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Windows 11: Phi Silica KI-Modell kann nun deinstalliert werden

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 10:35 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft testet Deinstallationsmöglichkeit für das 2,59 GB große Phi Silica KI-Modell in Windows 11. Juli-Update behebt zudem Speicherfehler.

Windows 11: Neue Option zum Entfernen des KI-Modells Phi Silica
Digitale Illustration von Daten, die von einer Platine entfernt werden, symbolisiert KI-Modell-Deinstallation und Speicherverwaltung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft arbeitet an einer Funktion, um KI-Modelle aus Windows 11 zu entfernen. Nutzer könnten so wertvollen Speicherplatz zurückgewinnen.

In einer experimentellen Version von Windows 11 (Build 26300.8553) entdeckten Tester eine versteckte Einstellung. Sie erlaubt die Deinstallation des Phi Silica KI-Modells – einer Komponente, die über 2,59 Gigabyte Speicher belegt. Der Fund datiert auf den 3. Juni 2026.

KI lokal verwalten

Phi Silica ist ein sogenanntes Small Language Model. Es erledigt Aufgaben direkt auf dem Rechner: Texte zusammenfassen, umschreiben oder generieren. Diese Funktionen sind das Herzstück der Copilot+ PC-Erfahrung. Doch der Speicherhunger des Modells macht es zum Kandidaten für die Deinstallation.

Die Hardware-Anforderungen für Copilot+ PCs bleiben hoch: mindestens 16 Gigabyte RAM, 256 Gigabyte Speicher und eine KI-Einheit (NPU) mit über 40 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Die neue Deinstallations-Option deutet darauf hin, dass Microsoft Nutzern mehr Kontrolle über die zunehmend ins System integrierte KI geben will.

Juli-Update behebt Speicher-Desaster

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Parallel zur KI-Entwicklung lieferte Microsoft mit dem Juli-Update (KB5101650) eine dringend erwartete Reparatur. Ein schwerwiegender Fehler im Capability Access Manager hatte seit März 2026 dafür gesorgt, dass eine Systemdatei unkontrolliert wuchs – in Extremfällen auf bis zu 500 Gigabyte.

Das Update stoppt das weitere Wachstum. Betroffene Nutzer müssen die aufgeblähte Datei jedoch manuell löschen. Microsoft hatte die Ursache des Bugs am 13. Mai 2026 bestätigt.

Neue Rettungsfunktion für das System

Ebenfalls neu im Juli-Update: die Point-in-time Restore-Funktion. Sie ist standardmäßig auf Laufwerken ab 200 Gigabyte aktiviert. Das System erstellt alle 72 Stunden Schnappschüsse des gesamten Systems – inklusive Anwendungen, Einstellungen und Dateien.

Die Funktion nutzt bis zu zwei Prozent des Speichers, maximal 50 Gigabyte. Wer die SSD-Kapazität lieber selbst verwaltet, kann die Funktion in den Windows-Einstellungen deaktivieren.

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Das Ökosystem rund um KI und Systemsteuerung wächst. Am 15. Juli 2026 erschien eine neue Version des O&O ShutUp10-Tools (3.2.1111). Es erlaubt, generative KI-Funktionen in Notepad, Datei-Explorer und Startmenü zu deaktivieren.

Auf der Hardware-Seite veröffentlichte AMD am 14. Juli 2026 ROCm 7.2.1. Der Treiber ermöglicht native Bild- und Videogenerierung unter Windows für die Ryzen AI Max+ Plattform. Die integrierte Radeon 8060S Grafik kann nun einheitlichen Speicher für rechenintensive Modelle wie Flux.1-dev und SDXL nutzen.

OpenAI zog am 9. Juli 2026 nach: Der ChatGPT Work Agent für Windows nutzt das GPT-5.6 Modell und bietet neue Stufen namens Sol, Terra und Luna. Der Agent greift direkt auf lokale Dateien und Anwendungen zu – eine Brücke zwischen Cloud-KI und lokaler Produktivität.

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