Resilienz, Studie

Resilienz: Studie mit 613 Teilnehmern zeigt – Familie schlägt Sport

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 01:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Baden-Württemberg fördert kommunale Krisenvorsorge. Eine Studie belegt: Zeit mit Freunden schützt die Psyche mehr als Sport.

Resilienz-Boom: Studie zeigt soziale Kontakte als stärksten Schutzfaktor
Moderner, lichtdurchfluteter Seminarraum in einer ruhigen Waldumgebung als Symbol für Resilienztraining und Erholung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ob auf kommunaler Ebene, in der Wissenschaft oder auf dem privaten Markt – das Thema psychische Widerstandskraft erlebt gerade einen regelrechten Hype. Immer mehr Menschen suchen nach Wegen, ihre seelischen Abwehrkräfte zu stärken.

„Stark vor Ort“: Land fördert Krisenvorsorge in Kommunen

Baden-Württemberg geht voran. Das Staatsministerium startete am 22. Juli 2026 das Projekt „Stark vor Ort – gut vorbereitet für den Ernstfall!“. Die Initiative will Kommunen fit für Krisen machen.

Gesucht werden bis zu acht Pilotstandorte, die Konzepte für sozialen Zusammenhalt und Krisenvorsorge entwickeln. Die Förderung beträgt bis zu 4.000 Euro pro Kommune. Bewerbungen sind bis zum 15. September möglich. Läuft die Pilotphase gut, sollen im Herbst 2027 weitere 20 Kommunen folgen.

Auch auf lokaler Ebene tut sich was. Eine MS-Selbsthilfegruppe in Neustadt in Holstein bekam im Juni 500 Euro für einen Resilienz-Workshop mit Dr. Claudia Bielfeldt. Solche kleinen Förderungen zeigen: Der Bedarf vor Ort ist riesig.

Studie enthüllt: Freunde schlagen Sport

Was macht uns wirklich widerstandsfähig? Eine aktuelle Studie aus dem Journal of Happiness Studies liefert überraschende Antworten. Die Forscher Jankovi?, Sijtsema und Bogaerts befragten 613 Erwachsene zu ihren Resilienzfaktoren.

Das Ergebnis: Zeit mit Familie und Freunden ist der stärkste Schutzfaktor für die Psyche. Noch wichtiger als Sport! Besonders Menschen mit schwierigen Kindheitserfahrungen profitieren von sozialen Kontakten. Die Botschaft der Wissenschaft ist klar: Verbundenheit fördern sollte zur zentralen Säule der Prävention werden.

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Von Yoga bis Trauerwandern: Der Markt boomt

Parallel zu öffentlichen Programmen wächst das private Angebot rasant. In Osnabrück startete am 22. Juli eine Seminarreihe, die Achtsamkeit in der Natur mit Schöpfungsethik verbindet.

Spezielle Formate richten sich an Menschen in besonderen Lebenslagen:

  • Trauerbewältigung: Die Diözese Augsburg bietet vom 4. bis 6. September geführte Wandertage für Trauernde im Gunzesrieder Tal an.
  • Yoga und Coaching: Vom 15. bis 19. November leitet Anja Piekarz ein kombiniertes Retreat aus Meditation, Coaching und Yoga.
  • Regionale Wellness: Das Bäderland Bayerische Rhön setzt auf Nordic Walking, Kneipp-Anwendungen und Lama-Wanderungen in Kurorten wie Bad Kissingen.

Technik trifft Entspannung: Neuro-Wellness im Kommen

Ein neuer Trend im Sommer 2026: Neurotechnologie zur Stressreduktion. Neurostimulatoren, Lichtbrillen und Meditations-Headsets sollen den Entspannungsprozess technisch unterstützen. Klingt futuristisch, ist aber bereits im Handel.

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Gleichzeitig verschmelzen klassische Wellness und mentale Gesundheit immer stärker. In Deidesheim gibt es Masterclasses für ganzheitliche Hautgesundheit mit Face Yoga und Lichttherapie. Die Botschaft ist klar: Wer heute etwas für seine Psyche tun will, hat die Qual der Wahl – zwischen staatlicher Förderung, wissenschaftlich fundierten Tipps und High-Tech-Entspannung.

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