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Schulen: Kostenlose KI-Assistenten sollen 40 Prozent Verwaltungszeit sparen

17.06.2026 - 00:02:51 | boerse-global.de

KI-Tools halten Einzug in Schulen und Behörden. Neue Assistenzsysteme entlasten Lehrkräfte und beschleunigen Genehmigungsprozesse.

KI-Integration in Bildung und Verwaltung schreitet voran
Schulen - Ein abstraktes, leuchtendes neuronales Netz überlagert einen Hörsaal mit Studierenden, die Laptops benutzen, symbolisiert KI in der Bildung. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Während Hochschulen die Technologie längst massiv nutzen, ziehen nun Schulen und Behörden nach. Neue Tools sollen Fachkräfte entlasten – und Prozesse beschleunigen.

Hochschulen: Vier von fünf Lehrenden nutzen KI

Eine Umfrage unter mehr als 1.200 Lehrenden an niedersächsischen Hochschulen zeigt: KI ist im akademischen Alltag angekommen. 84 Prozent der Befragten setzen die Tools im Unterricht ein, 70 Prozent behandeln das Thema aktiv in ihren Veranstaltungen.

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Die Prüfungskultur verändert sich ebenfalls. Rund 35 Prozent der Lehrenden haben ihre Formate bereits an die Verfügbarkeit von KI angepasst. An der Universität Osnabrück liegt dieser Wert mit 44 Prozent sogar noch höher. Gleichzeitig ist die Haltung uneinheitlich: 65 Prozent der Befragten sprechen sich explizit für ein KI-Verbot in Prüfungen aus.

Neue Assistenten für den Schulalltag

Mitte Juni 2026 wurden KI-basierte Assistenzsysteme für Schulen vorgestellt. Sie zielen direkt auf die größte Belastung von Lehrkräften ab: Verwaltungsaufgaben. Laut der Wübben-Stiftung verbringen Pädagogen mehr als 40 Prozent ihrer Arbeitszeit damit.

Das System „AIS.chat“ basiert auf Sprachmodellen wie ChatGPT, Llama oder Mistral – und läuft als geschlossene Umgebung. Daten werden nicht zum Training der Modelle verwendet. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig:

  • Beantwortung komplexer Schulrechtsfragen
  • Unterstützung bei der Elternkommunikation inklusive automatisierter Übersetzungen
  • Erstellung von Materialien für sprachsensiblen Unterricht und Medienarbeit

Die Tools sind kostenfrei, erfordern aber einen kurzen Einführungskurs. Begleitend wurden bürokratische Erleichterungen angekündigt – etwa die Streichung bestimmter Abfragepflichten.

Bund treibt Verwaltungsautomatisierung voran

Auch die öffentliche Verwaltung setzt auf KI. Mit „Spark Workflow“ stellt das Bundesdigitalministerium seit Mitte Juni 2026 eine Software zur Verfügung, die komplexe Genehmigungsverfahren automatisiert.

Die Anwendung extrahiert Informationen aus Anträgen und prüft Dokumente auf Vollständigkeit und Konformität. Ziel: kürzere Genehmigungszeiten für große Infrastrukturprojekte. Experten erwarten, dass KI-Agenten künftig Routineaufgaben in der Sachbearbeitung übernehmen – die letztendliche Entscheidung bleibt aber beim Menschen.

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Berufsrecht passt sich an

Mit der Verbreitung von KI wächst der Regulierungsbedarf. Der Vorstandsausschuss Künstliche Intelligenz der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) hat Ende Mai 2026 seine Leitlinien aktualisiert.

Im Fokus stehen die berufliche Verschwiegenheit und der Umgang mit externen Dienstleistern bei KI-Anwendungen. Auch die Definition der verarbeiteten Datenarten wurde präzisiert. Ziel ist eine rechtssichere Nutzung der KI-Ergebnisse in der Wirtschaftsprüfung.

de | wissenschaft | 69557360 |