Geschwindigkeitstraining, Demenzrisiko

Geschwindigkeitstraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent

Veröffentlicht am: 28.02.2026 um 17:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Langzeitstudie zeigt, dass spezielles Training der visuellen Verarbeitungsgeschwindigkeit das Demenzrisiko um 25 Prozent reduziert. Entscheidend sind regelmĂ€ĂŸige Auffrischungen.

Geschwindigkeitstraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de
Geschwindigkeitstraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Ein spezielles Gehirntraining kann das Demenzrisiko noch Jahrzehnte spĂ€ter deutlich reduzieren. Das belegen jetzt die Langzeitergebnisse einer großen US-Studie. Entscheidend ist dabei nicht das klassische GedĂ€chtnistraining, sondern ein computergestĂŒtztes Programm fĂŒr die visuelle Verarbeitungsgeschwindigkeit.

Anzeige

WĂ€hrend spezielle Computerprogramme die Verarbeitungsgeschwindigkeit trainieren, helfen gezielte Alltagsroutinen dabei, die allgemeine Konzentration und GedĂ€chtnisleistung langfristig zu stĂ€rken. In diesem kostenlosen Ratgeber erfahren Sie 7 Geheimnisse fĂŒr ein leistungsfĂ€higes Gehirn und erhalten 11 praktische Übungen. Gratis-PDF: Gehirntraining leicht gemacht jetzt sichern

Überraschende Langzeitergebnisse nach 20 Jahren

Die sogenannte ACTIVE-Studie startete bereits Ende der 1990er Jahre mit knapp 3.000 gesunden Erwachsenen ĂŒber 65. Jetzt, nach 20 Jahren Nachbeobachtung, liegen die entscheidenden Daten vor. Die Forscher analysierten die Gesundheitsakten der Teilnehmer und machten eine erstaunliche Entdeckung.

Nur eine der drei Trainingsgruppen zeigte einen signifikanten Schutz: Bei denjenigen, die ein spezielles Geschwindigkeitstraining absolviert hatten, lag die Demenzrate um ein Viertel niedriger als in der Kontrollgruppe ohne Training. Klassisches GedÀchtnis- oder Logiktraining zeigte dagegen keine statistisch bedeutsame Langzeitwirkung.

Was macht dieses Training so besonders?

Das erfolgreiche Programm unterscheidet sich grundlegend von KreuzwortrÀtseln oder Sudoku. Die Probanden trainierten am Computer, visuelle Informationen extrem schnell zu verarbeiten. Eine typische Aufgabe: Ein Objekt in der Bildschirmmitte identifizieren, wÀhrend gleichzeitig ein Ziel am Rand erkannt werden muss.

Experten vermuten, dass dieses „implizite“ Training tiefgreifendere VerĂ€nderungen im Gehirn anstĂ¶ĂŸt als bewusstes Lernen. Es Ă€hnelt eher dem Erlernen einer Fahrradfahrt – einmal gelernt, bleibt die FĂ€higkeit lange erhalten. Das Gehirn vernetzt sich dabei neu und wird widerstandsfĂ€higer.

Der Booster-Effekt: Auffrischung ist entscheidend

Ein weiteres SchlĂŒsselergebnis: Der volle Schutz trat nur bei denen ein, die nicht nur das Grundtraining, sondern auch spĂ€tere Auffrischungssitzungen absolvierten. Das ursprĂŒngliche Programm umfasste zehn Einheiten ĂŒber fĂŒnf bis sechs Wochen. Ein Teil der Gruppe erhielt zusĂ€tzliche „Booster“-Sessions nach 11 und 35 Monaten.

Anzeige

Wer bei sich selbst oder Angehörigen eine zunehmende Vergesslichkeit bemerkt, sucht oft nach einer ersten professionellen EinschĂ€tzung der kognitiven Fitness. Dieser anonyme 7-Fragen-Check wurde mit Experten entwickelt und liefert Ihnen in nur 2 Minuten Klarheit ĂŒber mögliche Warnsignale. Hier den kostenlosen Demenz-Selbsttest starten

Ohne diese Auffrischungen war der langfristige Effekt nicht mehr statistisch nachweisbar. Das adaptive System passte sich zudem stÀndig an: Wer gut abschnitt, bekam umgehend schwierigere Aufgaben. So wurde das Gehirn kontinuierlich an seiner Leistungsgrenze gefordert.

Ein Paradigmenwechsel in der PrÀvention?

Die Studie markiert einen Wendepunkt. Bisher standen bei der Demenzvorsorge vor allem Faktoren wie Bewegung, ErnĂ€hrung und soziale Kontakte im Fokus. Jetzt rĂŒckt ein gezieltes, evidenzbasiertes Gehirntraining als medizinische Intervention in den Vordergrund.

FĂŒhrende Geriater und Neurologen bewerten die Daten als Durchbruch. Sie fordern, Programme zur visuellen Verarbeitungsgeschwindigkeit stĂ€rker zu erforschen und zugĂ€nglich zu machen. Die Botschaft ist klar: Nicht jedes „Gehirnjogging“ hilft gleich – aber das richtige Training kann die kognitive UnabhĂ€ngigkeit im Alter aktiv verteidigen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

de | boerse | 68621539 |