Prostatakrebs, Hochverarbeitete

Prostatakrebs: Hochverarbeitete Lebensmittel erhöhen Risiko um 30%

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 03:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue US-Studie: MÀnner mit hohem Konsum hochverarbeiteter Produkte tragen ein um bis zu 30 Prozent erhöhtes Prostatakrebs-Risiko.

Studie: Hochverarbeitete Lebensmittel erhöhen Prostatakrebs-Risiko
Ein Mann wĂ€hlt in einer KĂŒche frisches GemĂŒse aus einer Schale aus, wĂ€hrend im Hintergrund verarbeitete Lebensmittel liegen. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Eine im August 2026 in der Fachzeitschrift „The American Journal of Medicine" veröffentlichte Studie von Forschenden der Florida Atlantic University und der University of Oxford bringt einen hohen Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel mit einem erhöhten Prostatakrebs-Risiko bei MĂ€nnern in Verbindung.

Die Auswertung liefert damit einen weiteren Baustein fĂŒr die Diskussion um ernĂ€hrungsbedingte Krebsrisiken, die auch international zunehmend Beachtung findet.

Zentrale Ergebnisse der Studie

Laut der Untersuchung weisen MĂ€nner, die einen besonders hohen Anteil ihrer Kalorienzufuhr aus hochverarbeiteten Lebensmitteln beziehen – mehr als 44 Prozent –, ein um 30 Prozent höheres Prostatakrebs-Risiko auf als MĂ€nner mit dem niedrigsten Konsum, definiert als unter 20 Prozent Kalorienanteil. Grundlage der Analyse waren Daten von 17.024 Teilnehmern aus der US-amerikanischen NHANES-Erhebung, die den Zeitraum von 2003 bis 2023 abdeckt.

Auch nach statistischer Adjustierung fĂŒr Alter und Rauchverhalten blieb der Zusammenhang den Studienautoren zufolge bestehen: Das Risiko lag in dieser bereinigten Betrachtung weiterhin zwischen 24 und 31 Prozent höher. In der Gruppe mit dem höchsten Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel sei laut der Auswertung sogar eine Risikoerhöhung von bis zu 34 Prozent möglich gewesen.

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Prostatakrebs als globale Gesundheitsherausforderung

Die Forscher ordnen ihre Ergebnisse in einen grĂ¶ĂŸeren epidemiologischen Kontext ein: Weltweit wurden im Jahr 2022 rund 1,47 Millionen Neudiagnosen von Prostatakrebs registriert, verbunden mit 0,4 Millionen TodesfĂ€llen. Angesichts dieser Zahlen gewinnt die Frage nach beeinflussbaren Risikofaktoren – zu denen ErnĂ€hrungsgewohnheiten zĂ€hlen – an Bedeutung fĂŒr die PrĂ€ventionsforschung.

Weitere ErnÀhrungsfaktoren im Blick

Auch abseits der US-britischen Studie rĂŒcken ErnĂ€hrungsmuster zunehmend in den Fokus, wenn es um das Prostatakrebs-Risiko geht. Japanische ErnĂ€hrungsempfehlungen benennen eine Kost mit hohem Anteil an tierischem Fett, rotem Fleisch und Milchprodukten als Hochrisiko-Faktor, wĂ€hrend eine ErnĂ€hrung mit reichlich GemĂŒse und Obst als risikoarm eingestuft wird. Zudem werden Adipositas und Bewegungsmangel mit einem fortgeschritteneren und aggressiveren Krankheitsverlauf in Verbindung gebracht.

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Einordnung fĂŒr die Praxis

Die vorliegenden Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Zusammensetzung der ErnĂ€hrung – insbesondere der Anteil hochverarbeiteter Produkte – ein Faktor sein könnte, der bei der individuellen RisikoeinschĂ€tzung fĂŒr Prostatakrebs eine Rolle spielt.

Da es sich um Beobachtungsdaten handelt, lassen sich daraus keine direkten KausalzusammenhĂ€nge ableiten, die statistischen ZusammenhĂ€nge blieben jedoch auch nach BerĂŒcksichtigung wichtiger EinflussgrĂ¶ĂŸen wie Alter und Rauchen bestehen.

Fachleute verweisen im Zusammenhang mit ErnĂ€hrung und KrebsprĂ€vention regelmĂ€ĂŸig auf den Nutzen einer Kost mit hohem GemĂŒse- und Obstanteil sowie auf die Bedeutung von Bewegung und einem gesunden Körpergewicht, um das individuelle Risiko möglichst gering zu halten.

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