SharePoint, Copilot

SharePoint Copilot Apps: Microsoft startet Tests ab 9. Juli

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 00:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft vereinfacht die Steuerung von KI-Agenten in SharePoint mit neuen Vorschau-Apps und einer zentralen Admin-Oberfläche.

SharePoint Copilot: Neue Vorschau und zentrale Verwaltung
SharePoint - Holografische Benutzeroberfläche mit KI-Assistent-Symbol für SharePoint Copilot App-Integration und vereinfachte Verwaltung. 10.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neue öffentliche Vorschauversionen und zentrale Verwaltungsoberflächen sollen Unternehmen die Kontrolle über KI-Agenten in SharePoint erleichtern.

SharePoint Copilot Apps in der öffentlichen Vorschau

Seit dem 9. Juli 2026 können Entwickler die neuen SharePoint Copilot Apps testen. Die Anwendungen basieren auf SharePoint Framework (SPFx) Version 1.24 und erlauben die Integration interaktiver Komponenten direkt in die Copilot-Oberfläche. Microsoft plant, die weltweite Verfügbarkeit der Vorschau bis zum 20. Juli 2026 abzuschließen. Überraschend: Für die Teilnahme an der Testphase ist derzeit keine Copilot-Lizenz erforderlich – ein breites Fenster für Entwickler und Early Adopters.

Schluss mit dem Portal-Dschungel

Die Verwaltung von SharePoint Embedded war bislang eine Geduldsprobe. Mehr als sieben einzelne Schritte über mindestens drei verschiedene Portale waren nötig, um Anwendungen zu konfigurieren. Das hat sich geändert: Eine neue „Apps"-Seite im SharePoint Admin Center bündelt alle relevanten Aufgaben an einem Ort.

Administratoren können dort Anwendungen erstellen oder registrieren, bis zu drei Besitzer zuweisen und die Abrechnung einstellen – entweder über die Organisation des Nutzers oder den App-Besitzer. Die neue „App erstellen"-Seitenleiste erlaubt zudem das Anbinden bestehender Entra-Anwendungen.

Governance: 90 Tage Vorbereitungszeit empfohlen

Nachdem Microsoft auf der Build 2026 entschieden hatte, Copilot in SharePoint standardmäßig zu aktivieren, liefert der Konzern nun konkrete technische Leitlinien für Administratoren. Wer die Einführung kontrollieren möchte, kann per PowerShell-Cmdlet die Funktion mandantenweit oder für einzelne Websites deaktivieren. Neue Befehlsflags wie KnowledgeAgentScope und DenyCopilotAccess ermöglichen diese granulare Steuerung.

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Die technische Empfehlung: Unternehmen sollten sich 60 bis 90 Tage Zeit nehmen, um Berechtigungen und Vertraulichkeitsstufen zu prüfen, bevor sie Copilot vollständig ausrollen. Microsoft rät zudem zum Einsatz von Microsoft Purview Data Loss Prevention (DLP) und den Restricted Content Discovery Tools – nur so lasse sich sicherstellen, dass der KI-Assistent ausschließlich auf autorisierte Daten zugreift.

Teams und Forms ziehen nach

Das Ökosystem rund um SharePoint wächst weiter. Seit dem 8. Juli 2026 öffnen die Teams-Mobil-Apps auf Android und iOS SharePoint-Seiten und News-Links direkt in der App – ein Schritt, der vor allem mobile Nutzer freuen dürfte, die bislang zwischen Anwendungen wechseln mussten.

Einen Tag später folgte die Integration von Copilot in Microsoft Forms für Geschäftskunden. Die KI schlägt nun strukturelle Verbesserungen für Formulare vor, generiert Erkenntnisse aus den Antworten und synchronisiert Daten direkt mit Excel.

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Hinter den Kulissen: KI-Umstellung bei Microsoft

Parallel zu den sichtbaren Neuerungen arbeitet Microsoft am Fundament seiner KI-Dienste. Seit Anfang Juli 2026 leitet der Konzern zehntausende wöchentliche KI-Anfragen in Excel und Outlook an die hauseigenen MAI-Modelle um. Zusammen mit der Ankündigung vom 9. Juli, dass Microsoft 365 Copilot auf OpenAI GPT-5.6 aufgerüstet wurde, zeichnet sich eine Strategie ab: Microsoft setzt auf mehrere Modelle parallel, um Kosten zu optimieren, ohne bei der Leistung Abstriche zu machen.

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