Studie: Ostdeutsche Wirtschaft droht Anschluss zu verlieren
28.05.2026 - 09:34:06 | dpa.deWie aus dem "Wettbewerbsreport Ostdeutschland 2026" hervorgeht, ist es vor allem ein Mangel an privaten Investitionen und FachkrÀften, der das Wirtschaftswachstum in den östlichen BundeslÀndern aus Sicht der Forschenden behindert. Der Abstand zwischen Ostdeutschland und dem Rest des Landes drohe trotz wachsenden Wohlstands wieder zu wachsen, "wenn Politik und Wirtschaft jetzt nicht entschieden gegensteuern", sagte der stellvertretende Niederlassungsleiter Joachim Ragnitz.
Die privaten Investitionen je Einwohner im Osten haben den Studienautoren zufolge zwischen 2019 und 2023 etwa drei Viertel des Westniveaus erreicht. AbzĂŒglich der Bereiche Wohnungsbau und öffentliche Infrastruktur erreichten die Privatinvestitionen gar nur zwei Drittel des Westniveaus. FĂŒr zusĂ€tzliche Herausforderungen sorgt zudem der demografische Wandel. Die Anzahl ErwerbstĂ€tiger werde in Ostdeutschland bis 2035 um sieben Prozent sinken. Noch deutlicher falle der RĂŒckgang fĂŒr ThĂŒringen und Sachsen-Anhalt aus, heiĂt es weiter.
BekĂ€mpft werden könne der Trend etwa durch mehr Innovationen. "Sinnvoll wĂ€re es, sehr viel stĂ€rker auf Technologietransfer zu setzen als bisher. Damit könnte die strukturelle InnovationsschwĂ€che ostdeutscher Unternehmen ĂŒberwunden werden", so der Dresdner Ifo-Chef Ragnitz.
Die Ifo-Studie zu Ostdeutschland basiert den Angaben zufolge auf dem "Ifo-Faktenmonitor". Dieser enthalte rund 250 Kennzahlen zu den wirtschaftlichen AktivitĂ€ten fĂŒr alle BundeslĂ€nder.
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