Wasser, Essen

Wasser beim Essen: Studie zeigt +50 Kalorien pro 100 ml

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 10:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

US-Forscher finden: Wasser während Mahlzeiten steigert Verzehr. Pro 100 ml werden rund 50 Kalorien mehr aufgenommen.

Cornell-Studie 2026: Wasser zum Essen kann Kalorienaufnahme erhöhen
Eine Person sitzt an einem gedeckten Esstisch und hält ein Glas Wasser neben einem Teller mit Nahrung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine im Jahr 2026 durchgeführte Untersuchung der Cornell-Universität stellt eine weitverbreitete Annahme der Ernährungsphysiologie infrage. Während in der Ratgeberliteratur häufig empfohlen wird, während der Mahlzeiten reichlich Wasser zu trinken, um das Sättigungsgefühl zu beschleunigen und die Kalorienaufnahme zu senken, deuten die Ergebnisse der US-Forscher auf einen gegenteiligen Effekt hin. Die Daten legen nahe, dass der Konsum von Wasser während des Essens die aufgenommene Nahrungsmenge sogar steigern könnte.

Laborexperimente untersuchen Zusammenhang von Trinken und Essen

Die Forscher der Cornell-Universität stützten ihre Erkenntnisse auf zwei kontrollierte Laborexperimente, an denen insgesamt 86 Probanden teilnahmen. Ziel der Untersuchung war es, das präzise Verhältnis zwischen der Zufuhr von Flüssigkeit und der Menge der verzehrten Speisen zu bestimmen. Dabei beobachtete das Team eine deutliche Korrelation: Eine höhere Wasseraufnahme während der Mahlzeit war konsistent mit einer höheren Nahrungsaufnahme verbunden.

Die Wissenschaftler führten diesen Effekt unter anderem auf die mechanische Wirkung des Wassers zurück. Flüssigkeit fungiere während des Essens als eine Art Gleitmittel, welches den Kauvorgang verkürzen und den Schluckprozess erleichtern könne. Dies führe dazu, dass die Nahrung schneller konsumiert werde, was wiederum das natürliche Sättigungssignal des Körpers verzögern könne.

Zudem betonten die Experten der Universität, dass Wasser zwar kurzfristig den Magen fülle, jedoch keine lang anhaltende Sättigung bewirke, die den gesteigerten Verzehr kompensieren würde.

Quantitative Auswirkungen auf die Kalorienbilanz

Die im Jahr 2026 erhobenen Daten erlauben eine detaillierte Aufschlüsselung der durchschnittlichen Mehreinnahme. Laut den Studienergebnissen führte der Konsum von jeweils 100 Millilitern Wasser während der Mahlzeit dazu, dass die Teilnehmer im Mittel etwa 40 Gramm mehr Nahrung zu sich nahmen. In Bezug auf den Energiegehalt bedeutete dies eine zusätzliche Aufnahme von circa 50 Kalorien pro 100 Milliliter getrunkenem Wasser.

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Ein weiterer Faktor für die erhöhte Gesamtmenge war das Verhaltensmuster der Teilnehmer. Die Forscher stellten fest, dass insbesondere ein häufiges Wechseln zwischen dem Essen und dem Trinken die Gesamtaufnahme der Nahrung steigerte. Dieser dynamische Prozess scheint den Sättigungsmechanismus weniger effektiv anzusprechen als eine konzentrierte Nahrungsaufnahme mit zeitlich versetzter Flüssigkeitszufuhr.

Methodische Einschränkungen und weiterer Forschungsbedarf

Trotz der signifikanten Beobachtungen mahnten die Autoren der Cornell-Universität zur Vorsicht bei der Generalisierung der Ergebnisse. Eine wesentliche Einschränkung der Studie liege in der Auswahl der Testspeisen: Die Experimente wurden ausschließlich mit Beef Chili und Chicken Tikka Masala durchgeführt.

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Da beide Gerichte eine specifiche Konsistenz und Würzung aufweisen, bleibe abzuwarten, ob die Ergebnisse auf alle Arten von Mahlzeiten übertragbar sind.

Die Forscher betonten abschließend, dass weitere Forschung notwendig sei, um die zugrunde liegenden physiologischen Prozesse vollständig zu klären. Zukünftige Studien müssten untersuchen, ob die beobachteten Effekte auch bei trockeneren Speisen oder einer rein pflanzlichen Ernährung in gleichem Maße auftreten.

Dennoch liefern die aktuellen Erkenntnisse wichtige Anhaltspunkte dafür, dass die gängige Praxis, Wasser als Sättigungshilfe während des Essens einzusetzen, kritisch hinterfragt werden muss.

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