Pflanzenmilch, Mandeldrinks

Pflanzenmilch: 96% Mandeldrinks enthalten krebserregende Giftstoffe

Veröffentlicht: 18.06.2026 um 10:25 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Eine MRI-Studie belegt hohe Belastungen von Hafer- und Mandeldrinks mit Mykotoxinen, wÀhrend Soja-Produkte kaum betroffen sind.

Studie zu Pflanzendrinks: Schimmelpilzgifte in Hafer- und Mandelmilch
Ein Nahaufnahme eines Glases Haferdrink in einem professionellen, gut beleuchteten Studio, das Reinheit und wissenschaftliche PrĂŒfung suggeriert. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Doch eine neue Studie zeigt: Viele Produkte enthalten Schimmelpilzgifte. Hafer- und Mandeldrinks sind besonders betroffen – Soja schneidet deutlich besser ab.

Hohe Fundraten bei Hafer und Mandel

Das Max Rubner-Institut (MRI) untersuchte Pflanzendrinks auf Mykotoxine. Das Ergebnis ist alarmierend: In 71 Prozent der Haferdrinks fanden die Forscher T2- und HT2-Toxine. Diese Stoffe entstehen durch Fusarium-Pilze auf dem Getreide.

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Noch krasser fÀllt die Bilanz bei Mandeldrinks aus. 96 Prozent der Proben enthielten Aflatoxin B1. ZusÀtzlich wiesen 67 Prozent Sterigmatocystin auf. Beide Stoffe gelten als potenziell krebserregend.

Sojadrinks hingegen waren in der Studie kaum belastet. Sie scheinen weniger anfĂ€llig fĂŒr Mykotoxin-Kontaminationen.

Wie gefÀhrlich sind die Funde?

Das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) stuft das Risiko durch Aflatoxine in Mandeldrinks als „mittel“ ein. Bei hoher und wiederholter Aufnahme wirken die Stoffe genotoxisch und krebserregend.

Ein Vergleich mit Kuhmilch macht die Dimension deutlich: Dort liegt die Transferrate von Aflatoxinen aus kontaminiertem Futter ins Endprodukt bei nur zwei bis drei Prozent.

Grenzwerte? Fehlanzeige

Trotz der Nachweise gibt es fĂŒr Pflanzendrinks keine spezifischen gesetzlichen Mykotoxin-Grenzwerte. Die Regelungen gelten nur fĂŒr die Rohstoffe – nicht fĂŒr das Endprodukt.

Das Problem zieht sich durch die gesamte Produktpalette. Öko-Test bewertete 2026 einen Fertig-Porridge nur als „befriedigend“ – wegen erhöhter T-2- und HT-2-Toxine. Auch PestizidrĂŒckstĂ€nde und Mineralölbestandteile tauchen immer wieder auf.

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Markt bleibt dynamisch

Die Diskussion um Inhaltsstoffe bremst den Markt fĂŒr pflanzliche Lebensmittel nicht. In Österreich senkt dm ab dem 1. Juli die Preise fĂŒr Hafer- und Sojadrinks um bis zu 17 Prozent. Grund ist die reduzierte Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel.

Gleichzeitig treibt die Industrie neue Proteinquellen voran. Die EU-Kommission ließ im Juni 2026 „Fermotein“ als Novel Food zu. Diese Zutat aus dem Pilz Rhizomucor pusillus enthĂ€lt rund 50 Prozent Protein und 30 Prozent Ballaststoffe. Sie ist fĂŒr Milchalternativen zugelassen. Das Unternehmen plant fĂŒr 2027 eine Liefermenge von 600 Tonnen.

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