Gesundheit, Steuern

CSU pocht auf Nachbesserungen bei Gesundheitsreform

17.04.2026 - 19:31:11 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Reinhard Brandl, sieht an einigen Stellen des GKV-Reformpakets von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) noch Redebedarf.Noch sei man in einer Phase der "Koordinierung innerhalb der Regierung", sagte Brandl dem TV-Sender "Welt" am Freitag.

Krankenhaus (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Da bringt jeder nochmal seinen Aspekt ein. Und wenn es dann ins Parlament kommt, hoffentlich ab dem 29. April, dann werden wir es uns genau anschauen."

Seiner Ansicht nach sende die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze um 300 Euro ein falsches Signal. "Eines unserer zentralen Themen ist, dass wir Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht mehr belasten", sagte er. "Dass wir Anreize fĂŒr mehr Arbeit schaffen. Und unter dem Aspekt werden wir uns das auch genau anschauen."

Brandl wollte zwar keine einzelnen Aspekte wie die RĂŒcknahme der Beitragsbemessungsgrenze fordern, mahnte aber im Ganzen die Wahrung von GrundsĂ€tzen an. "Wir schauen es uns im Gesamtpaket an. Wir haben ein paar Leitlinien. Und eine dieser Leitlinien ist, dass wir, wo es in irgendeiner Form möglich ist, die zusĂ€tzlichen Belastungen fĂŒr Arbeitgeber und Arbeitnehmer vermeiden."

Auch das geplante weitgehende Aus fĂŒr die Familienmitversicherung will Brandl noch einmal diskutieren. "Wir als CSU verstehen uns als Familienpartei. Und wir wollen auch Familien, auch den Zusammenhalt fĂŒreinander stĂ€rken", sagte er. "Es ist ja auch so, dass in einer Ehe der eine Partner fĂŒr den anderen Verantwortung ĂŒbernimmt und sich dann in einem Ernstfall, auch finanziell natĂŒrlich, an der Versorgung des anderen beteiligen wird und muss. Das wollen wir dementsprechend auch honorieren."

Außerdem habe die CSU nach wie vor "das Anliegen, dass wir die Kosten fĂŒr die BĂŒrgergeldempfĂ€nger aus der gesetzlichen Krankenversicherung raushaben wollen", so Brandl. Das wĂ€re "eine ehrliche Verschiebung, weil es sind Kosten, die der Steuerzahler zu tragen hat - und nicht nur die gesetzlich Versicherten", sagte er. "Um auch eine Ehrlichkeit in die Debatte zu bringen, wollen wir auch eine Kostenehrlichkeit mit in dem System haben. Und zu dieser Kostenehrlichkeit wĂŒrde aus unserer Sicht gehören, dass die Kosten fĂŒr die BĂŒrgergeldempfĂ€nger auch vom Steuerzahler zu tragen sind. Aber zum Schluss mĂŒssen wir uns mit der SPD auf ein Gesamtpaket einigen."

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69184003 |

Weitere Meldungen

Warken will GehĂ€lter der Kassen-VorstĂ€nde begrenzen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will im Rahmen der geplanten Finanzreform fĂŒr die gesetzliche Krankenversicherung auch die GehĂ€lter der Kassen-VorstĂ€nde sowie der FĂŒhrungsebene gesetzlich deckeln.Sie wolle bei ihrem Sparpaket die Krankenkassen nicht ausnehmen, sagte Warken dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagausgaben). (Politik, 17.04.2026 - 00:00) weiterlesen...

SPD-Fraktion kritisiert Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze Die SPD hat mit Skepsis auf die PlĂ€ne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) reagiert, die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze fĂŒr die gesetzliche Krankenversicherung zu erhöhen.Eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze sei zwar ein weiterer Schritt zur Beitragsgerechtigkeit, aber auch eine Belastung fĂŒr Facharbeiter und den Faktor Arbeit, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Christos Pantazis, dem "Tagesspiegel" (Freitagausgabe)."Wenn man die VorschlĂ€ge der Expertenkommission vollumfĂ€nglich umgesetzt hĂ€tte, hĂ€tte man auf dieses Instrument verzichten können", erklĂ€rte er. (Politik, 16.04.2026 - 21:26) weiterlesen...

Warken will Bemessungsgrenze fĂŒr KrankenkassenbeitrĂ€ge anheben Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung anheben. (Sonstige, 16.04.2026 - 16:57) weiterlesen...

JU drĂ€ngt auf Steuerfinanzierung der BĂŒrgergeld-Gesundheitskosten Die Junge Union (JU) drĂ€ngt darauf, die Gesundheitskosten von BĂŒrgergeld-Beziehern kĂŒnftig vollstĂ€ndig aus Steuermitteln zu finanzieren und den entsprechenden Vorschlag der Expertenkommission umzusetzen. (Politik, 16.04.2026 - 12:16) weiterlesen...

GrĂŒnderverband erwartet GeschĂ€ftsaufgaben wegen Gesundheitsreform Angesichts der PlĂ€ne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung fĂŒr Ehepartner warnt der Verband der GrĂŒnder und SelbststĂ€ndigen Deutschland (VGSD) vor einer Welle von GeschĂ€ftsaufgaben und einem RĂŒckzug in das Angestelltendasein. (Wirtschaft, 16.04.2026 - 01:00) weiterlesen...

SPD kritisiert PlĂ€ne fĂŒr Gesundheitsreform fĂŒr Schieflage In der SPD gibt es erheblichen Widerstand gegen die PlĂ€ne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) fĂŒr die gesetzliche Krankenversicherung.Die VorschlĂ€ge der Kommission machten deutlich, wie groß der Reformbedarf in der gesetzlichen Krankenversicherung sei, sagte Tim KlĂŒssendorf, SPD-GeneralsekretĂ€r, dem "Stern". (Politik, 16.04.2026 - 00:01) weiterlesen...