Treppensteigen, Studie

Treppensteigen: Studie belegt 39% weniger Herz-Kreislauf-TodesfÀlle

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 15:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

RegelmĂ€ĂŸiges Treppensteigen reduziert laut Langzeitstudien das Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-TodesfĂ€lle um 39 Prozent. Sechs Etagen tĂ€glich gelten als optimal.

Treppensteigen senkt Herzrisiko: Meta-Analyse mit 480.000 Probanden
Eine Person steigt eine moderne, helle Betontreppe in einem GebĂ€ude hinauf. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Wissenschaftliche Untersuchungen der UniversitĂ€t Ostanglien im Vereinigten Königreich und des Norfolk and Norwich University Hospital geben Aufschluss ĂŒber die weitreichenden prĂ€ventiven Auswirkungen einer einfachen körperlichen AktivitĂ€t.

Eine umfassende Auswertung aktueller Daten unterstreicht, dass das regelmĂ€ĂŸige Steigen von Treppen einen messbaren Einfluss auf die Langlebigkeit und die Herzgesundheit hat. Die Ergebnisse legen nahe, dass diese Form der Bewegung als kostengĂŒnstige und leicht zugĂ€ngliche Maßnahme zur Gesundheitsförderung fungieren kann.

Umfangreiche Datenauswertung aus neun Langzeitstudien

Grundlage der Erkenntnisse ist eine großangelegte Meta-Analyse, die Mitte August 2026 im Fachmagazin „American Journal of Cardiovascular Drugs“ publiziert wurde. Die Forscher der UniversitĂ€t Ostanglien und des Norfolk and Norwich University Hospital werteten hierfĂŒr insgesamt neun Studien aus. Der Datensatz umfasst die Gesundheitsdaten von ĂŒber 480.000 Teilnehmern in einer Altersspanne zwischen 35 und 84 Jahren.

Ein wesentliches Merkmal dieser Analyse ist die Langfristigkeit der zugrunde liegenden Daten. Der Beobachtungszeitraum betrug im Median 14 Jahre, was eine fundierte statistische Aussage ĂŒber die Sterblichkeitsraten und die Entwicklung von Krankheitsbildern ermöglicht.

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Durch die hohe Teilnehmerzahl und den langen Follow-up-Zeitraum liefert die Untersuchung eine belastbare Basis fĂŒr die Bewertung von AlltagsaktivitĂ€ten im Kontext der öffentlichen Gesundheit.

Deutliche Reduktion der MortalitÀt und kardiovaskulÀrer Risiken

Die Auswertungen der Wissenschaftler zeigen signifikante Korrelationen zwischen dem Treppensteigen und der Senkung lebensbedrohlicher Risiken. Laut der Meta-Analyse sinkt das Risiko fĂŒr einen Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Personen, die regelmĂ€ĂŸig Treppen steigen, um 39 %. Auch die allgemeine Sterblichkeit, die sogenannte Gesamtsterblichkeit, reduziert sich den Daten zufolge um 24 %.

Über die Senkung der Sterblichkeitsrate hinaus stellten die Forscher fest, dass die körperliche Belastung beim Treppensteigen mit einem geringeren Auftreten spezifischer Erkrankungen verbunden ist.

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Die Probanden wiesen ein reduziertes Risiko fĂŒr Herzinfarkte, SchlaganfĂ€lle und Herzinsuffizienz auf. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass die aerobe Belastung und die muskulĂ€re Beanspruchung beim Überwinden von Höhenmetern direkt zur Stabilisierung des kardiovaskulĂ€ren Systems beitragen.

Methodische Einordnung und Empfehlungen fĂŒr den Alltag

Hinsichtlich der praktischen Umsetzung weisen die Studienautoren der UniversitÀt Ostanglien und des Norfolk and Norwich University Hospital auf eine mögliche Zielvorgabe hin.

Den Auswertungen zufolge könnten etwa sechs TreppenabsÀtze beziehungsweise sechs Etagen pro Tag die optimale Menge darstellen, um von den beschriebenen gesundheitlichen Vorteilen zu profitieren. Damit lÀsst sich die AktivitÀt ohne spezielles Equipment oder hohen Zeitaufwand in den beruflichen und privaten Alltag integrieren.

Trotz der deutlichen Zahlen mahnen die Experten zu einer differenzierten Betrachtung der Ergebnisse. Die Autoren betonten, dass es sich bei den im „American Journal of Cardiovascular Drugs“ veröffentlichten Resultaten um einen statistischen Zusammenhang handelt. Ein direkter kausaler Effekt, der ĂŒber die Korrelation hinausgeht, sei damit noch nicht abschließend bewiesen.

Dennoch liefert die Meta-Analyse starke Indizien dafĂŒr, dass bereits geringfĂŒgige Anpassungen des Bewegungsverhaltens im Alltag erhebliche prĂ€ventive Potenziale entfalten können. Die Untersuchung rĂŒckt damit eine oft unterschĂ€tzte Form der Bewegung wieder stĂ€rker in den Fokus der Gesundheitsvorsorge.

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