Zahlungsbetrug, Studie

Zahlungsbetrug: Jeder zweite 16- bis 26-JĂ€hrige betroffen

Veröffentlicht am: 14.06.2026 um 20:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Studie zeigt: 46 Prozent der 16- bis 26-JĂ€hrigen wurden Opfer von Zahlungsbetrug. Die durchschnittliche Schadenssumme sinkt jedoch deutlich.

Generation Z besonders betroffen: Jeder Zweite erlebt Zahlungsbetrug
Junge HĂ€nde halten ein Smartphone, dessen Bildschirm eine Warnung vor Online-Betrug anzeigt, mit verschwommenem Hintergrund. Illustration mit AI erstellt.

Das zeigt eine aktuelle Studie des Zahlungsdienstleisters Adyen und des Marktforschungsinstituts Censuswide.

Der Durchschnitt ĂŒber alle Altersgruppen liegt bei 25 Prozent. Bei der Generation Z sind es 46 Prozent. Die Studie wurde im Mai 2026 veröffentlicht und beleuchtet die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate.

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SchÀden sinken trotz mehr FÀllen

Die durchschnittliche Schadenssumme ist gesunken. Von 763 Euro im Vorjahr auf aktuell 394 Euro. Bei den JĂŒngeren fĂ€llt der Verlust mit 376 Euro sogar etwas geringer aus.

Anders sieht es bei Ă€lteren Generationen aus. Über 70-JĂ€hrige verloren im Schnitt 675 Euro. Bei den Babyboomern waren es 511 Euro. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede: MĂ€nner bĂŒĂŸten durchschnittlich 461 Euro ein, Frauen 329 Euro.

Im europÀischen Vergleich liegt Deutschland bei der Schadenshöhe auf Platz sieben von zehn LÀndern. Spitzenreiter ist Polen mit 560 Euro, Schlusslicht Spanien mit 277 Euro.

KI als Waffe und Schutzschild

KĂŒnstliche Intelligenz treibt die Entwicklung an. Der Gesamtschaden durch Internetbetrug erreichte 2025 in Deutschland schĂ€tzungsweise 10,6 Milliarden Euro. Mehr als die HĂ€lfte der Erwachsenen erlebte mindestens einen Betrugsversuch.

Die TĂ€ter setzen verstĂ€rkt auf KI-gestĂŒtzte Methoden: Voice Cloning, Deepfakes und personalisierte Phishing-Mails. Das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik registriert einen massiven Anstieg solcher Angriffe.

Gleichzeitig nutzen Unternehmen die Technologie zur Abwehr. Ein Drittel der Firmen setzt bereits KI-Systeme gegen Betrug ein. In der Bevölkerung wĂ€chst die Verunsicherung: 22 Prozent der Befragten fĂŒrchten sich explizit vor KI-basierten Betrugsmaschen.

VerÀndertes Einkaufsverhalten

Die Angst vor Betrug treibt Kunden zurĂŒck in die LĂ€den. Der Anteil derer, die aus Sorge lieber stationĂ€r statt online einkaufen, stieg von 12,5 auf 19 Prozent.

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Als wirksame Schutzmaßnahme gilt die Zwei-Faktor-Authentifizierung. 27 Prozent der Konsumenten begrĂŒĂŸen sie ausdrĂŒcklich. Experten raten zudem zu regelmĂ€ĂŸigen Updates und Antivirenprogrammen. Menschliche Fehler bleiben eine der grĂ¶ĂŸten Schwachstellen.

Mehr als ein Drittel der Betroffenen fiel auf Fake-Shops herein. Auch bei HĂ€ndlern steigt die Alarmbereitschaft: Rund 25 Prozent der Unternehmen meldeten zuletzt vermehrt Betrugsversuche.

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