bericht von reisemobil-international.de als gut belegt, verbunden mit einer Verbesserung des Gangbilds betroffener Tiere.

Einordnung

Die koreanische Humanstudie zu Perillaöl reiht sich damit in einen breiteren Forschungstrend ein, der pflanzliche Omega-3-Quellen als mögliche Ergänzung oder Alternative zu tierischen Quellen untersucht.

Angesichts der bekannt geringen Umwandlungsrate von ALA in EPA und DHA sind die berichteten Effekte auf Blutgerinnungs- und Entzündungsmarker ein Ansatzpunkt für weitere Forschung – Rückschlüsse auf konkrete gesundheitliche Vorteile für breitere Bevölkerungsgruppen lassen sich aus einer einzelnen Studie jedoch nicht ableiten.

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