CSU pocht auf Nachbesserungen bei Gesundheitsreform
17.04.2026 - 19:31:11 | dts-nachrichtenagentur.deSeiner Ansicht nach sende die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze um 300 Euro ein falsches Signal. "Eines unserer zentralen Themen ist, dass wir Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht mehr belasten", sagte er. "Dass wir Anreize fĂŒr mehr Arbeit schaffen. Und unter dem Aspekt werden wir uns das auch genau anschauen."
Brandl wollte zwar keine einzelnen Aspekte wie die RĂŒcknahme der Beitragsbemessungsgrenze fordern, mahnte aber im Ganzen die Wahrung von GrundsĂ€tzen an. "Wir schauen es uns im Gesamtpaket an. Wir haben ein paar Leitlinien. Und eine dieser Leitlinien ist, dass wir, wo es in irgendeiner Form möglich ist, die zusĂ€tzlichen Belastungen fĂŒr Arbeitgeber und Arbeitnehmer vermeiden."
Auch das geplante weitgehende Aus fĂŒr die Familienmitversicherung will Brandl noch einmal diskutieren. "Wir als CSU verstehen uns als Familienpartei. Und wir wollen auch Familien, auch den Zusammenhalt fĂŒreinander stĂ€rken", sagte er. "Es ist ja auch so, dass in einer Ehe der eine Partner fĂŒr den anderen Verantwortung ĂŒbernimmt und sich dann in einem Ernstfall, auch finanziell natĂŒrlich, an der Versorgung des anderen beteiligen wird und muss. Das wollen wir dementsprechend auch honorieren."
AuĂerdem habe die CSU nach wie vor "das Anliegen, dass wir die Kosten fĂŒr die BĂŒrgergeldempfĂ€nger aus der gesetzlichen Krankenversicherung raushaben wollen", so Brandl. Das wĂ€re "eine ehrliche Verschiebung, weil es sind Kosten, die der Steuerzahler zu tragen hat - und nicht nur die gesetzlich Versicherten", sagte er. "Um auch eine Ehrlichkeit in die Debatte zu bringen, wollen wir auch eine Kostenehrlichkeit mit in dem System haben. Und zu dieser Kostenehrlichkeit wĂŒrde aus unserer Sicht gehören, dass die Kosten fĂŒr die BĂŒrgergeldempfĂ€nger auch vom Steuerzahler zu tragen sind. Aber zum Schluss mĂŒssen wir uns mit der SPD auf ein Gesamtpaket einigen."
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