Vitamin-D-Mangel: 50% der Senioren unterversorgt, DGE empfiehlt 800 IE
07.06.2026 - 17:20:30 | boerse-global.de
Das zeigt eine Ăbersichtsarbeit aus dem Jahr 2026. Die Supplementierung wirkt vor allem in jungen Jahren.
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AltersabhÀngige Wirkung
Unter 35 Jahren hilft die Einnahme beim Aufbau der Knochendichte. Danach sinkt der Nutzen deutlich. FĂŒr vegetarisch lebende Frauen zeigten Studien ein um 33 Prozent erhöhtes Risiko fĂŒr HĂŒftfrakturen â ein Hinweis auf die Bedeutung gezielter NĂ€hrstoffversorgung.
Gefahren durch Ăberdosierung
Die unkontrollierte Einnahme von Calcium-PrĂ€paraten birgt Risiken. Eine dauerhafte Ăberdosierung kann zu HypercalcĂ€mie und Nierensteinen fĂŒhren. Vitamin D spielt dabei eine zentrale Rolle: Es steigert die Aufnahme von Calcium und Phosphor.
Erste Sicherheitsprobleme treten oft schon zwei bis vier Wochen nach Einnahmebeginn auf. Als kritisches Warnsignal gilt ein Serum-Calcium-Wert ĂŒber 10,5 mg/dL. Die Blutwerte sollten nach acht bis zwölf Wochen kontrolliert werden. Eine TransferrinsĂ€ttigung ĂŒber 45 Prozent deutet auf eine Ăberversorgung hin.
Therapie bei Osteoporose
Bei Osteoporose-Patienten bleibt die Supplementierung ein zentraler Bestandteil der Behandlung. Die EuropĂ€ische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt die begleitende Gabe etwa bei Teriparatid â einem Wirkstoff fĂŒr Patienten mit hohem Frakturrisiko. Der fĂŒhrt zu einem vorĂŒbergehenden Calcium-Anstieg, der vier bis sechs Stunden nach der Injektion seinen Höhepunkt erreicht.
Kontraindikationen bestehen bei bestehender HypercalcĂ€mie oder schwerer Niereninsuffizienz. ErnĂ€hrungsexperte Bas Kast hĂ€lt eine Vitamin-D-Supplementierung ab 50 Jahren fĂŒr sinnvoll. Studien zeigen: Mehr als 50 Prozent der Senioren zwischen 65 und 93 Jahren haben einen Mangel. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) empfiehlt 800 IE Vitamin D tĂ€glich.
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LieferengpÀsse drohen
Die Versorgung mit pharmazeutischen Grundstoffen wird zunehmend von globalen Krisen beeinflusst. Pharma Deutschland wies Anfang Juni 2026 auf steigende Kosten und drohende Lieferverzögerungen hin. Ursachen sind unter anderem der Krieg in der Ukraine und Spannungen an der StraĂe von Hormus.
Die Produktion in Deutschland ist bislang stabil. Doch EngpÀsse bei Hilfsstoffen belasten die Branche. Auf dem europÀischen Markt fehlen derzeit bis zu 40 Prozent der benötigten Helium-BestÀnde. Branchenvertreter warnen: Preismoratorien und verschÀrfte Erstattungsregeln könnten die Versorgungssicherheit langfristig gefÀhrden. Krankenkassenvertreter verweisen auf ein zweistelliges Milliarden-Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung und fordern Effizienzsteigerungen.
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